Patrick Rittmaier am Ball. Der Angreifer hat sich wieder dem SC Reilingen angeschlossen. Für die Kreisklasse A ist Rittmaier ein Ausnahmestürmer. Bild: SPK
Sportkurier-Serie (24) – „Die Rittmaier’s“ wollen den SC Reilingen weit oben positionieren
Archiv Kreisklasse (Fußball) | erstellt am Do. 06.08.2015
„Eine Platzierung unter den Top 4 der Liga wäre eine gute Sache“, das sagt Thomas Rittmaier, der Trainer des SC 08 Reilingen, der mit seiner Mannschaft in der Mannheimer Kreisklasse A, Staffel I, auf Punktejagd geht.
Man hat sich beim SCR verstärkt / Klefenz reaktiviert – Patrick Rittmaier zurück
Und die Vorzeichen für sein Vorhaben stehen nicht schlecht. Denn der SCR konnte sein Personal halten und sich sogar noch punktuell verstärken. Vor der letzten Saison war das anders. Da standen für zwei Mannschaften gerade mal 28 Spieler zur Verfügung. Damals machte sich vereinzelt Panik breit, manche sprachen gar von einem bevorstehenden Abstieg.
Doch Rittmaier bekam es hin, baute unter anderem auch den einen oder anderen Flüchtling aus Gambia in die Erste ein. „Wir konnten uns dann relativ schnell stabilisieren“, erinnert sich der Trainer, „und unter dem Strich waren wir dann am Schluss natürlich auch mit dem sechsten Platz sehr zufrieden.“
Aktuell ist Rittmaier gerade dabei sieben Neuzugänge in den Kader zu integrieren
Vom FV Hockenheim heuern Jascha Fellinger und Alexander Schubert in Reilingen an. Fellinger ist Torhüter, Schubert Defensivspieler. Ebenfalls neu dabei sind Pascal Klefenz, der reaktiviert wurde, Robert Zenuni, der zuletzt für die Reserve der TSG Eintracht Plankstadt II die Fußballschuhe schnürte, Michael Metzler und Marcel Waas, die beim SV Schwetzingen II unter Vertrag standen und nicht zu vergessen Patrick Rittmaier, der Sohn des Trainers.
Er spielte bis Januar 2015 für ein halbes Jahr beim FV Fortuna Heddesheim und soll in Reilingen zu einer wichtigen Stütze werden. Denn er bringt einiges mit, kann sowohl den Denker und Lenker als auch den Kämpfer geben.
Dass man gemeinsam zu einigem fähig ist, bewies Reilingen nun kürzlich auch in einem Testspiel gegen die SpVgg Oberhausen (Kreisliga Bruchsal), das der A-Ligist mit 2:0 gewinnen konnte, nachdem man noch wenige Tage zuvor gegen die zweite Vertretung der Oberhausener 7:5 verloren hatte. Florian Laier (83.) und Patrick Rittmaier (90.) trafen. „Das hat mir spielerisch wirklich schon sehr gut gefallen“, berichtet Thomas Rittmaier: „Denn Oberhausen ist sicher keine schlechte Mannschaft.“

Trainer Thomas Rittmaier will sein Team weit oben in der Tabelle positionieren. Foto: Berno Nix.
Überwerten will der Trainer solche Testspiele aber nicht
Entscheidend wird sein, wie Reilingen in die Saison startet. Kommt man gut rein, ist vieles möglich, läuft es eher schleppend, muss man schauen. „Im ersten Spiel treffen wir auf den VfL Neckarau II, da würden wir natürlich gerne erfolgreich starten“, betont Rittmaier. In Sachen Spielsystem hat er klare Vorstellungen. Sich nach dem Gegner zu richten, ist nicht sein Ding.
Rittmaier: „Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein Freund des Offensiv-Fußballs bin. Und so werden wir dann auch auftreten.“ Was aber nicht heißen soll, dass man ins offene Messer laufen wird. Aktuell wird alles genau einstudiert, um auch die Neuen auf Linie zu bringen.
Einen absoluten Topfavoriten auf den Titel sieht Rittmaier diesmal nicht. Er hat vielmehr zwei Teams auf der Rechnung, die es wohl unter sich ausmachen werden: Den SV Seckenheim und Neulußheim. „Sie sind beide sehr spielstark und gerade Seckenheim, wo Andres Medina Lopez einen sehr guten Job macht, hat sich wirklich sinnvoll verstärkt.“
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