3.Liga: FC Viktoria Köln - SV Waldhof Mannheim; Arianit Ferati (SV Waldhof Mannheim, #10), Verthomy Boboy (FC Viktoria Köln, #22) 3.Liga: Sportpark Höhenberg, Köln. Bild: IMAGO/Schöner Sport.
Reaktion geglückt – Der SV Waldhof gewinnt mit 3:1 bei Viktoria Köln
3. Liga | erstellt am So. 01.02.2026
sport-kurier. Das Ziel des SV Waldhof war klar, eine Reaktion auf die zwei deutlichen Niederlagen zum Jahresstart waren Pflicht und die gelang. Bei Viktoria Köln, einem durchaus spielstarken Drittligateam, siegten die Mannheimer verdient mit 3:1 (1:0).
Los ging es im Sportpark Höhenberg dennoch etwas glücklich für den SVW. Bereits in der 2. Spielminute leisteten sich die Hausherren einen desaströsen Fehlpass, den Kushtrim Asallari aufnahm und den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 für den Waldhof einnetzen konnte.
In der Regel bringt so eine schnelle Führung Sicherheit, dem war aber ganz und gar nicht so in der Domstadt. Die Hausherren übernahmen trotz des frühen Rückstandes die Spielkontrolle. Als Fan des SV Waldhof, und davon waren an die 1000 mit in Köln, musste man bis zur 20. Minute zittern. Erst danach schwammen sich die Blauschwarzen frei und brachten endlich Sicherheit in ihr eigenes Passspiel. Ab etwa der 30. Minute hatte der SVW klare Vorteile, schaffte es aber erneut nicht den Ball im Tor unterzubringen. Mehrere gute Möglichkeiten boten sich. Die beste vergab Asallari.
Doch der Reihe nach: Nach einem langen Ball von Außenverteidiger Samuel Abifade, herrscht zunächst Verwirrung an der Kölner Strafraumgrenze. Dabei rannte Kölns Torsteher Schulz Mannheims Mittelfeldspieler Janne Sietan um – eine Szene, in der es nach Elfmeter roch. Doch Asallari spielte weiter, lupfte den Ball mit einem gefühlvollen Schlenzer über Freund und Feind hinweg, traf aber nur den Pfosten.
Kurz darauf rutschte Abifade kurz vor der Torlinie an einem Querpass vorbei. Wer seine Chancen im Sport nicht nutzt, wird nicht selten bestraft und so erging es auch den Gästen. Nach einem Einwurf auf Höhe der Eckfahne landete das Spielgerät plötzlich bei Benjamin Zank, der aus recht spitzem Winkel ins lange Mannheimer Eck zum 1:1 einschoss.
In der Vergangenheit ist die Truppe von Trainer Luc Holtz nach solchen Rückschlägen oft auseinandergebrochen. Dieses Mal behielt man jedoch den Durchblick und ließ nicht locker. Mit einem Geniestreich brachte man sich schließlich wieder auf die Siegerstraße. Diego Michel, der Franzose durfte in Köln auf der Zehnerposition die Fäden ziehen, chippte einen halbhohen Ball in Richtung Arianit Ferati, der das Zuspiel spektakulär zur neuerlichen 2:1 Führung verwertete.
Köln blieb aber auch trotz des nächsten Rückstandes im Spiel. Die Hausherren probierten viel, konnten sich aber keine dicken Chancen mehr erspielen und je länger die Begegnung dauerte, desto mehr Räume boten sich den Kurpfälzern, denen noch ein blitzsauberer Konter gelang, der zum entscheidenden 3:1 (88.) führte. Es war eine Co-Produktion der eingewechselten Lovis Bierschenk und Terrence Boyd. Ersterer schickte den Waldhof Angreifer mit einem Steilpass durch zwei Gegenspieler hindurch alleine aufs Tor zu und einer wie Boyd lässt sich so eine Chance nicht entgehen.
Der Jubel auf der Waldhofbank war danach überschwänglich. Alle lagen sich in den Armen und verdeutlicht auch, wie viel Druck von allen abgefallen ist.
Waldhof: Nijhuis – Ba, Klünter, Hoffmann, Abifade (85. Sechelmann) – Sietan, Diakhaby (56. Thalhammer) – Asallari (85. Masca), Michel (85. Bierschenk), Ferati – Lohkemper (62. Boyd)
Tore: 0:1 Asallari (2.), 1:1 Zank (55.), 1:2 Ferati (66.), 3:1 Boyd (88.)
Schiedsrichter: Jürgensen (Hamburg)
Zuschauer: 3665