Julian Rieckmann (SV Waldhof Mannheim, 21) im Duell mit Max Reinthaler (16, TSV) beim SV Waldhof Mannheim - 1860 München am 25.10.25 in Carl Benz Stadion, Mannheim. Foto: Alfio Marino
Warum der SV Waldhof auf der Sechserposition noch den größten Bedarf hätte
3. Liga | erstellt am Mi. 21.01.2026
sport-kurier. Es war eine Nachricht, die sich in den letzten Tagen angedeutet hatte, weil Luc, der als Trainer des SV Waldhof Mannheim fungiert, angedeutet hatte, dass die Kurpfälzer noch einmal im Angriff nachlegen möchten. Am Mittwochmittag wurde es jetzt Gewissheit: Der Drittligist, der am vergangenen Wochenende eine krachende 2:5 Klatsche beim Tabellenführer SC Verl kassiert hat, verstärkt sich mit Lovis Bierschenk. Das ist ein hochtalentierter Stürmer, der sich auf der rechten Seite besonders wohl fühlen soll und zuvor in der Regionalliga für den FSV Mainz 05 gespielt hat.
Bierschenk ist somit eine Art Nachfolger von Kennedy Okpala und Nicklas Shipnoski, die die Blauschwarzen in der Winterpause verlassen haben. Nichtsdestotrotz erschließt sich der Transfer nicht jedem, denn so wertvoll Bierschenk auch sein kann, in der Offensive hat der SVW bereits einige Spieler im Kader.
Nimmt man sich die letzte Leistung in Verl als Maßstab, drückt der Schuh ehrlicherweise eher im Mittelfeld. Dort fehlt es an der nötigen Stabilität. In der Regel gibt Janne Sietan hier den Alleinunterhalter auf der Sechserposition. Häufig wird ihm der Franzose Diego Michel zur Seite gestellt, aber er war in den letzten Wochen und Monaten, also auch schon vor der Winterpause, häufig nicht in der Lage zu spielen, weil es ihm muskuläre Probleme nicht erlaubt haben.
Steht er auf dem Platz ist er jedoch auch nicht der klassische Stabilisator. Michel hat seine größten Stärken eher im Spiel nach vorne und auch hier ist die Konkurrenz groß bei den Mannheimern. Arianit Ferati oder Vincent Thill, vielleicht auch noch ein Masca, sind hier ebenfalls für kreative Momente verantwortlich oder sollen es zumindest sein.
Klassische Sechsertypen gibt es noch zwei. Zum einen Julian Rieckmann und zum anderen Maximilian Thalhammer. Rieckmann bekam in der Hinrunde viele Chancen, konnte aber selten wirklich komplett überzeugen. Im Sommer hatte man große Hoffnungen auf ihn gesetzt und verlängerte mit ihm seinen Vertrag. Was beim SVW in der Vergangenheit eher selten vorkam. Zurzeit bremst Rieckmann auch eine Verletzung aus. Er hat Probleme mit den Rippen. Eine genaue Diagnose des Vereins wurde nicht veröffentlicht, doch es heißt, es könnte sich um einen Bruch handeln.
Thalhammer war ebenfalls häufig verletzt in der Hinserie, wenn er einsatzbereit war, setzte Holtz jedoch auch kaum auf ihn. Noch ist das Transferfenster bis zum 2. Februar 2026 geöffnet. Und es dürfte sicher auch noch der ein oder andere Transferplan in der Schublade liegen. Ob es dabei auch um einen Sechser geht, wird sich zeigen. Im Fanumfeld ist man diesbezüglich natürlich auch verwöhnt. Schließlich hatte man in der jüngeren Vergangenheit sehr starke Spieler für diese Position. Man denke nur an einen Marco Höger oder auch einen Marco Schuster, der am Sonntag mit Hansa Rostock als Gegner ins Carl-Benz-Stadion kommen wird.
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