Bild: Siegfried Lörz Kraichgaufoto

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Vorbild für die Männer ++ Hoffes Frauen mischen in der Bundesliga vorne mit

Fussball | erstellt am Di. 16.02.2021

Während Oliver Baumann und Co. nach all den Coronafällen im Team nicht so richtig in Fahrt kommen, mischt die Mannschaft von Trainer Gabor Gallai ganz vorne mit im Tableau. „Hoffe“ belegt hinter den Schwergewichten FC Bayern München und VfL Wolfsburg derzeit einen hervorragenden 3. Tabellenplatz.

Ein Sonderlob hat sich diesbezüglich auch Gallai verdient, der erst seit vergangenem Sommer den Cheftrainerposten innehat. Zuvor war er als Co-Trainer tätig. In Hoffenheim hat er ein schweres Erbe angetreten. Er übernahm den Job von Jürgen Ehrmann, der große Verdienste um den Hoffenheimer Frauen-Fußball hat. Doch auch unter Gallai scheint es weiter aufwärts zu gehen. Dementsprechend zufrieden ist Gallai auch mit dem bisherigen Saisonverlauf: „Einen wichtigen Schritt haben wir definitiv im mentalen Bereich gemacht. Trotz des schwierigen Saisonstarts haben wir uns nicht von unserem Weg abbringen lassen und sind ruhig geblieben. Wir hatten mit einigen Widrigkeiten wie Verletzungen zu kämpfen, haben aber fleißig weitergearbeitet“, wird er kurz vor der Winterpause auf der Vereinshomepage zitiert.

TSG 1899 Hoffenheim vs. Bayer Leverkusen – vorne Nicole Billa (TSG 1899 Hoffenheim) jubelt nach ihrem Tor zum 6:0. Bild: Siegfried Lörz

Und wenn es sportlich läuft, regelt sich der Rest zwar nicht von selbst, fällt aber sicher leichter, was sich auch bei Vertragsgesprächen zeigt. So wurde kürzlich beispielsweise der Kontrakt mit Nicole Billa verlängert. Die 24-Jährige wird bis 2023 weiter für die TSG stürmen – und das hätte sie sicher auch problemlos woanders auf höchstem Niveau tun können. Wie wertvoll sie ist, verdeutlicht ein Blick auf ihre Statistik. Zum Zeitpunkt der neuerlichen Vertragsunterschrift hatte Österreichs Fußballerin des Jahres 2019 62 Tore in 121 Pflichtspielen erzielt.

Dementsprechend stolz war man in Hoffenheim über die Zusage. Ralf Zwanziger, der bei der TSG als Abteilungsleiter Frauenfußball fungiert, sprach von einer „absoluten Leistungsträgerin und Führungsspielerin“, die Hoffenheim mit ihrer Qualität bereits weit nach vorne gebracht hätte. Auch Paulina Krumbiegel hat ein neues Arbeitspapier unterschrieben. Das Eigengewächs, das schon mit 11 Jahren nach Hoffenheim kam, hat bis 2022 verlängert. Ihr Werdegang spricht für sich.

Pauline Krumbiegel hat bei der TSG ihren Vertrag verlängert. Bild: Siegfried Lörz

Die 20-jährige debütierte im September 2020 in der deutschen Nationalmannschaft. In Hoffenheim ist man sich sicher, dass die Außenbahnspielerin noch längst nicht an ihrem Leistungsmaximum angekommen ist. Wie wichtig Billa für die TSG ist, bewies sie prompt zum Start in die Restrückrunde gegen Leverkusen, das ebenfalls zu den stärkeren Teams in der Liga zählt. In Hoffenheim gab es dennoch eine Lehrstunde. „Hoffe“ siegte mit 6:0, 3 Tore gingen dabei auf das Konto von Billa. Fakt ist: Rufen die Hoffenheimer Frauen ihr Potential weiterhin so konzentriert ab, dürfte der als Saisonziel ausgegebene 3. Tabellenplatz problemlos zu realisieren sein.

 

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