Fußball: 3. Liga, 25. Spieltag, VfB Stuttgart II - SV Waldhof Mannheim in Aspach (WIRmachenDRUCK Arena). Nothnagel, Dominik (#29,VfB II) im Zweikampf mit Kushtrim Asallari (#20, SVWM). Foto: IMAGO/STEINSIEK.CH
Abgewatscht vom VfB Stuttgart II – Der SV Waldhof verliert 1:3
3. Liga | erstellt am Sa. 21.02.2026
Dass es schwer werden würde, war vor dem Gastauftritt des SV Waldhof Mannheim beim VfB Stuttgart II schon klar. Zum einen musste der SVW mit Lukas Klünter, Niklas Hoffmann, Janne Sietan und Terrence Boyd auf 4 gesperrte Spieler verzichten und zum anderen ist der „kleine VfB“ dafür bekannt, dass er viele hoch talentierte Fußballer in seinen Reihen hat. Aber dass die Blauschwarzen beim Flutlichtspiel am Freitagabend derart deutlich abgefertigt werden würden, damit war nicht zu rechnen.
Bereits zur Halbzeit hätte man schon in der Mannschaftsbus steigen können, denn da war die Partie entschieden. Mit 0:3 lag der SVW da schon aussichtslos zurück, dass man am Ende mit einem 1:3 davon gekommen ist, hat einerseits mit einer besseren zweiten Halbzeit des SVW zu tun gehabt, andererseits jedoch auch damit, dass der VfB nicht frühzeitig noch höher geführt hat. Die Chancen dazu waren da.
Es war sofort ersichtlich, dass die Mannheimer die Gastgeber kommen lassen wollten, um schließlich ihrerseits zu gefährlichen Gegenstößen ausschwärmen zu können. Dies war auch der Plan in den letzten Partien, aber wenn zwei wichtige Stützen wie Kapitän und Innenverteidiger Klünter und Mittefeldsechser Sietan fehlen, ist die Defensive zu löchrig. Überhaupt war man viel zu weit vom Ball weg, so kamen die Kurpfälzer erst gar nicht in die Zweikämpfe, was gegen eine spielstarke Mannschaft wie den VfB grundlegend ist, wenn man eine Chance haben will.
So war es bis zum 0:1 aus Waldhofsicht nur eine Frage der Zeit. Es lief die 19. Spielminute als Noah Darvich auf Zuspiel von Jeremy Arevalo über die rechte Seite in den Strafraum eintauchte und den Ball ins lange Eck schlenzte. Da Waldhofs Schlussmann Thijmen Nijhuis die Sicht verdeckt war, hatte er keine wirkliche Abwehrchance.
In der 41. Minute erhöhte Arevalo, der auch schon zu drei Einsätzen in der Bundesliga für den VfB gekommen ist, auf 2:0. Der 20-jährige, der auch schon für die Nationalmannschaft Ecuadors aufgelaufen ist, wechselte erst Anfang Januar von Racing Santander zum VfB. Gegen den Waldhof wurde er erstmals in der 3.Liga eingesetzt. Bei den Schwaben hat man noch viel mit ihm vor. Fabian Wohlgemuth, Vorstand Sport beim VfB, erklärte bei seiner Verpflichtung: „In unseren Gesprächen wurde deutlich, dass er den Schritt in die Bundesliga unbedingt gehen möchte und darauf brennt, seine Fähigkeiten bei uns einzubringen.“
Das bereits vorentscheidende 3:0 markierte erneut Darvich nur drei Zeigerumdrehungen später. Zuvor tanzte er Julian Rieckmann aus, der nach seiner Rippenverletzung erstmals wieder mitspielen konnte, als Mittelfeldspieler in der Innenverteidigung über weite Strecken aber überfordert war.
In der Pause reagierte Waldhofcoach Luc Holtz mit drei Wechseln. Er nahm Vincent Thill, Kushtrim Asallari und Nijhuis vom Feld. Der Torhüter war angeschlagen, die anderen beiden hatten bereits die gelbe Karte gesehen und konnten nicht mehr so zu Werke gehen, wie es hätte sein müssen. Für sie kamen die Offensivkräfte Masca und Lovis Bierschenk in die Begegnung. Lucian Hawryluk rückte ins Tor. Aus der erhofften und auch unrealistischen Aufholjagd wurde es aber nichts mehr. Mehr als der Ehrentreffer durch Felix Lohkemper zum 1:3 (73.) war nicht mehr drin.
Stuttgart II: Hellstern – Olivier , Herwerth (68. Groiß), Nothnagel, Meyer – Darvich (90. Janjic), Sessa, Catovic, Spalt (84. Lüers) – Arevalo (85. Penna), Ouro-Tagha (68. Jatta)
Waldhof: Nijhuis (46. Hawryluk) – Ba, Ogbemudia, Rieckmann, Abifade (63. Mendes) – Thalhammer (90. Kryeziu), Michel – Asallari (46. Masca), Ferati, Thill (46. Bierschenk) – Lohkemper
Tore: 1:0 Darvich (19.), 2:0 Arevalo (41.), 3:0 (44.) Darvich (44.), 3:1 Lohkemper (73.)
Schiedsrichter: Bartnitzki (Erfurt)
Zuschauer: 2600