Archivbild. Rechts Leipzigs Yussuf Poulsen, der das Siegtor erzielte. Links Fabian Schär, der mittlerweile bei Newcastle United spielt. Foto: Siegfried Lörz Kraichgaufoto
Trister Flutlichtkick ++ Hoffenheim verliert gegen Leipzig und rutscht in der Tabelle weiter ab
TSG Hoffenheim | erstellt am Do. 17.12.2020
Am 12. Bundesliga-Spieltag kassierten die Kraichgauer in einer höhepunktarmen und wenig unterhaltsamen Partie eine 0:1-Heimniederlage und rutschten in der Tabelle auf Platz 13, in die abstiegsgefährdende Zone ab.
Spielerisch konnte die Partie zu keiner Phase an die letzten spannenden und torreichen Duelle zwischen beiden Mannschaften anknüpfen. Beide Teams störten den Gegner früh im Spielaufbau, was zu reichlich Ballverlusten und Fehlpässen führte. Die Defensivreihen standen sicher, und so kam es folglich nur zu wenigen Strafraumaktionen. Sich gegenseitig neutralisieren, ja kein zu hohes Risiko gehen, war die Devise.
In der ersten Hälfte gab es nur eine vielversprechende Torchance für die Gastgeber, die aber leichtfertig vergeben wurde. Nach einer kurz ausgeführten Ecke köpfte Abwehrspieler Adams am langen Pfosten aus zwei Metern unbedrängt neben das Tor (23.). Eine hundertprozentige Torchance, die die Blau-Weißen liegen ließen. Leipzig tat noch weniger und konnte bei einem harmlosen Distanzschuss von Sabitzer nur einen Torschuss in Hälfte 1 aufweisen (37.).
Auch in der zweiten Hälfte änderte sich zunächst wenig am tristen Flutlichtkick. Die Schlüsselszene folgte nach einer Stunde. Während Abwehrchef Vogt mit einer Knieverletzung außerhalb des Spielfeldes behandelt werden musste, nutzten die Sachsen dies eiskalt: Nach Vorarbeit von Sabitzer landete der Ball bei Poulsen, der frei vor Torhüter Baumann aus fünf Metern unhaltbar ins rechte Eck zur glücklichen Gästeführung traf (60.).
Die TSG drängte in der Folge mit aller Macht auf den Ausgleich, scheiterte aber immer wieder an der stärksten Defensive der Liga. In der 72. Minute verhindert RB-Keeper Gulacsi das mögliche 1:1, als er nach einer Flanke von Sessegnon einen Kopfball von Baumgartner aus fünf Metern reaktionsschnell mit einer Hand über die Querlatte lenkte. Während den Hoffenheimern in der Schlussphase trotz aller Bemühungen weiter die nötige Durchschlagskraft fehlte, lauerte Leipzig immer wieder auf Konter.
Doch letztendlich blieb es beim knappen, glücklichen Sieg der Gäste, die nun schon zum vierten Mal in Folge ohne Gegentreffer blieben. Für Baumgartner, erneut einer der stärksten Hoffenheimer, war es eine sehr unglückliche Niederlage: „Für mich war es ein Spiel auf Augenhöhe. Die Niederlage tut natürlich weh, weil wir es extrem gut gemacht und nichts zugelassen haben. Wir hatten selbst auch nicht so viele Chancen, aber hätten durchaus treffen können.“
Für Abwehrspieler Akpoguma war es ein Duell auf Augenhöhe: „Die Effektivität im letzten Drittel hat den Unterschied gemacht. Beide Teams haben wenig Chancen zugelassen. Die Trainer hatten die Teams gut eingestellt, defensiv standen wir sehr gut, offensiv war es sehr schwer, Lösungen zu finden.“
Die effizienten und cleveren Sachsen sind nun seit sechs Spielen ungeschlagen und schielen am Wochenende auf den möglichen Sprung auf die Pole-Position, während die TSG ihren Erwartungen immer weiter hinterherhinkt. Angesichts der zuletzt gezeigten Leistungen ist es schwer, an einen Auswärtssieg am letzten Spieltag des Jahres am Samstag (15.30 Uhr) bei Borussia Mönchengladbach zu glauben.
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