Fußball 3.Liga, SV Waldhof Mannheim - SSV Ulm 1846 Fußball. Jubel über das 1:0 durch Lohkemper, Felix (SV Waldhof Mannheim, #9). Foto: IMAGO/Jan Huebner.

Fußball 3.Liga, SV Waldhof Mannheim - SSV Ulm 1846 Fußball. Jubel über das 1:0 durch Lohkemper, Felix (SV Waldhof Mannheim, #9). Foto: IMAGO/Jan Huebner.

Die nächsten Big Points – Der SV Waldhof gewinnt 2:1 gegen den SSV Ulm

3. Liga | erstellt am Sa. 07.02.2026

sport-kurier. Es lief bereits die sechste Minute der Nachspielzeit als nochmals ein Schuss des SSV Ulm an die Querlatte des SV Waldhof krachte. Danach war es dann vorbei. Der SVW zitterte sich am Ende zu einem 2:1 Erfolg über den Zweitligaabsteiger aus der Vorsaison.

Zur Halbzeit waren die Blauschwarzen noch mit 2:0 vorne gelegen und in den ersten 45 Minuten auch die bessere Mannschaft, weshalb man den „Dreier“ sicherlich auch irgendwo als gerecht bezeichnen kann. Allerdings tat der SVW nach der Pause deutlich zu wenig und verließ sich auf seine defensiven Qualitäten, die auch da waren, denn viele klare Möglichkeiten hatte Ulm nicht, wenn dann waren sie aus der Distanz gefährlich.

Die Hausherren legten sofort einen ordentlichen Angriff hin, der bereits in der 4. Spielminute die Führung hätte sein müssen. Neuzugang Sanoussy Ba wurde am zweiten Pfosten sträflich alleine gelassen, bekam den Ball, zielte aus rund sechs Metern aber vorbei. In der Folgezeit machte es Ulm dem Waldhof schwer. Die Gäste verschoben immer wieder geschickt und boten keine Lücken an. Die Mannschaft von Trainer Luc Holtz stand ihrerseits recht tief und lauerte auf Konter und genau so einer führte in der 33. Minute zur 1:0 Führung. Arianit Ferati bewies einmal mehr genaustens, dass er ein feines Füßchen hat und bediente Felix Lohkemper mit einem Steilpass, den Ulms Torwart Max Schmitt vor dem Mannheimer Stürmer erreichen wollte, was aber misslang. Lohkemper umkurvte ihn und schoss aus etwa 25 Metern ins leere Tor.

Samuel Abifade (#17, SV Waldhof Mannheim) und Marcel Seegert (#21, SSV Ulm) im Kopfballduell beim Spiel SV Waldhof Mannheim – SSV Ulm in der 3. Liga, Saison 2025-2026. Bild: Lukas Adler

Kurz vor der Pause – es wurde wegen Pyro aus beiden Fanblöcken und einer längeren Unterbrechung 6 Minuten nachgespielt – legte der SVW noch einen nach. Kusthrim Asallari, den man als einen der Gewinner der letzten Wochen bezeichnen muss, erhöhte auf 2:0. Nach einem überlegt vorgetragenen Angriff vollendete er flach ins lange Eck (45. +4).

Ein guter Vorsprung, der aber nicht dazu einlud, sich darauf auszuruhen. Genau dies schienen die Mannheimer danach aber zu tun. Der SVW überließ den Gästen das komplette Mittelfeld und igelte sich regelrecht hinten ein, was gut sein kann, wenn man ab und an zu Kontern ausschwärmt. Die blieben aber fast komplett aus und wenn dann wurden sie nicht konsequent genug zu Ende gespielt.

Die Strafe folgte in der 66. Minute. Max Brandt fasste aus der Distanz Mut und traf aus etwa 20 Metern flach ins kurze Torwarteck. Ein Zeitpunkt, der Ulm noch alle Chancen ließ, weiter am Ergebnis zu schrauben. Mannheim verteidigte es aber weiter geschickt. Erst in der Schlussphase begann schließlich das große Schwimmen. Was eng mit einer Situation in der 86. Minute zusammenhing. Hier sah Waldhofs Abwehrorganisator Niklas Hoffmann die rote Karte. Wie es dazu kam, blieb schleierhaft, eigentlich konnte es sich nur um eine Beleidigung seines Gegenspielers gehandelt haben und so soll es auch tatsächlich gewesen sein. Beide hatten sich verbal in den Haaren gehabt.

Rot sah nur Hoffmann. Für den Waldhof galt es nun noch rund 10 Minuten (samt Nachspielzeit) zu überstehen. Und die waren fast abgelaufen, da hätte es wie eingangs bereits erwähnt doch noch fast im Mannheimer Torkasten geklingelt. Nach einer Ulmer Ecke in der letzten Sekunde flog ein Schuss noch an die Querlatte.

Liga, Carl-Benz-Stadion Mannheim, 23. Spieltag, SV Waldhof Mannheim -SSV Ulm 1846. Mit dem Abpfiff fehlen dem SSV mit der letzten Torchance nur wenige Zentimeter zum Ausgleichstreffer. Das Leder prallt an der Torlatte ab. Foto: IMAGO/Lucca Fundel.

Am Ende war es wohl das Glück des Tüchtigen. Dementsprechend froh und erleichtert war auch Trainer Luc Holtz: „Die erste Halbzeit hatte hohe Qualität. Viel Tempo. In der zweiten Halbzeit waren wir zu passiv. Nach der Pause war Ulm die bessere Mannschaft. Für uns war es ein sehr wichtiger Sieg.“

SV Waldhof Mannheim: Nijhuis – Ba, Klünter (46. Ogbemudia), Hoffmann, Abifade – Sietan, Thalhammer (78. Thill) – Asallari (66. N’Tumba), Michel (66. Bierschenk), Ferati – Lohkemper (84. Boyd)
SSV Ulm: Schmitt – Meier (84. Vukancic), Seegert (85. Boller), Bazzoli, Mazagg – Dressel, Chessa, Brandt, Pepic (75. Aksakal), Dajaku (75. Mamba) – El-Zein (85. Löder)

Tore: 1:0 Lohkemper (33.), 2:0 Asallari (45.+4), 2:1 Brandt (66.).
Schiedsrichter: Bauer (VfL Neuhofen)
Zuschauer: 11.101

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