SV Sandhausen vs. SpVgg Greuther - Kopfballduell v.li. Sebastian Ernst ( Greuther Fuerth) , Markus Karl (Sandhausen) und Mario Maloca ( Greuther Fuerth). Bild: Siegfried Lörz
Sandhausen möchte in Duisburg für den Klassenerhalt punkten
SV Sandhausen | erstellt am Fr. 13.04.2018
sport-kurier. Am Samstag gastiert der SV Sandhausen in der Partie des 30. Zweitliga-Spieltags um 13 Uhr beim MSV Duisburg. Beide haben jeweils 38 Punkte auf dem Konto und sind Tabellennachbarn auf den Plätzen neun und zehn. Sowohl der MSV als auch der SVS wollen nach einer Serie von fünf bzw. sechs sieglosen Spielen in die Erfolgsspur zurückfinden und den Vorsprung auf Relegationsplatz 16, der jeweils vier Punkte beträgt, vergrößern.
Der große Befreiungsschlag der Kurpfälzer blieb beim torlosen Unentschieden am letzten Spieltag gegen die SpVgg Greuther Fürth aus. Während die Chancenverwertung weiterhin ausbaufähig bleibt, konnte dank einer defensiven Stabilität im zweiten Remis in Folge zumindest wieder gepunktet werden – oder wie Geschäftsführer Sport Otmar Schork sagte: „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“.
Innenverteidiger Markus Karl, dessen Vertrag sich am Hardtwald um ein weiteres Jahr verlängert hat und der ein wichtiger Faktor in der mit 28 Gegentoren stärksten Defensive der Liga ist, macht sich keine Abstiegssorgen: „Wir stehen wieder stabil. Zudem sind fast alle Jungs nach ihren Verletzungen wieder zurück. Ich habe keine Sorgen, dass wir absteigen, wenn wir weiterhin so auftreten. Ich glaube, wenn wir ab jetzt jedes Spiel zu Null spielen, müsste das auch reichen.“
Sorgen macht da vielmehr die fehlende Offensivpower bei den Schwarz-Weißen, die mit 32 Toren den drittschwächsten Wert der Liga aufstellen. Hoffnung auf Besserung macht da sicherlich die Rückkehr der beiden wiedergenesenen Stürmern Andrew Wooten und Richard Sukuta-Pasu. Ebenso Philipp Klingmann, der nach seinem Schädelbruch auch keine Zweikämpfe mehr scheut.

Sandhausens Richard Sukuta-Pasu in Aktion. Bild: Siegfried Lörz
Weniger erfreulich ist dagegen der Gesundheitszustand von Rurik Gislason. Der Isländer konnte aufgrund einer Grippeerkrankung diese Woche noch nicht mittrainieren. „Wir müssen abwarten, ob es bis Samstag reicht“, sagte SVS-Trainer Kenan Kocak. Am Samstag steht zudem auch Mittelfeldspieler Denis Linsmayer nach seiner Gelbsperre in Duisburg wieder zur Verfügung.
In einem Wechselbad der Gefühle muss sich Gastgeber Duisburg vorkommen. Nach 24 Spieltagen lag der Aufsteiger punktgleich mit dem Tabellendritten Kiel noch auf Rang 4. Doch nach vier Niederlagen in Folge mit 14 Gegentoren muss die Elf von Trainer Ilia Gruev plötzlich wieder um den Klassenerhalt bangen. Wie Sandhausen spielte Duisburg zuletzt torlos und entführte einen Punkt bei Union Berlin. Gruev, im dritten Jahr MSV-Trainer: „Beide Mannschaften hatten eine schwierige Phase. Für uns war es enorm wichtig, die Negativserie zu stoppen und zu Null zu spielen.“
Neben der bei insgesamt schon 50 Gegentoren nicht sattelfesten Abwehr des deutschen Vizemeisters von 1964 sorgte die gefährliche Offensive für den zwischenzeitlichen Höhenflug der „Zebras“. Stürmer Borys Tashchy hat bereits 9mal getroffen, der ebenfalls neu verpflichtete Rückkehrer Moritz Stoppelkamp 7mal und Tashchys Sturmpartner Stanislav Iljutcenko 6mal. Torgefährlichster Abwehrspieler der Liga ist der Duisburger Linksverteidiger und Kapitän Kevin Wolze, der bei seinen ebenfalls 7 Saisontoren öfters per Weitschuss traf.
Stoppelkamp war es auch, der mit seinem Treffer in der Anfangsphase im Hinspiel am Hardtwald für den 1:0-Auswärtssieg sorgte. Die Duisburger agieren taktisch häufig mit langen Pässen und zweiten Bällen und sind so durch ihre wuchtigen Stürmer gefährlich. Kocak hat sein Team im Training der vergangenen Tage darauf eingestellt. Dennoch steht die eigene Strategie immer sowieso im Vordergrund.
Kocak: „Wir wollen nach Duisburg fahren, um das Spiel zu gewinnen. Die Jungs haben diese Woche sehr gut trainiert und waren fleißig, jetzt müssen wir uns nur noch belohnen.“ Hinsichtlich der Negativbilanz der bisherigen fünf Duelle mit vier Niederlagen und einem Remis wäre es an der Zeit, den ersten Dreier einzufahren.
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