Archivbild der Partie in der letzten Saison. Im Zweikampf v. li. Sven Bender (Leverkusen) , Andrej Kramaric (Hoffenheim) und Nadiem Amiri (Leverkusen) Bild: KraichgauSport / Lörz

Archivbild der Partie in der letzten Saison. Im Zweikampf v. li. Sven Bender (Leverkusen) , Andrej Kramaric (Hoffenheim) und Nadiem Amiri (Leverkusen) Bild: KraichgauSport / Lörz

„Wir wollen weiter Punkte sammeln“ ++ TSG Hoffenheim gastiert bei Bayer 04 Leverkusen

TSG Hoffenheim | erstellt am Fr. 11.12.2020

Beide Mannschaften absolvierten am Donnerstag in der Europa League ihre letzten Gruppenspiele, wenngleich für beide im Vorfeld der Einzug in die K.o.-Runde feststand.

Während die TSG zu Hause 4:1 über KAA Gent erfolgreich war, siegte Leverkusen 4:0 über Slavia Prag. Für die Kraichgauer trafen vor erneut leeren Rängen in Sinsheim Maximilian Beier (21./49.), Robert Skov (27.) und Andrej Kramaric (64.) bei einem auch in dieser Höhe verdienten Sieg. Mit 16 Punkten hat die TSG die Gruppenphase als Tabellenführer abgeschlossen und wartet jetzt bei der Auslosung am Montag auf den nächsten Gegner in der Sechzehntelfinalrunde.

Beim Bundesligaduell am Niederrhein kommt es am 3. Advent zum Wiedersehen mit alten Bekannten. Auf Seiten der Gastgeber stehen mit Kerem Demirbay und Nadiem Amiri zwei ehemalige Hoffenheimer im Kader, die sich nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten inzwischen zu festen Säulen im Team von Trainer Peter Bosz entwickelt haben.

Die „Werkself“ konnte am letzten Spieltag mit einem 3:0-Sieg beim FC Schalke 04 als einziges Team aus der oberen Hälfte dreifach punkten und sich dadurch vorbei an RB Leipzig auf den zweiten Tabellenplatz vorarbeiten. Eine Platzierung, die letztmals vor drei Jahren erreicht wurde.

Nicht zuletzt wegen der um acht Tabellenplätze besseren Platzierung gehen die Gastgeber als Favorit im Duell der beiden einzigen deutschen Europa League-Teilnehmer in die letzte Partie des Spieltages. Leverkusen hat sich in der Vergangenheit als besonders erfolgreich bei Sonntagsspielen hervorgetan. Die Bilanz aus 166 Spielen mit 81 Siegen, 40 Unentschieden und 45 Niederlagen ist Ligabestwert.

Das Bayer-Team weist zudem mit sechs Siegen und einem Remis aus den letzten sieben Bundesligaspielen mit 19 von möglichen 21 Punkten die beste Erfolgsquote aller 18 Erstligisten auf. Die weitere Bilanz von zehn Spieltagen ohne Niederlage verdeutlicht, dass sich Leverkusen in Topform befindet. Zusammen mit Leipzig stellt der Tabellenzweite mit neun Gegentreffern die beste Defensive der Liga.

Eine zusätzliche Spezialität sind die Standards. Bereits sechs Treffer im bisherigen Saisonverlauf führten zu Torerfolgen (drittbester Ligawert). Trainer Bosz: „Wir haben eine Analyse gemacht und gesehen, dass wir uns da verbessern können.“ Für die Hoffenheimer war der nächste Gegner lange eine Art Angstgegner, was 13 Niederlagen aus den ersten 15 Duellen aussagekräftig belegen.

Doch das Blatt wendete sich: In den letzten neun Aufeinandertreffen gingen die Kraichgauer nur einmal als Verlierer vom Platz. Die Gesamtbilanz mit 14 Siegen, vier Unentschieden und sechs Niederlagen spricht aber klar für den UEFA-Cup Sieger von 1988 und Champions League-Finalisten von 2002 vom Niederrhein.

Inwiefern sich der 3:1-Heimsieg der Hoffenheimer gegen Augsburg nach zuvor sieben sieglosen Bundesligaspielen in zwei Monaten als Befreiungsschlag herauskristallisiert, wird sich herausstellen. Die Leistungen gegen die Fuggerstädter am letzten Spieltag stimmen diesbezüglich zuversichtlich. Die TSG dominierte über weite Strecken die Partie und hätte bei besserer Chancenverwertung deutlich höher gewinnen können.

Nach Aussage von Trainer Sebastian Hoeneß hat sich danach auch die Laune im Team deutlich verbessert: „Wir haben ein gutes Spiel gezeigt und verdient gewonnen. Wir haben seit den Länderspielen keine Partie verloren und wollen diese Serie ausbauen.“

Für den Cheftrainer kommt der Blick auf die Tabelle noch zu früh: „Für uns geht es jetzt darum, dass wir uns stabilisieren. Es war zuletzt eine harte Zeit, jetzt hoffen wir, dass wir etwas ins Rollen kommen. Wir stehen jetzt in der Liga vor drei schweren Aufgaben gegen Teams aus dem oberen Drittel, wo wir natürlich weiter punkten wollen.“

Für Abwehrspieler Havard Nordtveit war der Sieg über Augsburg nur der Anfang: „Wir standen etwas unter Druck und haben es gut gemeistert. Das war aber erst der Anfang, wir wollen jetzt weiter Punkte sammeln. Jetzt geht es nach Leverkusen, das ist wieder ein hartes Auswärtsspiel gegen einen Top-Gegner.“

 

 

{loadmoduleid 374}

zurück
Das könnte Dich auch interessieren:

TSG Hoffenheim

erstellt am Do. 20.06.2024

Mehr lesen