Jubel von Sandro Wagner über seinen Treffer zum 0:2 in Nordirland.  Bild: Gameday-Media Service

Jubel von Sandro Wagner über seinen Treffer zum 0:2 in Nordirland. Bild: Gameday-Media Service

„Ich habe hier viel Spaß, das ist für mich das Wichtigste.“ ++ Sandro Wagner will sich über gute Leistungen empfehlen

TSG Hoffenheim | erstellt am Fr. 06.10.2017

Mit seinem Treffer zum 0:2 brachte der die DFB-Elf endgültig auf die Siegerstraße und untermauerte zudem seinen Anspruch auf ein Ticket für die WM 2018 in Russland.

Auch wenn beim Team von Bundestrainer Joachim Löw vor dieser Partie von einer Stürmerkrise die Rede war, viel zu spüren war davon nicht. Sicher war es nicht hilfreich, dass Timo Werner und Mario Gomez verletzungsbedingt passen mussten, doch gegen eine so physisch starke Defensive wie die der Nordiren wäre Wagner aus diesem Trio ohnehin die bessere Wahl gewesen. Dass der ehemalige Darmstädter, der mit seinen 14 Treffern maßgeblich zum Klassenerhalt der Lilien beitrug, bei den Spielen gegen Nordirland und Aserbaidschan mit dabei sein würde, war ihm bereits seit Ende August bewusst.

„Auch wenn ich zu den WM-Qualifikationsspielen in Prag gegen die Tschechische Republik und gegen Norwegen nicht nominiert wurde, hatte mir Bundestrainer Joachim Löw schon damals mitgeteilt, dass ich im Oktober dabei sein würde“, wusste der Hoffenheimer Stürmer um seine nächste Chance in der Nationalmannschaft.

Diese Chance zu nutzen hatte er sich fest vorgenommen, denn gegen die Tschechische Republik und Norwegen machte die Konkurrenz in Person von Timo Werner auf sich Aufmerksam und spielte sich ins Rampenlicht. „Oliver Bierhoff hat vor der Partie schon zu mir gesagt, dass ich meine Torquote unbedingt halten müsse. Daran habe ich mich gehalten, also ein guter Abend für mich“, lachte Wagner nach dem Spiel im Windsor Park erleichtert. Denn es gelang ihm: drei Spiele und drei Tore waren es bis zu diesem Abend, ein weiteres Tor kam ja mit dem 0:2 im vierten Einsatz hinzu.

Den Vergleich mit den Konkurrenten Werner und Gomez scheut Wagner nicht, hält ihn aber auch nicht für gerechtfertigt. „Timo Werner ist ein ganz anderer Stürmertyp als ich es bin. Mario Gomez und ich sind ähnliche Typen, aber von unserer Spielweise her unterschiedlich. Wir sind beide groß, aber total unterschiedliche Spielertypen. Mario hat seine Qualitäten und ich habe meine. Das Vertrauen des Bundestrainers für dieses Spiel hat mich gefreut und es hat ja auch wieder gut geklappt.“, beschreibt der 29-jährige dies.

Einen Stammplatz in der Nationalelf will Wagner nach seinen vier Toren in vier Spielen nicht einfordern und sieht sich auch nicht in der Position dazu. Vielmehr will er sich lieber über die Leistung weiterempfehlen. „Wenn ich eingeladen werde, dann ist es super, ich freue mich und versuche meine Leistung zu bringen. Wenn nicht, dann ist es auch ok. Wir haben gute Spieler und ich bin jetzt nicht in einem Riesenverein, wo ich Ansprüche stellen kann“, so Wagner. Er sieht seine eigene Situation als vorteilhaft an, da er entspannt zur Nationalmannschaft reisen könne ohne den Druck einen Stammplatz verteidigen zu müssen. „Ich habe hier viel Spaß, das ist für mich das Wichtigste.“

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