Archivbild: Spielszene TSG Hoffenheim-Eintracht Frankfurt Saison 2019/2020. Bild: S. Lörz
Spitzenspiel Frankfurt – Hoffenheim ++ „Andrej Kramaric will auch endlich gegen die Frankfurter Eintracht treffen“
TSG Hoffenheim | erstellt am Do. 01.10.2020
Die Kraichgauer sind unter der Regie ihres neuen Cheftrainers Sebastian Hoeneß mit zwei Siegen über den 1. FC Köln (3:2) und Serienmeister FC Bayern München (4.1) optimal in die neue Saison 2020/21 gestartet.
Im 13. Erstligajahr konnten die Hoffenheimer damit zum 16. Mal die Tabellenführung erklimmen. Entsprechend selbstbewusst und motiviert werden die Blau-Weißen die Reise ins benachbarte Hessen am Samstag antreten, um die Tabellenspitze zu verteidigen.
Demgegenüber möchte die gastgebende Eintracht ihre saisonübergreifende Serie von sechs ungeschlagenen Bundesligapartien in Folge weiter ausbauen. Mit einem Heimerfolg könnte die SGE bei aktuell 8 Niederlagen, 7 Unentschieden und 7 Siegen nach 23 Bundesligaduellen mit den Kraichgauern gleichziehen. Und glaubt man der Statistik, dann stehen hierfür die Vorzeichen nicht schlecht, zumal die letzten vier Duelle unter Eintracht-Coach Adi Hütter allesamt gegen die TSG gewonnen werden konnten.
Das Duell am Samstagnachmittag (Beginn 15.30 Uhr) ist zugleich auch ein interessanter Vergleich der Torjäger auf beiden Seiten. Während auf Seiten der Gastgeber André Silva zuletzt saisonübergreifend in den letzten zwölf Bundesligapartien zehn Mal traf, wartet bei Gegner Hoffenheim der kroatische Nationalstürmer Andrej Kramaric weiterhin auf seinen ersten Torerfolg gegen das Team aus der Bankenmetropole. Der Vizeweltmeister hat in der Bundesliga gegen 22 Vereine gespielt, war gegen 21 auch Torschütze, nur gegen die Eintracht nicht!
Der hochmotivierte Kramaric, der kurz vor Schließung des Transferfensters am 5. Oktober mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht wird, wird alles daransetzen, seine negative Frankfurt-Serie zu beenden. Die Hoffenheimer Verantwortlichen werden alles dafür tun, ihren Torgaranten nicht nach München abwandern zu lassen. Da Kramaric keine Ausstiegsklausel in seinem bis 2022 laufenden Vertrag hat, wäre die hohe Ablöse selbst für den frischgebackenen Supercup-Gewinner zu Corona-Zeiten eine Hemmschwelle.
Für Mijat Gacinovic, der im Tausch mit Steven Zuber zu Saisonbeginn nach Hoffenheim kam, wird es eine Reise in die Vergangenheit. Für die Eintracht bestritt er 116 Bundesligaspiele und wurde 2018 Pokalsieger. Im Finale gegen die Bayern erzielte er den 3:1-Endstand.
Auf der anderen Seite wird der Schweizer Zuber alles in die Waagschale werfen, um gegen den Ex-Verein erfolgreich zu sein. Personell haben die Hoffenheimer einige Sorgen, zumal mit Ermin Bicakcic (Kreuzbandriss) und Benjamin Hübner (Kapsel- und Bandblessur im linken Fuß) zwei Innenverteidiger ausfallen. Hübner fehlte schon öfters gegen Frankfurt, wo sein Vater Sportdirektor ist. Erst in vier von neun Bundesligaduellen konnte der gebürtige Wiesbadener dabei sein.
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