Trainer Julian Nagelsmann (li.) und Manager Alexander Rosen (re.) hoffen auf den Achtelfinal-Einzug ihrer TSG. Foto: Siegfried Lörz
Hoffenheim muss in Braga siegen, um in der Europa League zu überwintern
TSG Hoffenheim | erstellt am Mi. 22.11.2017
Der nordbadische Bundesligist konnte zuletzt nicht mehr die Ergebnisse liefern, wie es im ersten Saisonviertel.
Ein Sieg aus den letzten sechs Bundesligaspielen ist ein deutliches Indiz hierfür. Jetzt soll international ein dickes Ausrufezeichen folgen. Die Konstellation vor dem vorletzten Gruppenspieltag nach einem Sieg, einem Unentschieden und zwei Niederlagen ist klar: Nur mit einem Dreier können die Nordbadener sich Hoffnungen machen, doch noch auf den Achtelfinalzug aufzuspringen.
Trainer Julian Nagelsmann: „Wir müssen es im Kopf immer schaffen, die beiden Wettbewerbe Bundesliga und Europa League voneinander zu trennen, sonst läufst du gegen die Wand. Ich hoffe, dass wir uns wieder wie im Hinspiel 20 Großchancen herausspielen, nur mit dem Unterschied, dass wir ein zweites oder drittes Tor nachlegen. Wenn wir das nicht schaffen, wird es schwer.“
Das im Hinspiel offensiv harmlose Braga sieht der TSG-Coach sportlich inzwischen auf einem deutlich höheren Niveau: „Wir haben uns zuletzt einige Spiele von ihnen angeschaut. Es hat sich bei ihnen einiges geändert und entwickelt. Darauf müssen wir uns gut vorbereiten. Ich glaube schon, dass wir in der Lage sind, dort zu gewinnen.“
Mittelfeldspieler Nadiem Amiri zeigt sich optimistisch: „Mit der Mentalität aus dem Frankfurt-Spiel haben wir auch in Braga unsere Chance. Ich persönlich kann zwischen Liga, Nationalmannschaft und Europa League sehr gut umschalten. Uns erwartet ein sehr schweres Spiel, bei dem beide Mannschaften gewinnen wollen. Ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen.“
Torhüter Oliver Baumann verweist auf die Moral und die Breite im Kader
„Ich erwarte eine völlig andere Partie als im Hinspiel. Personell ist der Konkurrenzkampf im Team wieder deutlich größer geworden. Eine Breite auf der Bank ist sehr viel wert, um mit Einwechslungen nochmals neue Energien zu bringen.“ Selbstbewusstsein strahlt auch Mittelfeldspieler Florian Grillitsch aus: „Klar wollen wir mit einem Sieg uns alle Chancen für das Achtelfinale offen lassen. Wenn wir unsere Qualitäten auf den Platz bringen, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir das schaffen.“
Manager Alexander Rosen verweist auf das vorgegebene Ziel: „Wir wollen die Gruppenphase überstehen. Dazu brauchen wir noch zwei Siege. Wir werden mit der richtigen Einstellung und Motivation an die Aufgabe herangehen. Braga war im Hinspiel ein sehr unangenehmer, abgezockter Gegner. Sie haben aus zwei klaren Chancen zwei Tore gemacht. Ich erwarte sie zu Hause nicht so defensiv wie im Hinspiel. Das ist eine Aufgabe, die nicht einfach wird. Unsere Ambitionen sind international zu überwintern.“
Rosen freut sich bereits auf das Stadion mit der außergewöhnlichen Architektur. Das 30.286 fassende städtische Stadion in Braga liegt am Stadtrand am Monte Castro, dem höchsten Punkt der Stadt. Beim Aufbau des Stadions wurde nur an den Längsseiten des Spielfeldes jeweils eine Tribüne errichtet. Hinter einem Tor befindet sich ein Felsmassiv mit einer digitalen Anzeigetafel, welches das Stadion auf einer Seite abschließt. Die mitreisenden Hoffe-Fans hoffen derweil nicht nur des Stadions wegen auf eine interessante und vor allem sportlich erfolgreiche Reise.
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