VfB Stuttgart II - SV Waldhof Mannheim, Großaspach, 20.02.2026, Fußball, 3. Liga, Saison 2025/2026; VfB Stuttgart II – SV Waldhof Mannheim (3:1). Noah Darvich (VfB Stuttgart II) am Ball. Bild: IMAGO/Sportfoto Rudel
Traditionsduell im Carl-Benz-Stadion – Der SV Waldhof erwartet Alemannia Aachen
3. Liga | erstellt am Fr. 27.02.2026
sport-kurier. Wenn der SV Waldhof Mannheim am Sonntag (Anpfiff ist um 13.30 Uhr) die Alemannia aus Aachen zum Punktspiel in der 3.Liga empfängt, dürften die Chancen auf einen Sieg nicht schlecht stehen. Zu diesem Schluss kommt man zumindest, wenn man die Tabelle als Maßstab nimmt. Doch für die Blauschwarzen ist Vorsicht geboten, denn obwohl die Kurpfälzer als Tabellenzehnter mit 36 Punkten 4 Zähler und ebenso viele Plätze vor den Kickern vom Tivoli stehen, kommen die Gäste mit reichlich Rückenwind ins Mannheimer Carl-Benz-Stadion. Aachen ist seit 5 Drittligapartien ungeschlagen und holte in dieser Zeit 11 Zähler.
Bei den „Buwe“ sind die Vorzeichen andere. Auf eine gute Serie (3 Begegnungen, 7 Punkte) folgte zuletzt ein 1:3 beim VfB Stuttgart II, bei dem die Mannheimer insbesondere vor der Pause nicht auf der Höhe waren.
Bezüglich des Personals sieht es dieses Mal besser aus, weil die gesperrten Spieler allesamt wieder zur Verfügung stehen. Doch es kamen weitere Ausfälle hinzu. Neben den Langzeitverletzten Sascha Voelcke (Schambein) und Jascha Brandt (Kreuzbandriss) muss Chefcoach Luc Holtz auch auf Tim Sechelmann verzichten. Der Innenverteidiger, der auch auf dem linken defensiven Flügel hin uns wieder eingesetzt wurde, plagt sich mit einer Muskelverletzung herum. Auch gegen den VfB stand er bereits nicht im Kader.
Hinzu kommt, dass noch hinter zwei Spielern Fragezeichen stehen, die in den letzten Matches gesetzt waren. Hierbei handelt es sich um Torsteher Thijmen Nijhuis – er musste zur Halbzeit gegen Stuttgart runter – und Maximilian Thalhammer. Nijhuis hat sich an der Kapsel im Knöchel verletzt und bei Thalhammer, der im defensiven Mittelfeld in den letzten Wochen überwiegend gute Leistungen gezeigt hat, gibt es von Vereinsseite keine Informationen zur Art der Verletzung.
Eine Schwächung wären beide. Allerdings hat man auf der Torhüterposition in Lucien Hawryluk einen wirklich guten Ersatz. Im defensiven Mittelfeld sieht es schon anders aus. Holtz bevorzugte im Zentrum in der jüngeren Vergangenheit stets eine doppelte Sechs. Thalhammer ackerte neben Janne Sietan, der nach seiner gelb-roten Karte in Cottbus wieder dabei sein wird und ohnehin stets gesetzt ist. Doch wer soll es gegen Aachen neben ihm richten. Die logische Folge wäre Julian Rieckmann. Der 25-jährige ehemalige Magdeburger fiel länger wegen einer Verletzung an den Rippen aus, gegen den VfB gab er ein durchwachsenes Comeback. Allerdings muss hier auch klar angeschnitten werden, dass Rieckmann als Innenverteidiger agieren musste, was für ihn eine ungewohnte Position ist.
Holtz erwartet eine schwere Aufgabe und betonte am Freitag: „Aachen hat momentan einen sehr guten Lauf. Das Spiel gegen Verl, wo sie 3 Punkte geholt haben, das sagt genug aus über die Qualität, die sie haben. Es liegt an uns, es besser zu machen als am letzten Freitag“, spielt der Luxemburger noch einmal auf die Pleite in Aspach gegen Stuttgart an.
Auf diese Begegnung wurde Holtz auf der Spieltagspressekonferenz auch noch einmal gezielt angesprochen. Wie er es denn finden würde, mit den 2. Mannschaften in der 3. Liga und dass Stuttgart dieses Mal auch Millioneneinkäufe eingesetzt hätte. Holtz hierzu: „Im Grunde ist es ein bisschen Wettbewerbsverzerrung. Denn die Qualität, die Stuttgart am Freitag auf dem Rasen hatte, die haben sie nicht gegen jeden Gegner auf dem Platz. Sie haben es gegen uns sehr gut gemacht.“
Doch das ist Schnee von gestern, es zählt nur die Alemannia und die reist trotz der sehr guten Ligaphase mit ein wenig Bauchschmerzen nach Mannheim. Schließlich kassierte die Truppe von Cheftrainer Mersad Selimbegovic am Donnerstagabend eine Pleite im Ligapokal, die so nicht jeder erwartet hätte: Aachen, das jedoch eher mit der B-Elf angetreten war, musste sich Fortuna Köln, das die traditionell starke Regionalliga West anführt, mit 0:1 beugen. Vor dem SVW hat der Trainer Respekt, er erklärte auf der Pressekonferenz: „Wir müssen auf der Hut sein, sie können dir spielerisch weh tun, wenn du es zulässt. Aus meiner Sicht haben sie ein paar Punkte zu wenig im Vergleich dazu, was sie geleistet haben.“
zurück