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TSG Hoffenheim steht bei Hertha BSC Berlin unter Erfolgsdruck

TSG Hoffenheim | erstellt am Mo. 18.01.2021

Das letzte Hinrundenspiel der Saison 2020/21 wird zu einem erneuten „6-Punkte-Spiel“ für die Kraichgauer. Der Druck auf das Team von Trainer Sebastian Hoeneß wird nach drei sieglosen Auftritten im neuen Jahr immer größer. Der erhoffte Befreiungsschlag mit Erfolgen über die in der Tabelle schlechter platzierten Teams blieb bislang aus. Jetzt stehen mit den Spielen im Berliner Olympiastadion und am Sonntagabend (18 Uhr) zu Hause gegen den 1. FC Köln zwei weitere Kellerduelle auf dem Programm.

Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass die Zukunft von Trainer Hoeneß im Kraichgau eng verknüpft mit dem Ausgang dieser beiden Partien ist. Hoeneß und seine Mannschaft müssen jetzt trotz aller Belastungen und Verletzungssorgen liefern. Hoeneß selbst nennt die aktuelle Situation als „sehr herausfordernd“ und verweist weiterhin auf die vielen Verletzungen, die ihn immer wieder vor neue Herausforderungen stellen. Für den 38-jährigen Münchner geht es in den nächsten Wochen nur „mit harter Arbeit, Training und den richtigen Analysen, um sich die Erfolgserlebnisse wieder zu erarbeiten“.

Ob Hoeneß hierfür bei weiterer Erfolgslosigkeit noch das nötige Vertrauen von den Vereinsverantwortlichen erhält, ist äußerst fraglich. TSG-Mittelfeldspieler Sebastian Rudy ist optimistisch: „Wir müssen die derzeitige Situation annehmen, weiter hart an uns arbeiten. Es war ein Schritt in die richtige Richtung.“

Die Berliner stehen ähnlich mit dem Rücken zur Wand, müssen ebenfalls schnellstens liefern. Aus den letzten sieben Heimspielen holte man nur magere acht Punkte. Auch für Trainer Bruno Labbadia wird die Luft an der Spree immer dünner. Beim Hauptstadtklub hatte man sich zu Saisonbeginn nicht zuletzt dank der Millionen-Investitionen von Investor und Anteilseigner Lars Windhorst in ganz anderen Tabellenregionen gesehen.

Doch die Realität sieht ganz anders aus, die „Alte Dame“ Hertha spielt anstatt um die Europapokalplätze um den Klassenerhalt. Für Hertha-Profi Maximilian Mittelstädt ist ein Sieg inzwischen dringend nötig: „Nach den Leistungen können wir mit dem Unentschieden in Köln nicht zufrieden sein. Uns ist klar, dass wir mehr machen müssen, um die Zähler zu holen. Gegen Hoffenheim wartet ein ganz ähnliches Spiel auf uns. Es wird wieder Zeit, zu gewinnen.“

Mit Blick auf die Spielpaarungen des 16. Spieltages bietet sich der TSG als auch der Hertha die große Chance sich mit einem Dreier im optimalen Fall bis auf Platz elf vorzuarbeiten und dadurch für deutlich mehr Ruhe im Verein zu sorgen. Die Bremer auf Platz zwölf müssen in Gladbach, der Tabellenelfte aus Augsburg gegen die Münchner Bayern ran. Die Zuversicht bei TSG-Stürmer Munas Dabbur, der bei zwei Treffern in zwölf Ligaeinsätzen noch weit hinter den Erwartungen liegt, ist groß: „Manchmal braucht man einfach Glück in den Situationen vor dem Tor. Es ist keine leichte Situation, solche Phasen gibt es im Fußball. Aber wir sind davon überzeugt, dass wir da rauskommen.“

Selbstbewusst zeigte sich auch Sturmpartner Ihlas Bebou: „Wir müssen im letzten Drittel konsequenter sein, dann werden wir auch wieder mehr Tore schießen. Natürlich sehen wir uns woanders in der Tabelle, aber wir werden aus der Situation rauskommen. Wir wissen was wir können und zweifeln nicht an uns.“

In der Bilanz der bisherigen 20 Duelle liegen die Nordbadener mit neun Siegen, fünf Unentschieden und sechs Niederlagen deutlich vorn. Nur in einem der letzten neun Direktvergleiche gab es für die TSG eine Niederlage. Diese fiel beim letzten Aufeinandertreffen in Sinsheim, beim Bundesliga-Neustart nach der Corona-Zwangspause und dem gleichzeitigen Berliner Trainerdebüt von Labbadia am 16. Mai 2020 mit 0:3 deutlich aus.

 

 

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