Wer kommt nach Armin Veh?

Wer kommt nach Armin Veh?

Wer kommt nach Armin Veh?

Archiv 1. Bundesliga (Fußball) | erstellt am So. 04.05.2014

Mit Roger Schmidt (Red Bull Salzburg) hatte sich zwar schnell ein Favorit herauskristallisiert, doch dieser gab Frankfurt einen Korb und wechselt nach einen kurzen Wechseltheater nach Leverkusen.

Aus der Sicht von Schmidt ist dies sogar nachvollziehbar. Mit einem Vertrag bis 2016 war er in Salzburg ausgestattet und war in einer Situation, die sich viele Trainer wünschen würden: Dank Red Bull Gründer Dietrich Mateschitz hat er einen großen finanziellen Spielraum, gerade wurde er österreichischer Meister und dürfte in der Champions League mitspielen. In Leverkusen wird er ähnliche Möglichkeiten vorfinden, während Frankfurt es auch durch die eigenen Leistung auf dem Feld verpasst hat den Klassenerhalt und somit den Vertrag mit Schmidt perfekt zu machen.

 

Roger Schmidt bevorzugte das Angebot von Bayer Leverkusen

Denn keinesfalls wollte der Trainer in die Gefahr laufen den Posten in Salzburg gegen einen Zweitligajob mit finanziell sehr begrenzten Möglichkeiten einzutauschen. Ohnehin muss man sich fragen, was Schmidt am Engagement bei der Eintracht besonders gereizt hat -und dies verdeutlicht auch das Problem der Frankfurter bei ihrer Trainersuche. In Frankfurt würde der neue Trainer einen Kader übernehmen hinter dem mehrere Fragezeichen stehen. Leistungsträger wie Joselu oder Tranquillo Barnetta sind nur ausgeliehen, Sebastian Rode wird zum FC Bayern München wechseln, Sebastian Jung und Kapitän Pirmin Schwegler beschäftigen sich mit Angeboten anderer Vereine.

Foto: Armin Veh leistete bei der Frankfurter Eintracht hervorragende Arbeit. In seine Fußstapfen zu treten, wird für einen Nachfolger nicht einfach.


Dazu soll auch Torwart Kevin Trapp von Vereinen aus Italien umworben sein. Schlimmstenfalls tritt ein neuer Trainer seine Stelle in Frankfurt an und hat zwar Leistungsträger wie Alex Meier, Stefan Aigner, Carlos Zambrano, Marco Russ oder Bastian Oczipka zur Verfügung, muss aber auf den wichtigen Positionen im defensiven Mittelfeld und dem Tor nachlegen – und dies mit sehr geringen finanziellen Mitteln.

 

Einige bekannte Namen kursieren in Frankfurt

Aus Sicht der Eintracht ist dies eine Katastrophe. Wochenlang hatte man um Schmidt geworben und war sich der Unterschrift des Trainers fast schon sicher, bevor auf einmal Leverkusen in den Poker einstieg und zuschlug. Die Eintracht muss nun einen anderen Kandidaten davon überzeugen, dass er der Wunschtrainer der Frankfurter ist, nachdem diese sich öffentlich schon auf Schmidt festgelegt hatte. Namen wie Thomas Schaaf, Bruno Labbadia, Thorsten Fink oder Markus Babbel geisterten schon kurz nach der Zusage von Schmidt zu Leverkusen wieder durch Frankfurt.

Jedoch soll die Führungsspitze im Aufsichtsrat mehr daran interessiert sein einen jungen, frischen Trainer zu installieren. Dieser soll ein akribischer Arbeiter sein, der wie Veh auf ein ausgeklügeltes Offensivsystem setzt. Auch die jungen Spieler im Verein soll der neue Trainer fördern, was für Talente wie Marc-Oliver Kempf, Marc Stendera, Luca Waldschmidt oder das ewige Talent Sonny Kittel eine gute Nachricht sein könnte.

Doch könnte dies noch für Ärger bei der Eintracht sorgen, denn Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen soll eher einen bundesligaerfahrenen Kandidaten bevorzugen. Dies würde wieder für Schaaf sprechen, der zudem der Wunschkandidat für viele Fans ist und als geeignetster Trainer angesehen wurde nachdem Veh seinen Abschied verkündete.

 

Fotos: Marc Schüler

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