vl Tim Sechelmann (SV Waldhof Mannheim 07, #04), Dennis Waidner (SC Verl, #08), Janne Sietan (SV Waldhof Mannheim 07, #22). SC Verl vs. SV Waldhof Mannheim, Fußball, 3. Liga, 20. Spieltag. Bild: IMAGO / Eibner
Ein Klassenunterschied in Verl – Der Waldhof geht mit 2:5 (0:3) unter
3. Liga | erstellt am Sa. 17.01.2026
sport-kurier. Das war eine Reise, die sich der SV Waldhof hätte sparen können. Denn beim SC Verl gab es mal so richtig auf die Ohren. Mit einem 2:5 (0:3) mussten die Blauschwarzen am Samstag die Heimreise nach Mannheim antreten. Und so bitter, wie sich das Ergebnis auch anhören mag, es war hoch verdient.
Nach der Partie fiel bei Verantwortlichen und Tribünengästen insbesondere immer wieder ein Wort und das hieß „Klassenunterschied“. Verl spielte mit den Gästen Katz und Maus. Ehrlich gesagt hätte Schiedsrichter Simon Schreiner schon spätestens nach rund 30 Minuten abpfeifen können. Hier führten die Hausherren bereits mit 3:0. Verantwortlich dafür war in erster Linie Alessio Besio, der die ersten drei Kisten markierte und einen lupenreinen Hattrick beisteuerte.
In der 12. Spielminute wurde er mustergültig von Timur Gayret, der auch von einigen höherklassigen Vereinen umworben sein soll, in Szene gesetzt. Und dann kam auch noch das Glück des Tüchtigen dazu, denn der Schuss von Besio wurde von Mannheims Kapitän Lukas Klünter abgefälscht und schlug unhaltbar für SVW-Torwart Thijmen Nijhuis ein. Das 2:0 (27.) durch Besio war ebenfalls abgefälscht – und in der 29. Minute profitierte er von einem Fehlpass von Mannheims Innenverteidiger Niklas Hoffmann, der ihn zentral vor dem Tor in Szene setzte, was das 3:0 bedeutete.
Das große Problem des SVW war, dass man im Mittelfeld bis auf Janne Sietan keine Arbeiter auf dem Feld hatte. Adama Diakhaby, Arianit Ferati oder Masca sind gegen den Ball nicht gut. Sie brauchen das Spielgerät selbst, um Druck auf den Gegner aufbauen zu können. Doch den Ball hatte man in der ersten Halbzeit kaum, spätestens nach dem dritten Pass war er wieder weg.
Also hat Holtz einen Aufstellungsfehler begangen?! Nein, das kann man so auch nicht sagen, denn mit Julian Rieckmann steht ein Sechser aktuell nicht zur Verfügung. Er ist verletzt. Auch Diego Michel ist angeschlagen und konnte erst in der 2. Halbzeit eingewechselt werden.
Nach der Pause lief es auch besser, wenn man die ersten Minuten ausklammert. Hier traf nämlich der Ex-Waldhöfer Berkan Taz per Freistoß zum 4:0 und dieser Treffer war kein alltäglicher. Taz zog sofort ab als Schiedsrichter Schreiner ihn freigab und das tat er ganz bewusst, weil Nijhuis und die Waldhofmauer noch damit beschäftigt waren, sich zu stellen. Somit kullerte der Ball förmlich ins Tor.
Danach wurde es jedoch besser. Die Einwechslungen von Neuzugang Vincent Thill und Jugendspieler Denis Kryeziu brachten mehr Ballsicherheit und auch Mut für die nächsten Wochen. Gerade Thill hat in Verl bewiesen, dass er noch wichtig sein kann für die „Buwe“.
In die Torstatistik trug sich jedoch ein anderer ein. Nämlich Felix Lohkemper. Der Waldhofstürmer traf erst per Elfmeter zum 1:4 (58.) und nur 2 Minuten später nach einem missglückten Rückpass der Verler zum 2:4. Plötzlich keimte auch im Gästeblock noch einmal so etwas wie Hoffnung auf. Doch nur ganz kurz, denn quasi im Gegenzug erhöhte Julian Stark auf 5:2 (61.).
Und Verl hatte noch weitere Chancen, nutzte sie aber nicht.
Waldhof: Nijhuis – Klünter (62. Kryeziu), Hoffmann, Ogbemudia, Sechelmann (79. Iwe) – Diakhaby (46. Thill), Sietan, Masca (46. Michel), Ferati – Boyd (62. Asallari), Lohkemper.
Tore: 1:0 Besio (11.), 2:0 Besio (27.), 3:0 Besio (29.), 4:0 Taz (52.), 4:1 Lohkemper (58.), 4:2 Lohkemper (60.), 5:2 Stark (61.)
Schiedsrichter: Schreiner (Pfarrkirchen)