Hansas Spieler feiern nach dem Schlusspfiff mit ihrem Anhang. Bild: Imago/Eibner
Bedenklicher Abwärtstrend – Der SV Waldhof geht gegen Hansa Rostock mit 0:4 (0:2) unter
3. Liga | erstellt am Mo. 26.01.2026
sport-kurier. Jeder blamiert sich so gut er kann, das hat der SV Waldhof Mannheim am Sonntag wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Was wurde nach dem kürzlichen 2:5 Debakel beim SC Verl nicht alles erzählt. Es würde jetzt darum gehen, eine Antwort zu zeigen. Wie die aussah, erlebten gestern über 13.000 Zuschauer im Carl-Benz-Stadion live mit. Denn gegen Hansa Rostock kassierte die Mannschaft von Trainer Luc Holtz sogar eine Klatsche mit vier Toren Unterschied. Der SVW unterlag mit 0:4 (0:2).
Und auch, wenn Gästetrainer Daniel Brinkmann danach davon sprach, dass der Sieg um „zwei Tore zu hoch“ ausgefallen sei, gab es keinen Zweifel daran, dass es am Sonntag nur einen Sieger geben konnte – und das war Rostock. Das aber auch davon profitierte, dass sich die Blauschwarzen einmal mehr von ihrer ganz schwachen Seite präsentierten. Insbesondere vor der Pause fehlte komplett die Spannung. Rostock war immer einen Schritt schneller und leidenschaftlicher unterwegs. Dementsprechend überraschte es auch nicht, dass der Verein aus dem Osten in der 12. Minute in Führung ging. Mittelfeldspieler Dirkner wurde auf Höhe des Strafraums freigespielt und traf sehenswert unter die Querlatte zum 0:1.
Danach wirkte es kurz so, als wolle sich der Waldhof aufbäumen, aber es fehlten die Mittel um gefährlich zu werden – und schließlich sorgte Emmanuel Iwe für die Entscheidung. Denn der Waldhof-Angreifer, der auch immer wieder hinten mit aushalf, holte sich nicht nur in der 19. Minute eine gelbe Karte ab, nein, in der 30. Spielminute folgte schon die nächste und gerade die zweite war absolut unnötig. Iwe hielt beim Rostocker Mejdr den Fuß drüber und das so ungeschickt und offensichtlich, dass Schiedsrichter Benen keine andere Wahl hatte, als ihn vom Platz zu stellen.
Nun also mit 10 Spielern gegen einen Aufstiegskandidaten, gegen den man auch schon mit 11 Mann hoffnungslos interlegen war. Wie sollte das gut gehen…
Gar nicht. In der 38. Minute erhöhte Voglsammer auf 0:2. In die Pause wurden die Mannheimer mit Pfiffen verabschiedet. Bitter war, dass sich Neuzugang Ogbemudia in der 53. Minute offenbar schwer verletzt hat. Sogar ein Mittelfußbruch soll befürchtet werden. Somit hätte der SVW zum Punkteproblem auch noch ein akutes Abwehrproblem. Denn in der Innenverteidigung gehen so langsam die Spieler aus.
Das Bild änderte sich danach kaum. Dennoch hatte Mannheim tatsächlich noch 3 wirklich große Chancen, mit denen man sogar in Führung hätte gehen können. Zwei Mal im Mittelpunkt war Stürmer Felix Lohkemper. Erst kam er frei zum Kopfball nach einer Ecke, konnte ihn aber nicht entscheidend platzieren. Später lief er in der 66. Minute frei aufs Gästetor zu, scheitere aber an Torsteher Uphoff. In der 73. Minute schoss Waldhofneuzugang Lovis Bierschenk noch knapp am langen Pfosten vorbei.
Hansa zeigte auf der anderen Seite wie es geht. Holten (75.) und Kinsombi (85.) erhöhten noch auf 4:0.
SV Waldhof Mannheim: Nijhuis – Klünter, Hoffmann, Ogbemudia (53. Thalhammer), Sechelmann (83. Kryeziu)- Sietan, Michel – Ferati (68. Bierschenk), Thill (46. Asallari), Iwe – Lohkemper (68. Boyd).
Tore: 0:1 Dirkner (12.), 0:2 Voglsammer (38.), 0:3 Holten (75.), 0:4 Kinsombi (85.).
Schiedsrichter: Benen (Nordhorn).
Zuschauer: 13.869.