Archivbild: Hoffenheim liegt ihm. Bayerns Robert Lewandowski traf in 6 Spielen 10 Mal gegen TSG-Keeper Baumann. Bild: Siegfried Lörz

Archivbild: Hoffenheim liegt ihm. Bayerns Robert Lewandowski traf in 6 Spielen 10 Mal gegen TSG-Keeper Baumann. Bild: Siegfried Lörz

TSG Hoffenheim mit Personalproblemen zum Rekordmeister Bayern

TSG Hoffenheim | erstellt am Fr. 04.10.2019

Angesichts der letzten Ergebnisse und der aktuellen Verfassung des amtierenden Rekordmeisters dürfte für die Kraichgauer nach neun Niederlagen und zwei Unentschieden in der bayerischen Landeshauptstadt erneut nichts zu holen sein.

Im Direktvergleich kommt nach sechs Spieltagen besonders die Effizienz zum Ausdruck. Während die Münchner im Durchschnitt bei ihren 19 Saisontreffern mit jedem fünften Torschuss erfolgreich waren (Liga-Bestwert), ist bei Gegner Hoffenheim gerade die Chancenverwertung das aktuelle Hauptproblem. Nur vier Mal trafen sie bisher ins Schwarze und ließen viele gut herausgespielte Tormöglichkeiten leichtfertig liegen. Das Resultat: Mit fünf Punkten rangiert das Team von Trainer Alfred Schreuder auf dem 12. Platz.

Das Gastspiel bei den seit 20 Bundesligaspielen ungeschlagenen Rot-Weißen wird zu einem Bonusspiel, bei dem man aus Sicht der TSG nur etwas gewinnen kann. Alles andere als ein FC-Sieg käme einer Überraschung gleich. Besonders für Bayern-Torjäger Robert Lewandowski sind Spiele gegen Hoffenheim immer Festtage. Gegen seinen Lieblingsgegner in Person von Torhüter Oliver Baumann hat der Pole, der in der Liga nach sechs Spielen zehn Treffer erzielte, bisher insgesamt 15 Treffer erzielt.

Bayern-Trainer Nico Kovac fordert nach der Champions League-Gala in London von seinen Spielern volle Konzentration auf die nächste Aufgabe: „Wir müssen gegen Hoffenheim die gleiche Leistung abliefern, wie wir es gegen Tottenham gemacht haben. Wir sind gefragt und müssen uns gut konzentrieren.“ Kollege Schreuder glaubt derweil nicht, dass der Gegner sein Team unterschätzen wird. „Darauf können wir nicht bauen. Bayern wird mit 100 Prozent zur Sache gehen. Sie haben einen super Trainer.“

 

Für Sebastian Rudy geht es gegen seinen Ex-Verein. Bild: Siegfried Lörz.

 

Schreuder sieht dennoch auch Chancen für sein Team: „Jedes Spiel gegen die Bayern sehe ich als große Herausforderung an. Ich bin sehr positiv gestimmt, wir werden uns Chancen herausspielen. Wenn das Angebot da ist, werden wir mutig zur Sache gehen. Wir haben einen klaren Plan und werden uns nicht hinten reinstellen. Denn dann brauchen wir erst gar nicht dort hinfahren.“

Neben dem bevorstehenden Gastspiel in der Münchner Landeshauptstadt mussten die Nordbadener, die nach ihrem großen personellen Umbruch noch nicht in die Spur gefunden haben, sich in den letzten Tagen vor allem in Person des Trainers Kritik gefallen lassen. In der Boulevardpresse wurde bereits über einen wackelnden Trainerstuhl und aufkommende Zweifel an Alfred Schreuder berichtet, was die Vereinsverantwortlichen umgehend vehement dementierten.

Schreuder bei der heutigen Pressekonferenz zu diesem Thema: „Ich fokussiere mich auf meine Arbeit. Alex Rosen hat sich zu diesem Thema gut geäußert. Die Mannschaft entwickelt sich, wir haben alle das gleiche Ziel. Die Ergebnisse werden in den nächsten Wochen kommen, da bin ich mir ganz sicher.“

Nach dem Stolperstart und zu den Gerüchten um den Trainer nahm jetzt der Direktor für Profifußball Alexander Rosen vor dem Bayernspiel Stellung. Dabei verwies Rosen auch auf eine gewisse Verklärung der vergangenen Saison hin. Rosen: „Wir hatten, bei allem Erfolg in den vergangenen Jahren, diese Phasen immer wieder und vielleicht häufiger als manch einer sich heute noch erinnern mag. Und da waren die Besonderheiten nicht so gravierend wie zu Beginn dieser Spielzeit. Aufgrund des Fehlens von mehreren Stammspielern sind wir noch nicht so stabil, ist logisch. Wir brauchen Zeit – und die haben wir!“

Personell muss die TSG bereits zu einem frühen Saisonzeitpunkt auf einige Leistungsträger verzichten. So fehlen in der Münchner Allianz-Arena weiterhin die beiden letztjährigen Torgaranten Andrej Kramaric und Ishak Belfodil, zudem der Toptransfer aus Salzburg, Diadie Samassekou, sowie möglicherweise Kapitän Kevin Vogt.

Schreuder stellt sich vor sein Team und appelliert für Geduld und Zeit nach dem personellen Aderlass im Sommer. Spielerisch sieht er sein Team auf einem guten Weg: „Die Art und Weise, wie wir gegen Mönchengladbach gespielt haben, ist genau das, was wir wollen. Mutig nach vorn und viele Torchancen herausspielen“. Das Einzige, was auch den Niederländer dabei störte, war die schlechte Chancenverwertung und die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor.

Beim dritten Saison-Auswärtsspiel, das von Schiedsrichter Tobias Stieler aus Hamburg geleitet wird, werden 2.700 Hoffe-Fans in München erwartet.

 

 

{loadmoduleid 374}

zurück
Das könnte Dich auch interessieren:

TSG Hoffenheim

erstellt am Do. 20.06.2024

Mehr lesen