Szene aus dem letzten Duell im Februar: Christoph Baumgartner gegen Serge Gnabry Bild: KraichgauSport / Lörz

Szene aus dem letzten Duell im Februar: Christoph Baumgartner gegen Serge Gnabry Bild: KraichgauSport / Lörz

Gelingt dem FC Bayern ein weiterer Bundesligarekord? ++ Am Sonntag zu Gast bei der TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim | erstellt am Do. 24.09.2020

Aufgrund der Corona-Pandemie sind zu dieser Partie maximal 6.030 Zuschauer zugelassen. Ein Großteil davon wurde unter den Dauerkartenbesitzern ausgelost, sofern diese ein Kaufinteresse für dieses Spiel bekundet haben.

Dabei gibt es eine Parallele zum letzten Gastspiel der Bayern: Am 29. Februar fand das letzte Bundesligaspiel vor der Corona-Krise mit Zuschauerbeteiligung in Sinsheim satt, jetzt ist es gegen den gleichen Gegner wieder die erste Partie, zu der zumindest begrenzt Besucher zugelassen werden. Eine derartige Pleite wie beim damaligen 0:6 soll es aus Hoffenheimer Sicht auf keinen Fall mehr geben.

Für den neuen TSG-Trainer Sebastian Hoeneß geht es bei seinem Heimdebüt gleich gegen den Ex-Verein. Der gebürtige Münchner gewann mit der 2. Mannschaft der Bayern in der vergangenen Saison die Drittligameisterschaft und wird nun alles daransetzen, es dem favorisierten Gegner so schwer wie nur möglich zu machen.

Ein Blick auf die Statistik macht deutlich, dass dies gegen die erfolgsverwöhnten Rekord-Bayern zur Herkulesaufgabe wird. Seit nunmehr 21 Spielen ist das Team von Trainer Hansi Flick ohne Niederlage, die letzten 15 davon wurden allesamt gewonnen. Nach zehn Auswärtssiegen in Folge winkt den Bayern bei einem Erfolg in Sinsheim ein weiterer Bundesliga-Rekord.

Um dies zu verhindern, müssen die Kraichgauer eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem glücklichen 3:2-Auftaktsieg in Köln an den Tag legen. Der dreifache Torschütze Andrej Kramaric sparte danach vor allem wegen der schwachen Vorstellung in Hälfte 2 nicht mit Kritik: „Das war kein Hoffenheim. Wenn wir so gegen Bayern spielen, kriegen wir ein Ergebnis wie Schalke.“ Diese Partei endete bekanntlich 8:0 für den FCB.

Ein kleiner Vorteil für die TSG ist, dass der Rekordmeister drei Tage zuvor im UEFA-Supercup-Finale in Budapest gegen den FC Sevilla antreten muss und aufgrund des zu erwartenden intensiven Spiels und der Reisestrapazen noch etwas müde Beine haben könnte. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Bayern-Coach Flick aufgrund des engen Terminplans die Rotationsmaschine anwerfen wird, zumal nur drei Tage nach dem Auftritt nahe seiner Heimat bereits das Supercupspiel gegen Borussia Dortmund auf dem Programm steht.

Beim Saisonstart standen Kramaric und Bayerns Serge Gnabry, die jeweils drei Mal trafen, ganz besonders im Fokus. Kramaric stellte dabei einen Bundesligarekord ein, da er sieben Ligatreffer in zwei aufeinanderfolgenden Spielen erzielte: vier am letzten Spieltag der vergangenen Saison in Dortmund und jetzt drei beim Saisonauftakt in Köln. Dazwischen lagen noch zwei Torerfolge in der 1. DFB-Pokalrunde in Chemnitz.

Mit bislang 65 Bundesligatreffer ist Hoffenheims Nummer 27 nicht nur Rekordtorjäger der TSG, sondern liegt in einer Wertung der erfolgreichsten Spieler, die aktuell aktiv in der Bundesliga spielen, auf Platz sieben. Man darf gespannt sein, ob er seine Trefferquote gegen die defensivstarken Bayern weiter ausbauen kann.

Bei den Münchnern ist mit Lewandowski, Sane, Gnabry, Müller & Co. reichlich Offensivpower vorhanden, um jede gegnerische Hintermannschaft auseinander zu nehmen. Man darf sich auf alle Fälle auf eine torreiche und interessante Partie freuen.

 

 

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