Robert Skov ist für das erste Punktspiel der TSG wieder einsatzfähig Bild: KraichgauSport / Lörz
„Ich sehe bereits eine Entwicklung“ ++ Bundesligadebüt für TSG Hoffenheim-Coach Sebastian Hoeneß beim 1.FC Köln
TSG Hoffenheim | erstellt am Do. 17.09.2020
Die TSG Hoffenheim tat sich beim ersten Pflichtspiel gegen den Viertligisten Chemnitzer FC äußerst schwer und erreichte erst über das Elfmeterschießen die 2. Runde. Beim Bundesligaauftakt gastieren die Kraichgauer am Samstag um 15.30 Uhr beim 1. FC Köln.
Nachdem schon im Pokalwettbewerb begrenzt Zuschauer zugelassen waren, dürfen nun auch im Ligawettbewerb nach den vielen Geisterspielen seit März wieder Fans in die Arenen. Bis zu 20 Prozent der Plätze in den Stadien dürfen unter Hygieneauflage besetzt werden. Demnach werden im Kölner Rhein-Energie-Stadion am Samstag rund 9.200 Besucher erwartet.
Im Duell zwischen der TSG und dem 1. FCK treffen zwei offensivfreudige Mannschaften aufeinander, die in der vergangenen Saison beide über 50 Treffer erzielten. Im Direktvergleich können die Gäste aus den bisherigen 18 Ligaduellen mit acht Siegen, sechs Unentschieden und sechs Niederlagen eine deutlich bessere Bilanz aufweisen.
Noch deutlicher ist die Bilanz aus den letzten acht Bundesliga-Spielen, in denen die Rheinländer jeweils sieglos blieben und die letzten vier Partien gegen die TSG allesamt verloren. Während die Kölner seit zehn Bundesligaspielen sieglos sind, konnten sich die Blau-Weißen dank eines Schlussspurts am Ende der letzten Saison mit drei Siegen noch für die Europa-League-Gruppenphase qualifizieren.
Gespannt ist man auf das Bundesligadebüt des neuen Hoffenheimer Trainers Sebastian Hoeneß. Der gebürtige Münchner möchte eine neue Spielidee entwickeln und attraktiven Offensivfußball spielen lassen sowie junge Talente an den Profikader heranführen.
„Grundsätzlich ist es so, dass wir mitten in dem Prozess sind, eine Idee zu implementieren. Wir sind erst in der Anfangsphase. Ich sehe da bereits eine Entwicklung. Und trotzdem gibt es auch da noch Dinge, die wir besser machen wollen, die immer wieder eingeübt werden müssen. Das ist ein fortlaufender Prozess“, sagte er gegenüber dem Hoffenheimer Klubmagazin.
Personell gab es gegenüber der vergangenen Saison wenig Veränderungen. Lediglich die beiden Routiniers Sebastian Rudy (war vom FC Schalke 04 ausgeliehen) und Steven Zuber (Eintracht Frankfurt) verließen den Verein. Als einzig Neuer wurde Mijat Gacinovic aus Frankfurt verpflichtet.
Beim Saisonauftakt muss Hoeneß im Defensivbereich neben dem Langzeitverletzten Havard Nordtveit noch auf Pavel Kaderabek (Oberschenkelprellung) und Stefan Posch (Schienbeinprellung) verzichten. Beide zogen sich ihre Verletzungen im Pokalspiel in Chemnitz zu. Demgegenüber dürften die in Sachsen noch fehlenden Benjamin Hübner, Robert Skov und Munas Dabbur wieder einsatzfähig sein.
Angesichts des zur Verfügung stehenden, größtenteils eingespielten Spielerkaders ist der TSG in der neuen Saison einiges zuzutrauen. Vieles wird davon abhängen, wie das Hoeneß-Team die Mehrfachbelastung durch die Europapokalteilnahme meistert. Bleibt die junge Mannschaft weitgehend von Verletzungssorgen verschont, ist eine erneute Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb durchaus vorstellbar.
Und sollte notfalls personell in der Winterpause noch nachgerüstet werden, sind die finanziellen Mittel durch die letztjährigen Transfereinnahmen im Sommer hierfür vorhanden.
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