Hoffenheims Kramaric (weiß) befindet sich noch immer in Quarantäne. Bild: Marc Schüler Sportpics

Hoffenheims Kramaric (weiß) befindet sich noch immer in Quarantäne. Bild: Marc Schüler Sportpics

Spiel gegen Union Berlin richtungsweisend für die TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim | erstellt am So. 01.11.2020

… den historisch ersten Auswärtssieg auf internationaler Bühne landen konnte, steht wieder der Bundesligaalltag auf dem Programm.

Bei den Kraichgauern hofft man, dass sich der Erfolg vom Donnerstagabend beim belgischen Erstligisten positiv auf die nächste Aufgabe überträgt. Das neugewonnene Selbstvertrauen und den Glauben an die eigenen Stärken gilt es jetzt, in der Partie des 6. Spieltages gegen Union Berlin auf den Platz zu bringen. Der TSG bleibt ausreichend Zeit, sich auf die Köpenicker vorzubereiten, da die Partie erst für Montagabend (20.30 Uhr) als Geisterspiel in der Sinsheimer Arena terminiert ist.

Mit Blick auf die Tabelle könnte das Team von Trainer Sebastian Hoeneß in der letzten Partie des Spieltages einen gewaltigen Sprung nach oben machen. Mit einem Heimsieg würde man bei aktuell sieben Punkten auf Rang 9, je nach Ausgang der Sonntagsspiele, auf einen internationalen Tabellenplatz klettern.

Bei einer Niederlage hingegen ginge es runter in die zweite Tabellenhälfte, und man hätte vorerst den Anschluss an die internationalen Ränge aus den Augen verloren. Die möchte man unbedingt verhindern, zumal man bei der TSG angesichts des zur Verfügung stehenden Personals weitaus höhere Ansprüche hat. Hoeneß hat in den letzten Spielen angesichts des dicht getakteten Spielplans mit reichlich Englischen Wochen bewusst die Rotationsmaschine angeworfen, um seine Profis auf die Mehrfachbelastung vorzubereiten.

Personell fehlen neben den Langzeitverletzten Ermin Bicakcic (Kreuzbandriss), Konstantinos Stafylidis (Schulteroperation) und Benjamin Hübner (Kapselverletzung im Sprunggelenk) weiterhin die zwei sich noch in Quarantäne befindenden Andrej Kramaric und Kasim Adams. Pavel Kaderabek hat nach seiner Corona-Zwangspause inzwischen wieder am Mannschaftstraining teilgenommen, dürfte aber aufgrund des Trainingsrückstandes am Montagabend noch nicht zur ersten Wahl gehören. Und ob Mittelfeldspieler Dennis Geiger seine Kniebeschwerden bis Montagabend auskuriert hat, ist nach aktuellem Stand noch offen.

Die statistischen Vorzeichen gegen die Eisernen von Union, die aktuell mit sechs Punkten auf Platz 12 in Reichweite der Nordbadener sind, sprechen für die Gastgeber, die in den bisherigen beiden Duellen gegen den Hauptstadtklub mit zwei Siegen und 6:0 Toren vom Patz gingen. Aber aufgepasst: Das Team von Trainer Urs Fischer ist seit vier Spieltagen ungeschlagen und ein recht unangenehmer und schwer auszurechnender Gegner.

Vor allem bei Standards sind die Berliner äußerst gefährlich. 13 der vergangenen 22 Pflichtspieltreffer fielen dabei nach einer Standardsituation. Auswärts ist die Bilanz sogar noch eindrucksvoller: Die vergangenen sieben Tore erzielte Union jeweils nach einem ruhenden Ball. Ihre bisherigen acht Bundesligatore erzielten sieben verschiedene Torschützen. In beiden Saison-Auswärtsspielen gab es für die Eisernen jeweils ein 1:1-Unentschieden.

Die Fans sind wieder ausgeschlossen: Die Montagabendpartie gegen Union Berlin muss erneut ohne Zuschauer stattfinden. Für die Hoffenheimer geht es danach Schlag auf Schlag weiter. Bereits am nächsten Donnerstag trifft man am 3. Europa League-Spieltag zu Hause um 21 Uhr auf den tschechischen Vertreter von Slovan Liberec. Drei Tage später geht es in der Bundesliga am Sonntag, den 8. November zum VfL Wolfsburg. Für die Hoeneß-Truppe steht ein interessanter und sportlich reizvoller November bevor.

 

 

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