Treffer durch Daniele Parisi. So schön kann Torjubel sein. Szene als Spieler beim SV Rohrhof (Kreispokalspiel). Bild: Berno Nix
Daniele Parisi trifft und trifft für den SV 98/07 Seckenheim +++ „Wenn wir alles abrufen, dann kann uns keiner stoppen.“
Archiv Kreisliga (Fußball) | erstellt am Di. 08.09.2015
Gemeint ist Daniele Parisi, 29 Jahre alt, 1,72 m groß, Torjäger im Nebenberuf.
Früher knipste er für den SV Rohrhof, mittlerweile schnürt er nun für Seckenheim in der A-Klasse die Stollenschuhe. Un
d dort ist er mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Der Italiener hat bei seinem neuen Klub eingeschlagen wie eine Bombe: In den ersten vier Spielen gelangen ihm prompt sieben Buden. Besser ist in der A Klasse derzeit niemand.
Der Goalgetter ist zufrieden
Parisi: „Viel besser hätte mein Einstand in Seckenheim wirklich nicht laufen können. Aber ich muss mich auch bei der Mannschaft bedanken, denn ohne meine Mitspieler könnte ich mich nicht so präsentieren.“ Was er kann, zeigte er auch am vergangenen Wochenende im Heimspiel gegen den SC Reilingen, einen weiteren ambitionierten Verein in der A-Klasse.
Beim 4:2-Sieg erzielte Parisi zwei Treffer. Und zwar nicht irgendwelche, nein, er besorgte mit einem Doppelpack (1. und 7. Minute) die frühe Führung, legte quasi den Grundstein zum dritten Dreier im vierten Spiel. Für Reilingen war es zudem die erste Saisonniederlage.
Doch zurück zu Parisi. Was zeichnet ihn denn aus? Was hat er, was andere nicht haben? Kurze Antwort: Eine Extraportion Killerinstinkt. Der Knipser: „Eigentlich rede ich ja nicht so gerne über mich selbst, aber ich würde schon sagen, dass ich meine Torchancen einfach nutze, wenn ich sie habe. Ich überlege dann nicht lange und schieße einfach.“
Wichtig ist für ihn auch, dass es Spaß macht. Und das macht es in Seckenheim wieder. Dort stimmt die Chemie, vergessen ist der Ärger, den er einst kurz vor seinem Abschied in Rohrhof hatte: „Ich fühle mich richtig wohl hier. Sie haben mich super aufgenommen.“ Der Kontakt kam übrigens über Seckenheims Trainer Andres Medina Lopez zustande. Parisi erklärt: „Wir arbeiten beide in der gleichen Firma und da haben wir uns dazu entschlossen.“
Und was ist nun drin in dieser Saison?
Seckenheim ist oben dabei, könnte sich am Ende gar die Krone aufsetzen. Parisi sieht es ähnlich: „Ganz ehrlich, ich bin der Meinung, dass uns eigentlich keiner stoppen kann, wenn wir wirklich das zeigen, was wir können und unser Potenzial voll abrufen. Allerdings müssen wir auch immer die Anweisungen von unserem Trainer befolgen. Dann sind wir definitiv ein Kandidat für die Top Drei.“
Das Fernziel ist jedenfalls die Kreisliga. Dorthin würde Parisi gerne mal wieder zurückkehren und auch dort seinem großen Idol Mario Balotelli nacheifern. Aber warum eigentlich gerade Balotelli? Der hatte zuletzt – im Gegensatz zu ihm – ja verstärkt mit Ladehemmungen zu kämpfen. „Na, weil er von seiner Spielweise her ein ähnlicher Typ ist wie ich. Auch ein wenig durchgedreht und manchmal eben auch ein Hitzkopf, das muss als Stürmer eben nicht immer schlecht sein.“ Stimmt!
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