Kann 1899 seine Erfolgsbilanz beim

Kann 1899 seine Erfolgsbilanz beim "Lieblingsgegner" fortsetzen?

Kann 1899 seine Erfolgsbilanz beim „Lieblingsgegner“ fortsetzen?

Archiv 1. Bundesliga (Fußball) | erstellt am Fr. 21.02.2014

Foto oben: Sven Schipplock lässt sich nach seinen beiden Treffern gegen den VfB Stuttgart feiern.

Eine schwere, aber nicht unlösbare Aufgabe, zu der rund 500 Hoffe-Fans die Mannschaft an den Niederrhein begleiten. Die Kraichgauer können dabei auf eine bemerkenswerte Erstliga-Bilanz mit sechs Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen blicken. Vorsicht vor voreiliger Überschätzung, damit kennt man sich bei der TSG inzwischen aus, ist auf alle Fälle geboten.

Trainer Markus Gisdol hält von Statistiken wenig: „Aufgrund unserer noch jungen Bundesligahistorie kann man noch nicht von Statistiken reden. Erst wenn man mal 25 Spiele gegen einen Gegner nicht gewinnt, kann man einen Blick auf die Statistik werfen.“ Für den Hoffenheimer Übungsleiter zählt der VfL zu den sechs Top-Teams der Liga: „Man darf nicht auf die letzten Ergebnisse blicken. Ich schätze die Arbeit der letzten Jahre von Trainer Lucien Favre und Manager Max Eberl sehr. Sie haben eine tolle Entwicklung mit der Mannschaft genommen. Doch auch wir sind gut drauf und wollen unsere Chance suchen.“

Foto: Archivbild – Szene aus 1899 Hoffenheim – Bor. M’Gladbach Saison 12/13.

Der Coach kann personell wieder aus dem vollen schöpfen. Für den Gelb gesperrten Eugen Polanski wird Sebastian Rudy in die Startformation kommen. Weitere Änderungen sind eher unwahrscheinlich.

Ähnlichkeiten zwischen beiden Mannschaften sieht Gisdol wenige: „Gladbach stellt mit seinem 4-4-2 System eine vielbeinige Abwehr, die den Gegner zu Fehlern zwingt. Zudem legen sie in der Spielanlage Wert auf viel Ballbesitz. Wir agieren durch aggressives, frühes Pressing mit schnellem Umschaltspiel nach vorn. Während die Borussen eher den Passweg erlaufen, suchen wir den direkten Zugriff zum Gegner.“

Besonders reizvoll dürfte die Partie im Borussia-Park für Fabian Johnson werden. Nachdem der US-Nationalspieler bekannt gab, die TSG am Saisonende zu verlassen, ist damit zu rechnen, dass er das Vertragsangebot der Borussia annehmen wird. Gegenüber dem Sport-Kurier hält er sich noch distanziert: „Das Spiel in Gladbach wird für mich zu einem Spiel wie jedes andere auch. Bis jetzt habe ich mich noch nicht festgelegt, wohin ich in der nächsten Saison wechseln werde.“
Erleichterung auch bei Innenverteidiger Niklas Süle (Foto oben), nachdem sich die TSG etwas von den bedrohten Abstiegsrängen distanzieren konnte: „Auf Platz zehn können wir nun etwas lockerer sein, dennoch denke ich, dass wir noch nicht aus den Abstiegskampf heraus sind. Wir müssen in Mönchengladbach da anknüpfen, wo wir gegen Stuttgart aufgehört haben. Unser Ziel sind drei Auswärtspunkte.“

Gefeierter Held gegen Stuttgart war der zweifache Torschütze Sven Schipplock (Foto unten). Der Stürmer gegenüber dem Sport-Kurier: „Unsere Priorität war seit Saisonbeginn, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. In den letzten drei Spielen ist uns das, mit sieben Punkten, perfekt gelungen. In Gladbach steht uns eine große Aufgabe bevor.“ 

An technischen Defiziten hat der gebürtige Reutlinger durch Zusatzschichten nach dem Training gearbeitet: „Ich arbeite seit einiger Zeit verstärkt in Extraschichten an Ballannahme, Passspiel und Torschüssen. Für einen Stürmer ist der erste Ballkontakt enorm wichtig, daran trainiere ich.“ Jetzt möchte der Schwabe auch zusätzliche Einheiten im neuen „Footbonauten“, der kleinen 1899-Hightech-Arena absolvieren. Aufgrund seiner Archillessehnenproblemen mied er bislang die Ballmaschine und den harten Hallenboden. Damit weitere Tore folgen, wird Schipplock jetzt zum „Hallen-Ballerkönig“.

Fotos: Rhein-Neckar Picture

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