An der Bremer Brücke stehen die Fans des VfL Osnabrück wie eine Wand hinter ihrem Team. Bild: IMAGO / osnapix

An der Bremer Brücke stehen die Fans des VfL Osnabrück wie eine Wand hinter ihrem Team. Bild: IMAGO / osnapix

Der SV Waldhof Mannheim muss beim Tabellenführer VfL Osnabrück ran

3. Liga | erstellt am Do. 12.03.2026

sport-kurier. Bei der nächsten Ausfahrt besteht für den Fußball-Drittligisten SV Waldhof Mannheim erhöhte „Unfallgefahr“. Die Mannschaft von Chefcoach Luc Holtz muss am Samstag, der Anpfiff ist um 14 Uhr, beim VfL Osnabrück antreten. Dies ist aktuell wohl der schwerste Gegner überhaupt in dieser Spielklasse, dies spiegelt sich zum einen in der Tabelle wider, Osnabrück führt sie an, zum anderen aber noch deutlich mehr in der Art und Weise, wie die Truppe von der altbekannten Bremer Brücke ihre Spiele gewinnt. Denn auch Osnabrück überzeugt nicht immer restlos, findet aber Mittel und Wege, um am Ende eben trotzdem die Nase vorne zu haben. Das sind Attribute, die eine Spitzenmannschaft unabhängig von der Liga auszeichnet.

Es würde deshalb auch nicht überraschen, wenn Osnabrück am Ende in den Fahrstuhl in Richtung 2. Liga steigt. Eine schmerzhafte Kostprobe vom Können des VfL bekam der SVW in der Hinrunde präsentiert. Damals empfingen die Blauschwarzen die Osnabrücker mit zwei Erfolgserlebnissen im Rücken, dem fulminanten 6:1 Heimsieg gegen Rot-Weiss Essen folgte noch ein 3:2 Erfolg beim TSV Havelse, ehe der VfL mit aller Macht den Euphoriestecker bei den Kurpfälzern zog: Osnabrück feierte in Mannheim Anfang Oktober einen verdienten 4:1 Sieg, nachdem es bis zur Pause noch mit 0:1 hinten gelegen hatte.

Zu einem Wiedersehen wird es mit Fridolin Wagner kommen, der von 2021 bis Sommer 2024 für den Waldhof gespielt hat und der Mittelfeldspieler hatte durchaus die Rolle eines Publikumslieblings, doch dann wurde er ausgebremst. Ex-Trainer Marco Antwerpen baute nicht mehr auf ihn, setzte ihn auf die Bank oder Tribüne. Wagner ergriff daraufhin die Flucht zum FC Emmen nach Holland, ehe es ihn vor dieser Saison nach Osnabrück zog.

Am Samstag wird es an der nötigen Unterstützung aus dem Gästeblock nicht mangeln. Bis Donnerstagvormittag waren rund 700 Karten vergriffen. Da die Tageskassen geöffnet sein werden, rechnet der SVW mit weiteren Anhängern.

Bezüglich der personellen Situation dürfte Holtz nicht ganz so erfreut sein. Ausfallen werden die Langzeitverletzten Außenangreifer Jascha Brandt (Kreuzbandriss) sowie Außenverteidiger Sascha Voelcke (Schambeinverletzung) hinzu kommen Ersatztorhüter Lucien Hawryluk, Innenverteidiger Tim Sechelmann, Offensivkraft Adama Diakhaby (Probleme an der Achillessehne) und der weiterhin gesperrte Terrence Boyd. Fraglich ist außerdem weiter die Rückkehr von Spielgestalter Arianit Ferati, der sich zuletzt mit Schmerzen im Knie herumgeplagt hat.

Wie schmerzlich ein Ferati fehlt, zeigte sich beim 0:1 in Essen und am letzten Wochenende, als der SVW Havelse nach anfänglichen Schwierigkeiten doch noch mit 3:1 besiegen konnte. Ohne den 1,68 m kleinen Regisseur fehlen die Ideen im Spiel nach vorne.

Holtz: „Wir wissen, dass es gegen eine sehr gute Mannschaft gehen wird, die wenig Tore kassiert und selbst aus wenig viel macht. Sie sind sehr erfahren und haben eine hohe individuelle Qualität. Durch unseren Sieg am letzten Sonntag haben wir natürlich auch ein bisschen Ruhe.“

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