Archivbild: Hoffenheims Ishak Belfodil (links) und Pavel Kaderabek im Spiel gegen den VfL Wolfsburg (2019/2020). Bild: Siegfried Lörz Kraichgaufoto

Archivbild: Hoffenheims Ishak Belfodil (links) und Pavel Kaderabek im Spiel gegen den VfL Wolfsburg (2019/2020). Bild: Siegfried Lörz Kraichgaufoto

Negativlauf der TSG Hoffenheim findet beim VfL Wolfsburg seine Fortsetzung

TSG Hoffenheim | erstellt am Mo. 09.11.2020

Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß kassierte beim VfL Wolfsburg eine 1:2-Niederlage und rutschte nach nur einem Punkt aus den letzten fünf Partien in die unteren Regionen auf Tabellenplatz 13. In einer vor allem in der Schlussphase kuriosen Partie zweier Tabellennachbarn versäumten es die Gastgeber, vorzeitig das Spiel zu entscheiden und mussten bis zum Abpfiff um den Heimsieg bangen.

Gleich zu Beginn gab es viel Aufregung und Diskussionen. Zunächst verhinderte TSG-Abwehrchef Vogt einen Treffer, als er einen Schuss von Brekalo auf der Torlinie klärte (3.). Nur zwei Minuten später checkte der Videoschiedsrichter gleich zwei strittige Szenen. Zunächst kam Hoffenheims Dabbur im gegnerischen Strafraum zu Fall und beim anschließenden Konter traf Wolfsburgs Steffen abseitsverdächtig ins gegnerische Tor.

Nach über zweiminütiger Unterbrechung wurde schließlich auf 1:0 für die Gastgeber entschieden (7.). Die Kraichgauer taten sich in der Folge schwer im Spiel nach vorn ohne jegliche Torgefahr auszustrahlen. Anders die Wölfe, die ihre Chancen effektiv nutzten. In der 26. Minute erhöhte Weghorst auf 2:0, nachdem zuvor Torhüter Oliver Baumann und Akpoguma noch in höchster Not klären konnten.

Wolfsburg hatte in der ersten halben Stunde viel zu viele Freiräume. In der 40. Minute konnten die Gäste ihre erste klare Torchance verzeichnen. Nach einem Konter bot sich Belfodil eine große Chance, als er frei vor dem Tor den Ball per Außenrist einen halben Meter neben den rechten Pfosten setzte. Kurz vor dem Pausenpfiff brannte es noch zwei Mal lichterloh im VfL-Strafraum, doch weder Belfodil (45.) noch Baumgartner (45.+3) konnten den zu diesem Zeitpunkt wichtigen Anschlusstreffer markieren.

Im zweiten Abschnitt entwickelte sich ein offeneres, umkämpftes Spiel, bei dem die Blau-Weißen mehr Offensivpower erzeugten. Zunächst parierte Baumann nach einem Freistoßtrick einen Schuss von Roussillon (55.) und dann verhinderte sein Gegenüber Casteels gegen Baumgartner den Anschlusstreffer (64.). Nach einer Rudy-Flanke kam Dabbur zum Kopfball, doch Casteels lenkte den Ball mit den Fingerspitzen gerade noch über die Latte (73.).

Das in der Folge von reichlichen Fehlpässen geprägte Spiel verflachte ohne große Höhepunkte und wurde erst in der Schlussphase richtig turbulent. Nach einem kapitalen Fehler von Akpoguma führte ein Foul von Kevin Vogt an Gegenspieler Schlager zum Elfmeter für Wolfsburg. Doch anstatt vorzeitig alles klar zu machen, schoss Weghorst links am Tor vorbei (84.). Saisonübergreifend endet damit eine Serie von zuvor 35 verwandelten Strafstößen. Die TSG ging nun volles Risiko. Nach einem Stellungsfehler von Brooks verkürzte der eingewechselte Joker Adamyan auf 2:1 (87.).

Die Niedersachsen standen jetzt mächtig unter Druck. Nach einem Handspiel von Arnold im Luftkampf mit dem nach vorn geeilten Baumann gab es in der Nachspielzeit Elfmeter. Doch anstatt den inzwischen verdienten Ausgleich zu markieren, scheiterte Dabbur vom Punkt aus an Casteels (90.+4), der so den Wolfsburgern drei wichtige Punkte rettete. Während die Wölfe weiter ungeschlagen bleiben und auf Platz 6 kletterten, befinden sich die Kraichgauer vor der Länderspielpause in den unteren Regionen.

Das Fazit von Nationalspieler Rudy war treffend: „Wir waren die ersten 30 Minuten überhaupt nicht wach und müssen uns heute an die eigene Nase fassen, dass wir das Spiel verloren haben. Unsere Negativserie nervt. Wir haben in den vergangenen Spielen häufig diese Phasen, in den wir nicht konzentriert auf dem Platz sind.“ Die nächste Gelegenheit endlich wieder einen Bundesligasieg zu landen, bietet sich den Hoffenheimern am 21. November im baden-württembergischen Nachbarschaftsduell in Sinsheim gegen den VfB Stuttgart.

VfL Wolfsburg: Casteels – Baku, Lacroix, Brooks, Roussilion – Schlager (90. Pongracic), Arnold – Steffen (71. Joao Victor), Philipp (62. Mehmedi), Brekalo (71. Gerhardt) – Weghorst
TSG Hoffenheim: Baumann – Bogarde (87. Klauss), Vogt, Akpoguma – Rudy, Samassékou (74. Bebou), Grillitsch (59. Ga?inovi?), Sessegnon – Baumgartner – Dabbur, Belfodil (59. Adamyan)

Tore: 1:0 Steffen (7.), 2:0 Weghorst (26.), 2:1 Adamyan (87.)
Besondere Vorkommnisse: Weghorst schießt einen Foulelfmeter am Tor vorbei (84.), Dabbur scheitert mit einem Handelfmeter an Casteels (90.+4)

Am Sonntagabend wurde die 2. Runde des DFB-Pokals ausgelost. Dabei bestreitet die TSG Hoffenheim am Di., 22. oder Mi., 23. Dezember erstmals wieder nach sechs Jahren ein Heimspiel. Gegner ist Zweitligist SpVgg Greuther Fürth.

 

 

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