Kopfballduell Henry Rorig (FC Energie Cottbus, Nr 3) und Tim Sechelmann (SV Waldhof Mannheim, 4) beim SV Waldhof Mannheim - FC Energie Cottbus am 14.09.25 in Carl Benz Stadion, Mannheim. Foto: Alfio Marino
Die höchste Auswärtshürde – Der SV Waldhof muss zu Tabellenführer Energie Cottbus
3. Liga | erstellt am Fr. 13.02.2026
sport-kurier. Es ist eine der höchsten Hürden, die eine Mannschaft in der 3.Liga haben kann. Der SV Waldhof Mannheim hat am Sonntag die Auswärtsaufgabe FC Energie Cottbus vor der Brust. Anpfiff ist um 13.30 Uhr. Der Verein aus dem Osten Deutschlands führt das Ranking aktuell an und zählt nicht nur deshalb zu den heißesten Aufstiegsanwärtern in die 2.Liga.
Mit 27 Punkten aus 12 Heimspielen liegt Energie auch in der der Heimtabelle vorne. Den Grund für die gute Heimbilanz zu finden, ist nicht gerade schwer. Das LEAG Energie Stadion besticht durch seine Heimfans, die stets eine extrem laute und leidenschaftliche Stimmung abliefern. Dass dort aber durchaus gewonnen werden kann, hat der SVW in der letzten Spielzeit bewiesen. Im Ligaendspurt standen die Blauschwarzen dort unter einem extremen Druck. Eigentlich zählte nur ein Sieg, andernfalls wäre man kaum noch zu retten gewesen. Genau in dieser Drucksituation gab es schließlich fast schon eine Art Wiederbelebung, denn die Mannheimer gewannen nicht einfach nur in Cottbus, sie erteilten der Heimmannschaft eine 2:4-Abfuhr und zeigten damals völlig überraschend eine sehr gute Leistung.
Am Sonntag sind die Voraussetzungen andere. Cottbus will das Tableau weiter anführen und deshalb gewinnen. Der Waldhof kann mehr oder minder entspannt anreisen, schließlich rangiert die Truppe von Trainer Luc Holtz mit 35 Zählern jenseits von Gut und Böse. Bis zum ersten Abstiegsplatz sind es 12 Punkte, bis zu Rang 3, der nach der Spielzeit zu den Relegationsspielen für die 2.Liga berechtigen würde, 7. Die Waldhöfer, aktuell 8. in der Tabelle, brauchen realistisch betrachtet, wohl noch rund 10 Punkte, um drin zu bleiben. Das dürfte bei der Vielzahl an Spielen, die noch ausstehen, nicht die schwierigste Aufgabe sein. Zumal die „Buwe“ in den letzten beiden Begegnungen gute Leistungen gezeigt haben.
Verzichten müssen die Mannheimer weiterhin auf die Langzeitverletzten Jascha Brandt und Sascha Voelcke. Julian Rieckmann befindet sich hingegen wieder im Mannschaftstraining. Fehlen wird außerdem Niklas Hoffmann, der beim 2:1 Erfolgserlebnis gegen den SSV Ulm in der heißen Schlussphase eine rote Karte wegen Beleidigung gesehen hat.
Holtz ist gespannt auf die Partie in Cottbus, die Stimmung in der Trainingswoche sei gut gewesen. „Wenn du mit einem Sieg in so eine Woche gehst, ist es gut für die Moral und das Selbstvertrauen der Jungs,“ betonte der Chefcoach auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsmatch. Von den guten Erinnerungen an das letzte Spiel in Cottbus, will er nichts wissen. Damals war er auch noch kein Trainer bei den Blauschwarzen. Bei ihm ist die jüngste 0:3 Schlappe gegen Energie noch präsent, als Waldhof zuhause in der Hinrunde doch recht chancenlos war. Der Coach erklärt: „Auch wenn wir rund 60 Minuten nur mit 10 Mann gespielt haben, waren wir haushoch unterlegen. In sämtlichen Bereichen haben wir dem Gegner das Heft in die Hand gegeben“. Deshalb müsse man das Spiel am Sonntag „ganz anders gestalten, wenn wir da überhaupt eine Chance auf Punkte haben wollen.“
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