Foto: Alfio Marino
Was ist drin in der Höhle der Löwen? Der SV Waldhof muss beim TSV 1860 München ran
3. Liga | erstellt am Do. 02.04.2026
sport-kurier. Es ist ein Duell zweier Traditionsvereine, das in der Vergangenheit schon viele Geschichten geschrieben hat. Am Samstag kommt eine weitere hinzu. Denn um 14 Uhr gibt der SV Waldhof Mannheim seine Visitenkarte an der Grünwalder Straße ab, der Heimspielstätte des TSV 1860 München. Die Rollen vor der Partie sind jedenfalls klar verteilt, während es für die „Buwe“, die als Tabellenneunter mit 45 Punkten anreisen, im Saisonendspurt um nichts mehr geht, weil sie im Niemandsland der Tabelle rangieren, träumen die Münchner „Löwen“ noch vom Aufstieg.
Die Chancen sind nicht die besten, aber abgeschrieben dürfte 1860 die Rückkehr in die 2.Liga noch nicht haben. Mit 49 Zählern beträgt der Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz, den der SC Verl belegt, 5 Punkte – und auch zum momentanen Rangzweiten Rot-Weiß Essen sind es nur 6 Punkte.
Man könnte es deshalb auch so formulieren: Möchten die Münchner, die im Schatten des großen Stadtrivalen FC Bayern stehen, tatsächlich noch einmal oben reinschnuppern, muss die Hürde SVW möglichst mit einem „Dreier“ genommen werden. Überhaupt zählte 1860 vor Saisonbeginn klar zu den Aufstiegskandidaten. Gewissermaßen waren sie der Topfavorit schlechthin, was mit den vielen Neuzugängen zusammenhing, die auch sehr namhaft waren. Allen voran Ex-Nationalspieler Kevin Volland und Florian Niederlechner, die beide zum TSV zurückkehrten und zwischenzeitlich Karriere machten. Bäume ausgerissen haben die Angreifer bis dato aber keineswegs. Volland hat 4 Tore bei 26 Drittligaeinsätzen auf der Habenseite, Niederlechner in 21 ganze 2.
Der SVW reist natürlich nicht an, um abzuschenken. Chefcoach Luc Holtz möchte von seinem Personal wieder gute Leistungen sehen, und die müssen die Spieler auch zeigen. Schließlich ist bei dem ein oder anderen die Zukunft noch gänzlich ungeklärt. Manch einer hofft noch auf ein neues Arbeitspapier in Mannheim. Eigenwerbung ist also gefragt. Jascha Brandt, Lucien Hawryluk, Arianit Ferati und Sascha Voelcke können die nicht machen. Das Quartett muss weiterhin verletzt pausieren. Holtz geht zuversichtlich auf die Reise gen München. Der Coach betont: „Die Trainingswoche war gut. Wir haben zwei 2 Siege im Rücken, das ist immer gut für das Selbstvertrauen. Dadurch stehen wir auch im Pokalfinale.
In dieser Woche haben wir uns auf das Spiel in München vorbereitet. Es ist ja auch Englische Woche, da warten 3 schöne Spiele auf uns.“ Nach München geht es am Dienstag daheim gegen die Bundesligareserve von 1899 Hoffenheim (19 Uhr) und am Samstag (Anpfiff ist um 14 Uhr) – ebenfalls im Carl-Benz-Stadion – gegen den Aufstiegskandidaten MSV Duisburg. Die Vorfreude scheint auch bei den Anhängern groß zu sein, denn die Unterstützung wird nicht nur bei beiden Heimspielen groß sein. Nach München reisen 1500 Waldhof Anhänger mit, was bedeutet, dass der Gästeblock restlos ausverkauft sein wird.
Vor den „Löwen“ hat Holtz Respekt: „Wir wissen um ihre Qualität. Sie sind sehr stabil in der Defensive und haben sehr gute Umschaltspieler.“
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