FC Energie Cottbus - SV Waldhof Mannheim, Henry Rorig (Energie Cottbus) erzielt das Tor zum 1:0 gegen Torhüter Thijmen Nijhuis (Mannheim) und Oluwaseun Ogbemudia (Mannheim). Foto: IMAGO/Matthias Koch.
Punktgewinn beim Spitzenreiter – Der SV Waldhof erspielt ein 1:1 bei Energie Cottbus
3. Liga | erstellt am Mo. 16.02.2026
sport-kurier. Es war die schwerste Auswärtsaufgabe, die man als Drittligist haben kann. Doch die erledigte der SV Waldhof Mannheim mit einer wirklich guten Leistung. Die Kurpfälzer erspielten sich beim so heimstarken FC Energie Cottbus ein 1:1 (1:0) Remis. Im Endeffekt war es eine verdiente Punkteteilung, denn Cottbus dominierte über weite Strecken Halbzeit 1, während die Gäste danach die bessere Truppe waren. „Ich bin mit meiner Mannschaft sehr zufrieden und mit dem Punkt auch. Denn Cottbus ist eine gute Mannschaft“, sagte Waldhofs Trainer Luc Holtz.
Die Partie begann sofort vielversprechend für die Mannheimer. Nach einem Fehlpass in der 2. Spielminute rannte Stürmer Felix Lohkemper auf das Cottbuser Tor zu. Da der Winkel aber zu spitz wurde, brachte er den Ball nicht in den Maschen unter.
Die Heimmannschaft war aber dennoch die bestimmende Mannschaft in den ersten 30 Minuten und ging nach 10 Minuten auch folgerichtig in Front. Nachdem SVW-Außenverteidiger Samuel Abifade den Ball nicht unter Kontrolle bekam, lief Henry Rorig alleine aufs Tor zu und verwandelte eiskalt. Im direkten Gegenzug hätte Abifade seinen Fehler, der aber auch mit dem holprigen Rasen zusammenhing, fast wieder gut gemacht. Nach einem Querpass von Felix Lohkemper tauchte er frei vor dem gegnerischen Tor auf, brachte den Ball aber nicht im Tor unter.
Der Waldhof blieb weiter dran, Energie aber auch. Und in der 32. Minute dann riesiger Dusel für die Holtz Elf. Die Hausherren prüften erst SVW-Torsteher Thijmen Nijhuis und den Nachschuss klärte Abifade gerade noch so auf Höhe der Torlinie.

In der Pause schien sich Waldhof viel vorgenommen zu haben. Die Gäste gaben jetzt klar den Ton an, die Räume wurden eng gemacht und Cottbus kam kaum noch hinten raus. Der Lohn für die Bemühungen war der Ausgleich zum 1:1 in der 64. Spielminute. Hier traute sich Sanoussy Ba etwas zu und zog aus etwa 25 bis 30 Metern ab. Der Ball flog flach in Richtung des Tores und schlug unten links ein. Ein sehenswerter Schuss war es allemal, jedoch war auch ein wenig Glück dabei, denn aufgrund eines Platzfehlers hoppelte der Ball kurz vor der Linie noch einmal unkontrolliert hoch.
In der Folge war der SVW sogar am Siegtreffer dran. Die beste Chance vergab der eingewechselte Masca, der in der 71. Minute nur den Pfosten traf.
Und als sich alle schon so halbwegs mit der Punkteteilung angefreundet zu haben schienen, wurde Cottbus in der 8. Minute der Nachspielzeit noch ein Eckstoß zugesprochen. Es folgte ein Kopfball, der aussah, als sei er hinter der Linie gelandet, weil das Netz kurz hinter der Querlatte wackelte. Oder hatte Nijhuis das Netz berührt? Schiedsrichter Uhrig gab das Tor nicht. Aufgrund von Bildern, hätte er ihn aber geben müssen. Denn er war tatsächlich hinter der Linie. Danach ertönte der Schlusspfiff und der wurde von einer heftigen Rudelbildung begleitet.
Cottbus: Funk – Rorig, Awortwie-Grant, Manu, Lociqui (46. Biankadi) – Michelbrink (66. Tattermusch), Pelivan (82. Moustfa), Borgmann – Hannemann (66. Tolga Cigerci), Tolcay Cigerci – Engelhardt.
Waldhof: Nijhuis – Ba, Klünter, Ogbemudia, Abifade – Thalhammer, Sietan – Asallari (62. Bierschenk), Thill (46. Masca), Ferati (87. Michel) – Lohkemper (62. Boyd).
Tore: 1:0 Rorig (10.), 1:1 Ba (64.).
Schiedsrichter: Uhrig (Hamburg).
Zuschauer: 10.164.