Kramaric erzielte den entscheidenden 2:1 Siegtreffer. Bild: Siegfried Lörz
TSG Hoffenheim bezwingt starken VfL Wolfsburg mit 2:1 (2:1)
TSG Hoffenheim | erstellt am So. 07.03.2021
Die TSG Hoffenheim besiegt den in 2021 noch in der Bundesliga ungeschlagenen VfL Wolfsburg in einem unterhaltsamen, technisch anspruchsvollen und abwechslungsreichen Spiel mit 2:1 Toren.
Für die Niedersachsen waren damit eine Reihe von möglichen Rekorden schnell ausgeträumt: Nach der dritten Niederlage nach bis dahin neun ungeschlagene Bundesligaspielen in Serie verweist man nicht mehr auf die wenigsten Niederlagen, 21 Gegentreffer sind nicht mehr Ligabestwert und der vereinseigene Rekord von möglichen fünf Auswärtssiegen in Folge wurde zudem verpasst. Auch Torhüter Koen Casteels musste nach 674 Spielminuten erstmals nach einem tollen Tor von Christoph Baumgartner wieder hinter sich greifen.
Zumindest eine Serie blieb: VfL-Torjäger Wout Weghorst traf beim 1:1-Ausgleich erneut gegen seinen Lieblingsgegner, gegen den er im sechsten Spiel bereits zum siebten Mal erfolgreich war. Auf Seiten der Gastgeber war erneut Verlass auf Top-Torjäger Andrej Kramaric, der mit seinem 14. Saisontreffer den 2:1-Siegtreffer für die Blau-Weißen markierte.
Die Gastgeber kamen gut in die Partie und erspielten sich ein leichtes Übergewicht. Mit der ersten Chance im Spiel brachte Baumgartner sein Team 1:0 in Führung. Nach Vorarbeit von Pavel Kaderabek nahm der 21-jährige Österreicher den Ball rechts am Fünfmeterraum mit der Brust an und hämmerte ihn unhaltbar unter die Querlatte in Netz (8.). Die Gäste erhöhten in der Folge die Taktzahl und kamen zu ihren ersten Tormöglichkeiten. Nach 23 Minuten gelang Weghorst der 1:1-Ausgleich, nachdem er nach einem langen Ball von Schlager von der Mittellinie allein aufs TSG-Tor zulief und eiskalt vor Torhüter Oliver Baumann mit seinem 15. Saisontreffer vollendete. In einer im weiteren Verlauf ausgeglichenen Begegnung sorgte der bis dahin unauffällige Kramaric kurz vor der Pause für ein weiteres Highlight für die Kraichgauer. Nach einer Rechtsflanke von Kaderabek hatte der Kroate keine Mühe den Ball aus kurzer Distanz zur erneuten Führung einzuschieben (41.).
In der zweiten Hälfte erhöhten die Gäste erneut das Tempo und drängten die Nordbadener zunehmend in deren eigene Hälfte. Der Druck des Tabellendritten wurde immer größer, während die Hoeneß-Truppe auf Konterchancen lauerte. Das Glück stand den Gastgebern in einigen Aktionen dabei zur Seite, nachdem individuelle Fehler von Bebou (47.), Florian Grillitsch (53.) und Baumann (61.) ohne Folgen blieben. Die größte Ausgleichschance vergab Weghorst, als er aus fünf Metern völlig frei knapp über die Latte köpfte (62.).
Wenig später hatten die Gäste Glück, als ein Foulspiel von Baku an Baumgartner Zentimeter vor der Strafraumgrenze geahndet wurde, wobei der anschließende Freistoß von Kramaric weit sein Ziel verfehlte (66.). Auch wenn die TSG in der zweiten Hälfte nur wenige Offensivaktionen hatte, so verteidigte sie gegen einen zeitweise überlegenen Gegner leidenschaftlich, kämpferisch und mit viel Hingabe. Nachdem Wolfsburg in der Schlussphase eine Doppelchance durch Joao Victor und Daniel Ginczek (87.) nicht verwerten konnte, blieb es letztendlich beim glücklichen 2:1-Heimsieg.
Ein unschöne Aktion gab es noch in der vierten Minute der Nachspielzeit, als Wolfsburgs Paulo Otavio den allein aufs leere Tor zulaufenden Munas Dabbur mit beiden Beinen von hinten zu Fall brachte und nach dieser Notbremse völlig zu Recht mit Rot vom Platz flog. Die TSG Hoffenheim gastiert am nächsten Samstag (18 Uhr) im baden-württembergischen Nachbarschaftsduell beim VfB Stuttgart. Mit einem Auswärtssieg könnten die Hoeneß-Schützlinge mit dem Tabellenneunten punktemäßig gleichziehen.
TSG Hoffenheim – VfL Wolfsburg 2:1 (2:1)
TSG Hoffenheim: Baumann – Adams, Grillitsch, Richards – Kaderabek, Rudy (90.+3 Bogarde), Samassekou, John (53. Sessegnon) – Baumgartner – Bebou (77. Skov), Kramaric (77. Dabbur)
VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu (46. Joao Victor), Brooks, Lacroix, Otavio – Schlager (84. Bialek), Arnold – Baku, Gerhardt (46. Mehmedi), Steffen (71. Ginczek) – Weghorst
Tore: 1:0 Baumgartner (8.), 1:1 Weghorst (23.), 2:1 Kramaric (41.)
Rote Karte: Otavio (90.+4)
Schiedsrichter: Markus Schmidt
Zuschauer: Fehlanzeige
{loadmoduleid 374}
zurück