Bild: KraichgauSport / Lörz

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Letztes Spiel von Torjäger Andrej Kramaric im TSG-Trikot? ++ Hoffenheim empfängt Hertha BSC Berlin

TSG Hoffenheim | erstellt am Do. 20.05.2021

Für Spieler, Trainer und Funktionäre endet damit auch eine zweiwöchige Trainingslager-Quarantäne, die von der Deutschen Fußball-Liga auferlegt wurde, um in Pandemiezeiten Spielausfälle aufgrund von Corona-Erkrankungen zu vermeiden und planmäßig am Pfingstsamstag pünktlich nach 17:15 Uhr die Saison – mit Ausnahme der Relegationsspiele – zu beenden.

Der letztjährige Europa League-Teilnehmer TSG Hoffenheim wird die Saison, unabhängig vom Ausgang der letzten Heimpartie gegen Hertha BSC Berlin, als Tabellenelfter abschließen. Nachdem sich seine Mannschaft an Ostern gefährlich der Abstiegsregion näherte, gelang es den Blau-Weißen, sich nach sechs Spielen ohne Niederlage kontinuierlich hiervon wieder zu entfernen.

Der nächste Gegner aus der Bundeshauptstadt hat eine noch bessere Bilanz vorzuweisen und ist seit acht Ligaspielen unbesiegt. Das Team des Ungarn Pal Dardai sicherte sich am vorletzten Spieltag mit einem Torlos-Remis gegen den 1. FC Köln vorzeitig den Klassenerhalt. Dies war bereits die fünfte Nullnummer der „Alten Dame“.

Solche Ergebnisse sind bei Gegner Hoffenheim eher selten, zumal mit Torjäger Andrej Kramaric ein Stürmer in deren Reihen steht, der oft allein den Unterschied ausmacht und immer für einen Treffer gut ist. 81 Tore erzielte der Kroate in seinen bisherigen 159 Bundesligaspielen in fünfeinhalb Jahren für die Nordbadener, 19 Treffer davon allein in dieser Saison.

Ob der 29-Jährige auch in der nächsten Saison an der Elsenz weiter auf Torejagd gehen wird, ist derzeit völlig offen. Seine Torgefährlichkeit macht Kramaric, der in Hoffenheim noch bis Juni 2022 Vertrag hat, bei den Top-Klubs begehrlich. Kramaric steht altersbedingt womöglich vor seinem letzten großen Vertragsabschluss im Profifußball.

Ob er diesen nun bei der TSG oder bei einem anderen Verein abschließen wird, entscheidet er erst nach der Europameisterschaft. Hier bekommt der Vizeweltmeister nochmal eine große Bühne, um sich internationalen Vereinen zu präsentieren.

Nach dem 1:1-Remis am vergangenen Wochenende in Bielefeld bedankte sich Kramaric in einem anschließenden Interview bei Verein und Mitstreitern für die tollen gemeinsamen Jahre. Über seine weitere Zukunft wollte er noch nichts verraten: „Wir werden sehen, was nächste Saison passiert.“ Gut möglich, dass der erfolgreichste Hoffenheimer Torschütze am Samstag in der erneut leeren Sinsheimer Arena sein Abschiedsspiel bestreitet.

Berlins Trainer Dardai möchte eine Negativserie beenden, zumal sein Team unter ihm als Trainer in den bisherigen fünf Gastspielen in Sinsheim noch nie gewinnen und nur einen Punkt entführen konnte. Für Dardai geht der Blick bereits in Richtung nächste Saison: „Wenn wir in Hoffenheim nicht verlieren, haben wir eine Serie von neun ungeschlagenen Partien hinter uns. Dann herrscht eine positive Energie im Vorfeld der kommenden Runde.“

Verletzungsbedingt müssen die Herthaner auf Matheus Cunha (Sprunggelenksverletzung) und Maximilian Mittelstädt (Gehirnerschütterung) verzichten. Dafür kehren Sami Khedira nach überstandener Wadenverhärtung und die zuletzt gesperrten Dodi Lukebakio und Vladimir Darida wieder in den Kader zurück.

Die Liste der möglichen Ausfälle bei den Hoffenheimern ist um einiges länger. Nur gut, dass es ergebnistechnisch um nichts mehr geht. So stehen Trainer Hoeneß mit den Langzeitverletzten Benjamin Hübner (Fußverletzung), Ermin Bicakcic (Kreuzbandriss), Dennis Geiger (Sehnen-OP am Oberschenkel) und Konstantinos Stafylidis (Bruch des Schienbeinkopfes) zudem noch Kevin Akpoguma (Oberschenkelverletzung), Oliver Baumann (Schambeinprobleme), Chris Richards (Oberschenkelprobleme), Christoph Baumgartner (Sprunggelenksverletzung) und Harvard Nordtveit (Fußprobleme) nicht zur Verfügung.

Die Liste der verletzungsbedingten Ausfälle wird durch Munas Dabbur (private Probleme), Ishak Belfodil (Trainingsrückstand), Joshua Brenet (ausgemustert) und Mijat Gacinovic (Gelbsperre) ergänzt. Die Bilanz aus den bisherigen 21 Bundesligaduellen spricht bei zehn Siegen, fünf Unentschieden und sechs Niederlagen für die Gastgeber. Das Hinspiel gewann die Hoeneß-Truppe im Berliner Olympiastadion souverän mit 3:0.

 

 

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