Planungssicherheit erleichterte Personalplanungen - Manager Rosen hat alle Hände voll zu tun

Planungssicherheit erleichterte Personalplanungen - Manager Rosen hat alle Hände voll zu tun

Planungssicherheit erleichterte Personalplanungen – Manager Rosen hat alle Hände voll zu tun

Archiv 1. Bundesliga (Fußball) | erstellt am Do. 22.05.2014

Foto: Der nach Bayer Leverkusen ausgeliehene Eren Derdiyok wird für 2,5 Mio Ablöse in die Türkei transferiert.

Der Besuch in Indien, mit Unterstützung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und Hauptsponsor SAP, wurde als Abschluss einer anstrengenden und zugleich erfolgreichen Saison mit Platz neun gesehen.

Aufgrund der Weltmeisterschaft in Brasilien beginnt die Trainingsvorbereitung für die Saison 2014/15 erst am 6. Juli. Auftakt der siebten Erstligasaison der Kraichgauer ist am 22. August. Für Alexander Rosen, Direktor für Profifußball bei der TSG, ist Urlaub momentan ein Fremdwort. Er bastelt akribisch und intensiv an der Kaderplanung für die neue Runde. Das Hauptaugenmerk wird dabei vor allem auf die Defensive gelegt. 70 Gegentreffer in 34 Ligaspielen waren zuletzt außergewöhnlich viel. Gerade hier möchte man nun personelle Korrekturen vornehmen.

Nach Torhüter Oliver Baumann vom SC Freiburg und Defensivmittelfeldspieler Pirmin Schwegler von Eintracht Frankfurt wurde mit Ermin Bicakcic, von Absteiger Eintracht Braunschweig, ein Verteidiger verpflichtet. Bicakcic, der sowohl in der Innen- als auch Außenverteidigung spielen kann, soll zur Stabilisierung der Hintermannschaft beitragen.

Ermin Bicakcic kommt von Eintracht Braunschweig

Für den 24-Jährigen ist der Wechsel zur TSG eine Rückkehr in die Heimat. Aufgewachsen in Heilbronn, ging er im Alter von 16 Jahren zum VfB Stuttgart, wo er ausgebildet wurde und seine ersten Bundesliga-Einsätze bekam. Bicakcic freut sich vor allem auf Trainer Markus Gisdol, der schon beim VfB sein B-Jugend-Trainer war. Zudem spielte er zu dieser Zeit zusammen mit Sebastian Rudy und Boris Vukcevic. Nachdem ihm der Durchbruch verwährt blieb, wechselte er im Januar 2012 nach Braunschweig. Beim Zweitligisten avancierte er auf Anhieb zum unverzichtbaren Stammspieler. In der Aufstiegssaison 2012/13 stand er in allen Partien über die volle Spielzeit auf dem Feld. In der abgelaufenen Saison kam er zu beachtlichen 31 Einsätzen, erzielte dabei einen Treffer. Bicakcic, der zusammen mit 1899-Profi Sejad Salihovic im aktuellen WM-Kader von Bosnien-Herzegowina steht, erhält bei den Kraichgauer einen bis 30. Juni 2017 datierten Vertrag. Die Ablösesumme soll, aufgrund einer Ausstiegsklausel, bei 400.000 Euro liegen. Sicherlich ein Schnäppchenpreis für einen WM-Teilnehmer.

Rosen ist nicht nur überzeugt davon, dass der variabel einsetzbare Defensivspieler mit seiner Klasse der Hintermannschaft mehr Stabilität verleihen wird, sondern auch begeistert von dessen Leidenschaft, die er bei Braunschweig in der abgelaufenen Saison eindrucksvoll demonstriert hat: „Die Berufung in den Kader für die Weltmeisterschaft in Brasilien, ist die logische Konsequenz für seine Leistungen.“

Die weit fortgeschrittene, frühe Kaderzusammenstellung ist der frühzeitigen Planungssicherheit geschuldet. Während vor einem Jahr zu diesem Zeitpunkt erst der Klassenerhalt nach dem Relegationserfolg gesichert war, konnten die Verantwortlichen nun viel früher ihre Arbeit beginnen. Um den Mannschaftskader auf gewünschte 24 Spieler und drei Torhüter zu minimieren, bedarf es aber noch jeder Menge (Überzeugungs-)Arbeit. Für Rosen gilt es Stück für Stück die Altlasten der Vergangenheit abzuarbeiten und die Vielzahl an Profis, die an andere Vereine ausgeliehen sind, zu verkaufen oder erneute Leihverträge abzuschließen.

Eren Derdiyok für 2,5 Millionen Ablöse in die Türkei

Ein Teilerfolg ist dabei mit dem Verkauf von Eren Derdiyok zum türkischen Süper Lig Club Kasimpasa SK Istanbul gelungen. Der 26 Jahre alte Stürmer, mit sehr gut dotiertem Vertrag bis Sommer 2016, kam vor zwei Jahren für 5,5 Millionen Euro aus Leverkusen. Derdiyok konnte die hohen Erwartungen in Hoffenheim nicht erfüllen, erzielte in 20 Spielen nur ein Tor und wurde 2013 in die Trainingsgruppe 2 abgeschoben. In der vergangenen Rückrunde war er für ein halbes Jahr nach Leverkusen ausgeliehen.

In Anbetracht seiner sportlichen Entwicklung, sind 2,5 Millionen Euro Ablöse aus der Türkei noch eine ansprechende Summe, zumal er noch nicht einmal mehr im WM-Aufgebot der Schweiz steht. Damit auch bei den anderen offenen Personalstellen eine ähnlich positive Einigung zustande kommt, ist viel Fleißarbeit und vor allem auch Glück von Nöten.

Foto: Rhein-Neckar Picture

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