Frist nach der Niederlage beim SC Freiburg. Foto: AS Sportfotos

Frist nach der Niederlage beim SC Freiburg. Foto: AS Sportfotos

Beim SV Sandhausen ist Ernüchterung eingekehrt +++ Aziz Bouhaddouz verletzt +++ VfL Bochum kommt

Archiv 2. Bundesliga (Fußball) | erstellt am Mo. 31.08.2015

Von schönem Fußball und vielen Toren. Von einem entspannten Mittelfeldplatz. Andere wagten sich sogar noch weiter aus ihrem Schneckenhaus, träumten lauthals von der ersten Liga.

Vor allem Mitte August nach dem 6:0-Auswärtscoup in Paderborn, beim Bundesliga-Absteiger, war der Hype um den Dorfverein gigantisch. Alle schwärmten von der Offensive des SVS. Mittlerweile, einem 0:0 gegen Heidenheim und der 1:4-Niederlage beim SC Freiburg später, ist wieder Ernüchterung eingekehrt.

Denn auch am Hardtwald wachsen die Bäume nicht in den Himmel

Das Scheibenschießen ist vorerst Geschichte – und das Tabellenende ist wieder in Sichtweite. Was vor allem mit dem ärgerlichen Drei-Punkteabzug zusammenhängt, mit dem die Schwartz-Elf in die Saison starten musste. Anstatt zehn Zählern sind es momentan nämlich nur sieben. Unfair sagen viele. Hilft aber nichts, denn entschieden ist entschieden. Und die DFL hat immer das letzte Wort.

Wie auch immer, sieben Punkte, das ist momentan Liga-Durchschnitt, macht Platz sieben. Direkt hinter Kaiserslautern (6.) und Braunschweig (8.). Das liest sich nach wie vor sehr gut. Doch ausruhen ist nicht. Offenbar hat sich die Konkurrenz auf den kurpfälzischen Hurra-Stil eingestellt. Hinzu kommt das Verletzungspech. Gerade die Ausfälle von Aziz Bouhaddouz und Jakub Kosecki wiegen schwer.

SC Freiburg vs.SV Sandhausen 2015 Florian Huebner erzielt den Ehrentreffer zum 4-1. AS Sportfotos.

Die kongenialen Partner fehlen insbesondere auch Andrew Wooten

Gemeinsam waren sie stark, alleine hat es der Ex-Lauterer momentan schwer. Aber es hilft alles nichts. Vor allem Bouhaddouz wird dem SVS noch eine Weile fehlen. Möglicherweise sogar bis Anfang September.

Doch bei all der Schwarzmalerei. Eines darf man nicht vergessen: Sandhausen hat am Wochenende nicht gegen irgendwen verloren. Freiburg ist ein Topteam, das eigentlich noch in der ersten Liga spielen müsste. Beim Abstieg in der letzten Saison war viel Pech dabei. Demnach kann man dort durchaus mal verlieren. SVS-Trainer Alois Schwartz sah es ähnlich. Sein Fazit zum Freiburg-Gastspiel: „Jetzt heißt es Mund abputzen und weitermachen.“

Das Problem: Es wird nicht leichter. In Kürze wartet der nächste dicke Brocken: Am Freitag nach der nun anstehenden Länderspielpause schnürt der VfL Bochum im Hardtwaldstadion die Fußballschuhe. Richtig, das ist die Mannschaft, die in dieser Saison bislang noch gar nicht verloren hat, beziehungsweise noch nicht einen einzigen Punkt abgegeben hat.

In der Tabelle, die bekanntlich nie lügt, lässt sich das ganz gut ablesen. Bochum grüßt von ganz oben, führt das Tableau souverän an und kann am Montag sogar noch den fünften Sieg in Serie nachlegen. Um 20.15 Uhr gastiert der TSV 1860 München in Bochum. SVS-Trainer Alois Schwartz wird beim TV-Spiel dann sicher ganz genau hinschauen.

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