Bild: Siegfried Lörz

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Endgültig aus der Krise schießen ++ Hoffenheim vs. 1. FC Köln

TSG Hoffenheim | erstellt am Fr. 22.01.2021

Nach dem ersten Sieg im neuen Jahr möchten die Nordbadener nach dem 3:0-Erfolg bei Hertha BSC Berlin möglichst nachlegen und mit einem weiteren Dreier sich im Tabellenmittelfeld etablieren.

Auch die Kölner feierten in der zurückliegenden Englischen Woche ihr erstes Erfolgserlebnis 2021 mit einem 2:1-Sieg bei Schlusslicht Schalke 04. Das Team von Trainer Markus Gisdol, das zuvor in fünf Spielen ohne Torerfolg sieglos blieb, konnte sich dank des späten Siegtreffers ein kleines 8-Punktepolster auf einen direkten Abstiegsplatz erarbeiten. Erleichterung verspürte auch Kölns Sportchef Horst Held: „Wir haben uns jetzt ein Polster geschaffen, das uns guttut. Das gilt es nun in den kommenden Spielen zu verteidigen oder gar auszubauen. Oberhalb von uns ist es in der Tabelle recht eng. Der Trainer und die Mannschaft können jetzt wieder etwas ruhiger arbeiten.“

Für Trainer Gisdol sind Gastspiele in Sinsheim immer mit besonderen Erinnerungen verbunden. Von April 2013 bis Oktober 2015 war seine erste Trainerstation in der Bundesliga die TSG, die er 2013 mit dem Relegationserfolg über den 1. FC Kaiserslautern vor der Zweitklassigkeit bewahrte.

Beim Hinspiel stand beim Saisonstart dessen Kollege Sebastian Hoeneß im medialen Fokus. Der Münchner feierte bei seinem Bundesligadebüt als Trainer mit einem 3:2-Erfolg einen gelungenen Einstand. „Man of the Match“ war damals Andrej Kramaric, der alle drei Hoffenheimer Tore erzielte. Die Bilanz der Kraichgauer gegen die Rheinländer ist außergewöhnlich positiv: Vier der letzten fünf Spiele wurden gewonnen und seit neun Ligaspielen ist man gegen den FC ungeschlagen. Das Torverhältnis von 16:4 ist zudem aussagekräftig. Im Gesamtvergleich stehen neun TSG-Siege, sechs Unentschieden und vier FC-Erfolge.

Trotz besseren statistischen Werten dürfen die Blau-Weißen die Gäste auf keinen Fall unterschätzen, zumal diese im bisherigen Saisonverlauf besonders auswärts erfolgreich waren. Zwölf ihrer 15 Punkte holten die heimschwachen Kölner dabei in der Fremde. Besondere Gefahr geht bei den Rot-Weißen nach Standards aus. Sechs ihrer 15 Saisontreffer fielen nach einem ruhenden Ball.

Nachdem die Hoeneß-Truppe nach dem 15. Spieltag als einziger Bundesligist noch nie zu Null spielte, konnte sie zuletzt gegen Bielefeld (0:0) und Berlin (3:0) eine weiße Weste wahren. Ein Garant hierfür war aber abermals Torhüter Oliver Baumann, der sein Team in der Anfangsphase mit einem gehaltenen Elfmeter, dem übrigens Fünften innerhalb der letzten elf Monate, vor einem Rückstand bewahrte. Sollte Hoffe erneut ohne Gegentreffer bleiben, würde man den Vereinsrekord aus dem Jahr 2009 mit drei Spielen ohne Gegentor einstellen.

Glück im Unglück hatte im Berliner Olympiastadion Abwehrchef Kevin Vogt. Nachdem er sich gegen Bielefeld eine Kapsel-Bandverletzung am linken Daumen zugezogen hatte und zur Pause raus musste, erlitt er nun nach einer Stunde eine Kapsel-Sehnenverletzung in der linken Schulter. Da eine Operation jedoch nicht erforderlich ist, könnte ein Einsatz am Sonntag womöglich sogar in Frage kommen, ansonsten würde ihn erneut der Norweger Havard Nordtveit im Abwehrzentrum vertreten. Weitere personelle Veränderungen dürften wohl nicht anstehen, zumal es keine Entwarnungen aus dem Lazarett zu vernehmen gab.

 

 

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