Fussball: 3. Liga, 29. Spieltag, VfL Osnabrück - SV Waldhof Mannheim (Bremer Brücke). Strafraumszene zwischen Ogbemudia, Oluwaseun (#5,SVW) und Fabinski, Robin (#27,VfL). Foto: IMAGO/STEINSIEK.CH.
VfL Osnabrück bezwingt den SV Waldhof Mannheim mit 4:1 (1:0)
3. Liga | erstellt am So. 15.03.2026
sport-kurier. Es war klar, dass es schwer werden würde, aber nicht, dass man mal wieder ordentlich eine auf die Mütze bekommen würde. Am Samstag musste sich der SV Waldhof Mannheim mit 1:4 (0:1) an der altehrwürdigen Bremer Brücke dem VfL Osnabrück beugen.
Alles in allem war es eine Niederlage, die hoch verdient war, aber nicht so hoch hätte ausfallen müssen. Denn bis zur Halbzeit zeigte der ersatzgeschwächte (neun Spieler standen Trainer Luc Holtz nicht zur Verfügung) SVW noch eine gute Leistung. Nach dem frühen Rückstand in der 11. Spielminute, als Waldhofs Schlussmann Thijmen Nijhuis einen Distanzschuss nur mittig abklatschen konnte und Kopacz den Abpraller annahm und ihn schnörkellos in den Torwinkel schoss, war es eine ausgeglichene Begegnung. Mannheim war mit dem Spitzenreiter auf Augenhöhe, verstand es aber nicht seine guten Ansätze auch im letzten Drittel so auszuspielen, dass man echte Torgefahr erzeugen konnte.
Osnabrück, das für sein gutes Umschaltspiel bekannt ist, befand sich lange in Lauerstellung und schlug auch in der zweiten Halbzeit wieder früh zu. Meißner profitierte von einem blitzsauberen Zuspiel in den Strafraum hinein und der Osnabrücker Angreifer blieb cool, ansatzlos schob er den Ball flach ins kurze Eck.
Spätestens jetzt war klar, dass hier für den SVW nichts mehr zu holen sein wird. Die Gäste probierten dennoch alles, um vielleicht doch noch einmal heranzukommen und genau, dass wurde ihnen zum Verhängnis. Denn sie vernachlässigten ihre defensiven Aufgaben oftmals und ließen den VfL einen Konter nach dem anderen laufen. Ein Muster, dass sich bei den Mannheimern in dieser Runde schon häufig gezeigt hat, wenn man verliert, dann meistens richtig und deutlich. Man könnte fast sagen, dass man mit wehenden Fahnen untergeht.
Dass unter dem Strich nur 2 weitere Treffer für die Hausherren dazu gekommen sind, muss man auch als glücklich für den Waldhof bezeichnen, denn Osnabrück hatte Chancen für 5, 6 Tore. Letztlich erhöhten erneut Meißner 3:0 (69.) und Fabinski (85.) nur auf 4:0, ehe den Blauschwarzen tief in der Nachspielzeit noch der Ehrentreffer durch Felix Lohkemper gelang.
„Es war ein verdienter Sieg, auch wenn wir in der ersten Halbzeit noch einige gute Aktionen nach vorne hatten“, konstatierte Waldhofs Chefcoach Luc Holtz. „Aber die Entscheidungen waren oft nicht gut. Wenigstens war das Spiel aber noch offen. In den zweiten 45 Minuten war es dann zu einfach für Osnabrück, das eine sehr stabile und reife Mannschaft ist.“ Timo Schultz, Osnabrücks Trainer betonte: „In der ersten Halbzeit habe ich auch ein ausgeglichenes Spiel gesehen. In der ersten Halbzeit hatte Waldhof einige gute Strafraumaktionen, die wir gut wegverteidigt haben.“
Waldhof: Nijhuis – Ba, Klünter, Hoffmann, Ogbemudia, Abifade (66. Mendes) – Rieckmann, Kryeziu (66. Thill), Michel (55. Asallari) – Lohkemper, Bierschenk (55. Masca).
Tore: 1:0 Kopacz (11.), 2:0 Meißner (54.), 3:0 Meißner (69.), 4:0 Fabinski (85.), 4:1 Lohkemper (90.+4).
Schiedsrichter: Grund (SV Haidlfing).