Hoffenheim bastelt eifrig am neuen Spielerkader und am Vereinsnamen

Hoffenheim bastelt eifrig am neuen Spielerkader und am Vereinsnamen

Hoffenheim bastelt eifrig am neuen Spielerkader und am Vereinsnamen

Archiv 1. Bundesliga (Fußball) | erstellt am Do. 15.05.2014

Bislang konnten Pirmin Schwegler aus Frankfurt, Janik Haberer aus Unterhaching und Oliver Baumann aus Freiburg verpflichtet werden. Bis zu drei weitere Neue sollen noch kommen.

Ob nach der Verpflichtung von Torhüter Oliver Baumann der bisherige 1899-Keeper Jens Grahl seinen bis 2016 bestehenden Vertrag erfüllen wird, ist noch unklar. In den zurückliegenden Saisonspielen konnte er mit sehr guten Leistungen überzeugen und sich für höhere Aufgaben empfehlen. Dass sich Grahl wieder mit der Reservistenrolle abfinden wird, scheint eher unwahrscheinlich. Mit Koen Casteels (Vertrag bis 2017), der noch bis Herbst nach seinem Schienbeinbruch ausfällt, und Alexander Stolz stehen zwei weitere Keeper im Kader. Man darf gespannt sein, wie sich Hoffenheims Torhüterkarussell weiter dreht, da nur mit drei Keepern geplant ist.

Foto: Spielt Keeper Jens Grahl auch noch kommende Saison für die TSG Hoffenheim? Mit Oliver Baumann hat man ihm große Konkurrenz vor die Nase gesetzt.

Laut Informationen der Sportzeitschrift kicker hat die TSG großes Interesse an der Verpflichtung des Braunschweiger Verteidiger Ermin Bicakcic. Dem 24-jährige Bosnier soll ein konkretes Angebot vorliegen. In Braunschweig ist man sich klar, dass man nach dem Abstieg Bicakcic kaum noch halten kann, zumal er im WM-Kader für Bosnien steht. Der Marktwert liegt derzeit, laut transfermarkt.de, bei 2,5 Millionen Euro. Dieser kann mit guten Leistungen in Brasilien, an der Seite des Hoffenheimer Sejad Salihovic, noch schnell nach oben tangieren. In seinem noch ein Jahr laufenden Vertrag soll, im Abstiegsfall, eine festgeschriebene Ablöse von 600 000 Euro verankert sein.

Foto: Der nach Frankfurt ausgeliehene Joselu hat kein Interesse wieder für die Hoffenheimer zu spielen. Holt ihn Armin Veh zum VfB Stuttgart?
Die Heimholaktion, des nach Frankfurt ausgeliehenen Spaniers Joselu, scheint problematisch zu werden. Joselu signalisierte gegenüber Alexander Rosen, dass er, trotz Vertrages bis 2016, nicht mehr für die TSG spielen werde. Der stolze Spanier verzeiht den Kraichgauern nicht, dass er vor einem Jahr in die Trainingsgruppe 2 abgeschoben wurde. Erst durch das einjährige Ausleihgeschäft konnte er bei den Hessen wieder Fuß fassen und zu alter Stärke zurückfinden. Bei der TSG sieht man diese Situation gelassen, geht davon aus, dass Joselu beim Trainingsaustakt am 3. Juli in Zuzenhausen dabei ist.

Anfragen soll es für den 24-jährigen Stürmer reichlich geben. Die Nordbadener möchten die vor zwei Jahren bezahlte Sechs-Millionen-Ablöse an Real Madrid wieder haben. Was für Frankfurt sicherlich unrealistisch erscheint, könnte eher Stuttgart stemmen. Der neue VfB-Trainer Armin Veh soll Interesse signalisiert haben, Joselu an dessen schwäbischen Geburtsort zurück zu holen.

Foto: 1899-Geschäftsführer Peter Rettig: „Wir wollen in Zukunft als TSG und nicht als 1899 wahrgenommen werden.“


In einem Bild-Interview blickte 1899-Geschäftsführer Peter Rettig positiv auf eine erfolgreiche Zukunft. Auch in der nächsten Saison möchte man auf alle Fälle nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Durch gezielte Verstärkungen soll es eher erfolgreich in die obere Tabellenhälfte gehen. Rettig: „Stagnation bedeutet Rückschritt. Die Europa-League ist nicht geplant, aber auch nicht unmöglich. Wir werden weiter versuchen junge Fußballer zu finden, um sie dann zu Top-Spielern weiterzuentwickeln.“

Für den Leiter der Geschäftsführung, der schwerpunktmäßig für die Bereiche Sport, Marketing/Vertrieb und Kommunikation verantwortlich ist, sind die Spielweise und der Charakter der Mannschaft die wesentlichen Unterschiede zur Saison 2012/13, als man kurz vor dem Abstieg stand: „Wir definieren uns über den Fußball, deshalb müssen wir alles daran setzen, die Qualität unseres Kaders oben zu halten. Wir wollen nachhaltig attraktiven Fußball spielen“, betonte er gegenüber bild.

Rettig macht aufgrund seiner öffentlichen Wahrnehmung im Umfeld des Vereins kein Geheimnis daraus, dass er in Bezug zum Vereinsnamen viel lieber von der TSG als über 1899 spricht: „Wir wollen in Zukunft als TSG und nicht als 1899 wahrgenommen werden.“

Foto 1-3 Rhein-Neckar Picture   Foto 4 BWA

zurück