Für SVS-Präsident Jürgen Machmeier (links) ist die Partie in Würzburg ein Schlüsselspiel. Bild: AS Sportfoto

Für SVS-Präsident Jürgen Machmeier (links) ist die Partie in Würzburg ein Schlüsselspiel. Bild: AS Sportfoto

SV Sandhausen muss im Kellerduell zur Trares-Elf von Würzburger Kickers

SV Sandhausen | erstellt am Do. 03.12.2020

Die Partie des 10. Spieltages am nächsten Sonntag um 13.30 Uhr beim Aufsteiger und Tabellenschlusslicht Würzburger Kickers ist in doppelter Hinsicht kein gewöhnliches Spiel für Schiele.

Erst im Oktober wurde er nach drei Pflichtspielniederlagen als Coach der Kickers zum Unverständnis der meisten Fans entlassen, nachdem er die Würzburger zuvor in die 2. Liga zurückgeführt hatte. Der neue Sportliche Leiter Felix Magath griff hart durch.

Primäres Ziel der Kurpfälzer ist es, in der aktuellen Situation in der fünften Auswärtspartie erstmals zu punkten, um nicht noch weiter in die Tabellenniederungen zu rutschen, bevor es bis zur Winterpause gegen drei Spitzenteams geht. Das Kellerduell zweier bislang offensiv- wie defensivschwacher Teams wird richtungsweisend.

SVS-Präsident Jürgen Machmeier: „Gegen Würzburg steht ein großes Schlüsselspiel für die ganze Saison an.“ Beim Gastspiel in Würzburg ist mit mehr taktischen oder auch personellen Umstellungen zu rechnen, denn nach der kurzen Vorbereitungszeit fürs Aue-Spiel hatte Schiele nun ein paar Tage mehr Zeit, sein neues Team kennenzulernen und zu analysieren.

Mögliche Varianten wären, dass die Dreier- wieder zu einer Vierer-Abwehrkette wird oder das kreative Mittelfeld, wo es auch lahmte, verstärkt wird. Verzichten musste der Coach zuletzt wegen leichterer Blessuren auf Alexander Esswein, Tim Kister und Sören Dieckmann.

Anfang des Jahres wurde Felix Magath als Fußballchef des Würzburger Investors Flyeralarm vorgestellt. Der ehemalige Erfolgstrainer und Nationalspieler verfolgt langfristig ehrgeizigere Ziele, doch die Kickers sind trotz des Investors in Sachen Etat und Infrastruktur in der Liga weiter hinten anzusiedeln.

Nachdem die Unterfranken vor drei Jahren nur eine Saison in der 2. Liga überlebten, gelang dieses Jahr der erneute Aufstieg. Magaths Geduld mit Aufstiegstrainer Schiele hielt nach zwei Saisonauftaktniederlagen nicht lange. Nachfolger wurde Marco Antwerpen, der nach einem Punkt aus fünf Spielen Anfang November seine Anstellung wieder los war und durch Bernhard Trares, der zuvor zwei Jahre erfolgreich beim SV Waldhof Mannheim arbeitete und den Verein in die 3. Liga führte, ersetzt.

Der Klassenerhalt soll mit einem jungen Team, in dem Neuzugänge wie Mittelfeldtalent David Kopacz (VfB Stuttgart) Verantwortung übernehmen sollen, erfolgen. Nach Saisonbeginn wurde noch nachgebessert und mit Ewerton vom Hamburger SV für die Abwehr sowie Stürmer Ridge Munsy vom FC Thun aus der Schweiz erfahrene Leute geholt.

Die Bilanz von Trares ist ausgeglichen: Einem 2:1-Erfolg über Hannover 96 folgte eine 1:2-Niederlage bei Jahn Regensburg, bei dem die Unterfranken allerdings aufgrund der Roten Karte für Niklas Hoffmann eine halbe Stunde in Unterzahl auskommen mussten. Man darf gespannt sein, ob es den Kurpfälzern endlich gelingt ihren Auswärtsfluch abzulegen, um dann mit einem möglichen Erfolgserlebnis wieder in die Spur zu kommen.

Mögliche Aufstellungen:
Würzburger Kickers: Giefer – Hansen, Ewerton, Hägele – Flecker, Dietz, Sontheimer, Herrmann – Meisel, Kopacz – Munsy
SV Sandhausen: Fraisl – Diekmeier, Nauber, Röseler, Contento – Zenga – Nartey, Linsmayer – Biada – Behrens, Keita-Ruel

 

 

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