Archivbild: TSG 1899 Hoffenheim vs. Bor. Moenchengladbach - v. li. im Zweikampf Andrej Kramaric (Hoffenheim) und Michael Lang (Bor. Moenchengladbach). Foto: Siegfried Lörz Kraichgaufoto

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„Spagat zwischen Ligaalltag und internationalem Wettbewerb noch nicht geschafft“ ++ Hoffenheim muss nach Mönchengladbach

TSG Hoffenheim | erstellt am Fr. 18.12.2020

… in eine kurzzeitige zweiwöchige Winterpause, ehe sie am ersten Januar-Wochenende mit dem 14. Spieltag eine Fortsetzung nimmt.

Vor allem für die sechs Vereine, die noch im internationalen Wettbewerb vertreten sind, sorgten die zuletzt vielen Englischen Wochen für reichlich Terminstress. Dem nicht genug, müssen einige Vereine noch kurz vor Weihnachten die Begegnungen in der zweiten DFB-Pokalrunde absolvieren. Die TSG Hoffenheim gehört zu dieser Gruppe, die noch in allen drei Wettbewerben vertreten ist und zuletzt mehr Spiel- als Trainingseinsätze aufzuweisen hatte.

Nach zwölf Spieltagen rangieren die Kraichgauer im unteren Tabellenmittelfeld auf Platz 13. Nach den letzten beiden Niederlagen innerhalb von nur drei Tagen gegen Bayer Leverkusen (1:4) und RB Leipzig (0:1) beträgt der Abstand zum Relegationsplatz nur noch fünf Zähler. Angesichts der aktuellen Situation müssen die Blau-Weißen nun punkten, auch wenn die nächste Aufgabe am Samstag um 15.30 Uhr beim Champions League-Achtelfinalisten Borussia Mönchengladbach alles andere als einfach wird.

Während die Gladbacher als Tabellenachter mit einem Heimsieg sich in die internationalen Ränge vorarbeiten können, müssen die Hoffenheimer am Niederrhein unbedingt etwas holen, um nicht in den Abstiegskampf zu geraten. Mit einem Auswärtsdreier hingegen könnte die Hoeneß-Truppe zum Jahresende zumindest im Tabellenmittelfeld überwintern.

Der Vorteil der englischen Wochen ist, dass man bereits schnell wieder die Möglichkeit bekommt, ein Negativerlebnis wettzumachen. Für Christoph Baumgartner, der beim 0:1 gegen Leipzig zu den besten Hoffenheimern zählte, ging bereits wenige Minuten nach dem Abpfiff der Blick voraus auf den nächsten Gegner: „Wir sind sehr enttäuscht, aber ab morgen gehen die Köpfe wieder nach oben. Am Samstag wollen wir in Gladbach punkten.“

Auch Teamkollege Kevin Akpoguma war schnell auf die nächste Aufgabe fokussiert: „Die Effektivität gegen Leipzig im letzten Drittel hat den Unterschied gemacht. Du musst solche Abende abhaken, versuchen nach vorne zu schauen. Am Samstag steht das nächste Spiel an, der Fokus muss sofort auf Gladbach gehen.“

TSG-Trainer Sebastian Hoeneß sieht die Gladbacher Fohlen zwar als starken Gegner, verweist jedoch darauf, dass im Gegensatz zu den letzten beiden Gegnern Leverkusen und Leipzig beim VfL etwas die Stabilität abhandengekommen ist. Für den 38-Jährigen ist ein mutiger Auftritt mit viel positiver Energie Voraussetzung, um im Borussia-Park zu punkten. Vor allem die zuletzt vermisste Effektivität wünscht sich der gebürtige Münchner von seiner Mannschaft zurück.

Personell hat sich die Situation gegenüber dem Leipzigspiel deutlich verbessert. Nach ihren abgelaufenen Sperren stehen im Borussia-Park Dennis Geiger, Florian Grillitsch und Stefan Posch wieder zur Verfügung.
Hoeneß sieht sein Team für die letzten beiden Aufgaben im Kampfmodus. „Punkten in Gladbach und dann am nächsten Dienstag im Heimspiel über Greuther Fürth in die nächste Pokalrunde einziehen“, ist das ausgegebene Ziel, um dann im neuen Jahr die weiteren anspruchsvollen Aufgaben anzugehen.

Den Spagat zwischen dem Ligaalltag und internationalem Wettbewerb haben die Nordbadener im Vergleich zu den anderen deutschen Europapokalteilnehmern noch nicht ganz gefunden. Hoeneß: „Die Diskrepanz zwischen den Leistungen und den Ergebnissen stimmt aktuell noch nicht. Wir müssen daran arbeiten und den Durchbruch schaffen – am besten bereits in Gladbach.“

Die Borussen, die in der Königsklasse im Achtelfinale auf Manchester City treffen, konnten zuletzt nur eines von sechs Pflichtspielen für sich entscheiden. Nach 24 Bundesligapartien ist die Bilanz zwischen den beiden gemeinsamen Bundesligaaufsteigern von 2008 mit jeweils sieben Siegen ausgeglichen. Allerdings konnte die TSG keines der vergangenen sechs Duelle bei zwei Niederlagen und vier Unentschieden für sich entscheiden. Am Samstagnachmittag wäre hierzu eine passende Gelegenheit.

 

 

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