TSG-Neuzugang Ihlas Bebou erzielte den zwischenzeitlichen 2:1 Führungstreffer. Bild: Gameday Media Service

TSG-Neuzugang Ihlas Bebou erzielte den zwischenzeitlichen 2:1 Führungstreffer. Bild: Gameday Media Service

Hoffenheim feiert glücklichen 3:2-Erfolg über Angstgegner Bremen

TSG Hoffenheim | erstellt am So. 25.08.2019

Die Hanseaten konnten im Gegensatz zum letzten Aufeinandertreffen vor 15 Wochen an gleicher Stelle ihrem Ruf als Angstgegner der Kraichgauer nicht gerecht werden und kassierten eine unglückliche 2:3-Niederlage. Für die TSG war es im 25. Aufeinandertreffen der erst vierte Sieg.

Die 27.333 Zuschauer in der Sinsheimer PreZero-Arena bekamen eine schwache erste Hälfte mit kaum Torraumszenen und spektakulären Aktionen auf beiden Seiten geboten. Die Gastgeber, bei denen mit Bebou, Rudy, Skov und Stafylidis vier Neuzugänge in der Startformation standen, bestimmten aber bei viel Ballbesitz gegen einen tief stehenden Gegner das Geschehen.

Die erste Hoffenheimer Minichance gab es nach etwas über einer halben Stunde (!), als der junge Baumgartner eine scharfe Hereingabe von rechts von Bebou aus 7 Metern nicht unter Kontrolle bringen konnte. Völlig überraschend fiel kurz vor der Pause die Werder-Führung.

Nach der von Sahin getretenen Ecke steigt Füllkrug in zentraler Position 8 Meter vor dem Tor zwischen Posch und Bebou am höchsten und köpft wuchtig und unhaltbar zur 1:0-Führung in die Maschen (42.). Zur Halbzeit gab es Pfiffe von den Rängen.

TSG-Coach Alfred Schreuder hatte einen erfolgreichen Heimprmieren-Einstand. Bild: Gameday Media Service

In der zweiten Hälfte wurden die TSG-Fans dann umso mehr entschädigt. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und glichen durch Bicakcic per Kopfball nach einer Geiger-Ecke ins linke Toreck zum 1:1 aus (54.). Während TSG-Keeper Baumann kurz darauf bei einem 20 Meter-Schuss von Maxi Eggestein erstmals in Aktion trat, sorgte Bebou mit seinem ersten Pflichtspieltreffer für die 2:1-Führung (59.). Die Partie war innerhalb von fünf Minuten gedreht.

Doch Bremen hält dagegen. Als Baumann bei einer Sahin-Ecke nicht an den Ball kommt, klärt Kaderabek den Kopfball von Füllkrug vor der Linie. Mit zunehmender Spieldauer wurde es immer hektischer. Als Baumann zunächst reaktionsschnell gegen Klaassen pariert, drückt Füllkrug den Abpraller aus kurzer Distanz über die Linie. Nach Protesten der Hoffenheimer schaut sich Schiri Stegemann die Szene auf dem Monitor an und entscheidet richtigerweise auf keinen Treffer, da der Schütze zuvor den Ball an die Hand bekam (71.).

Die Dramatik nimmt weiter zu, als nach einem taktischen Foul der bereits verwarnte Johannes Eggestein mit der Ampelkarte vom Platz flog (77.). Doch in Unterzahl kommen die Grün-Weißen wieder zurück. Nach einem schweren Patzer von Vogt, der einen Fehlpass in die Beine von Klaassen spielt und dieser weiterleitet auf den Japaner Osako, schiebt dieser mit viel Übersicht den Ball aus 15 Metern ins rechte untere Eck zum 2:2 (82.).

Ermin Bicakcic (TSG 1899 Hoffenheim) hatte den wichtigen 1:1 Ausgleichstreffer erzielt. Bild: Gameday Media Service

Doch die TSG gibt nicht auf, wirft nochmal alles nach vorn und wird belohnt. Nach einer Geiger-Ecke kommt Kaderabek unbedrängt zum Kopfball und bringt sein Team wieder 3:2 in Führung (87.). Trotz einer turbulenten Schlussphase blieb es beim knappen und glücklichen ersten Saisonsieg der Schreuder-Truppe.

Für den zweikampfstarken Bicakcic war es letztendlich ein Sieg der größeren Moral: „Wir hatten mehr vom Spiel und haben eine Willensleistung gezeigt und nach dem 2:2 noch einmal alles reingeworfen. Darum haben wir auch verdient gewonnen.“ Für Teamkollege Baumgartner war der größere Siegeswille ausschlaggebend: „Jeder hat gespürt, dass wir unbedingt gewinnen wollten. Das hat auch geklappt und ist auch ein Zeichen für die gute Stimmung, die wir in der Mannschaft haben.“

Der SVW kann hingegen bei 6 Gegentreffern und 0 Punkten nach 2 Spieltagen von einem Fehlstart sprechen. Dennoch zollte Trainer Kohfeldt seiner Mannschaft großes Lob: „Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht, viele Chancen gehabt und spielerisch nur wenig zugelassen. Unsere Defensivstandards waren natürlich nicht gut genug. Mit zwei Gegentoren nach einer Ecke wird es schwierig. Dennoch großes Kompliment an die Jungs.“

Sein Gegenüber Schreuder zeigte sich glücklich über seinen ersten Bundesligasieg als Cheftrainer: „Der Sieg ist sehr wichtig für uns. In der ersten Hälfte haben wir uns viel zu wenige Chancen herausgespielt. Wir haben die vorhandenen Räume nicht genutzt. In der zweiten Hälfte wurde es dann besser. Nach der Roten Karte müssen wir das Spiel besser zu Ende spielen. Die Partie hätte auch 2:2, 3:3 oder 2:3 enden können.“ Am nächsten Spieltag gastieren die Kraichgauer am Samstag, den 31. August um 15.30 Uhr bei Bayer 04 Leverkusen.

 

Hoffenheim – Werder Bremen 3:2 (0:1)

Hoffenheim: Baumann – Posch, Vogt, Bicakcic – Kaderabek, Rudy, Stafylidis – Baumgartner (62. Belfodil), Geiger (88. Bittencourt) – Skov (69. Grillitsch), Bebou
Werder Bremen: Pavlenka – Gebre Selassie, Toprak (17. Möhwald), Moisander, Friedl – N. Sahin (88. Pizarro) – M. Eggestein, Klaassen – Osako (86. Harnik) – Füllkrug, J. Eggestein

Tore: 0:1 Füllkrug (42.), 1:1 Bicakcic (54.), 2:1 Bebou (59.), 2:2 Osako (81.), 3:2 Kaderabek (87.).
Zuschauer: 27333 

 

 

{loadmoduleid 374}

zurück
Das könnte Dich auch interessieren:

TSG Hoffenheim

erstellt am Do. 20.06.2024

Mehr lesen