TSG Keeper Baumann will seinen Kasten in Mainz sauber halten. Bild: S. Lörz

TSG Keeper Baumann will seinen Kasten in Mainz sauber halten. Bild: S. Lörz

Die TSG Hoffenheim will in Mainz punkten, um oben dran zu bleiben

TSG Hoffenheim | erstellt am Mi. 20.09.2017

Ziel der Kraichgauer ist es nach dem 1:1-Heimremis gegen Hertha BSC Berlin zumindest einen Punkt aus der Opel-Arena zu entführen, um sich weiter im oberen Tabellenviertel zu positionieren.

Trainer Julian Nagelsmann sieht die bevorstehende Aufgabe zwar nicht einfach, aber lösbar: „Man darf die Mainzer nicht nach der 0:4-Niederlage am Samstag bei den Bayern bewerten sondern vielmehr nach ihrer guten Vorstellung eine Woche zuvor beim 3:1-Heimsieg gegen Leverkusen.“

Der TSG-Coach hat gute Erinnerungen an die Rheinhessen. Im Februar 2016 feierte er seinen ersten Bundesliga-Sieg und durfte sich in den bisherigen drei Duellen gegen den FSV über elf Tore seines Teams freuen (3:2, 4:4, 4:0). Auch TSG-Stürmer Mark Uth hat gute Erinnerungen an die 05er, gegen die er seine meisten Bundesliga-Tore (fünf in den letzten drei Duellen) erzielte.

Der selbstbewusste Torjäger: „Klar wollen wir in Mainz punkten und weiter in der Saison ungeschlagen bleiben. Ich glaube es wird eine ganz interessante Partie werden.“

Mainz tut sich aktuell schwer in die Gänge zu kommen. Unter Trainer Sandro Schwarz holte der FSV nur drei Punkte aus den ersten vier Spielen, was gleichzeitig punktemäßig der schlechteste Saisonstart der Rheinhessen ist. In den beiden aufeinanderfolgenden Heimspielen gegen Hoffenheim und am Samstag gegen Berlin sollen nun die nötigen Punkte geholt werden, um sich aus den Tabellenniederungen zu befreien.

Trainer Schwarz: „Wir denken nicht in den Kategorien Befreiungsschlag. Wir fühlen uns komplett drin in der Saison und in der Liga könnten wir aufgrund unserer Leistungen den ein oder anderen Punkt mehr haben.“ Mainz ließ bisher jegliche Torgefahr vermissen. In drei Spielen blieben sie ohne eigenes Tor.

Nagelsmann (Foto oben)  glaubt die Spielweise unter Schwarz aus Spielen mit der U19 und U23 zu kennen: „Mainz definiert sich zum einen über ein hohes Pressing und schnelles Umschalten, zum anderen wollen sie aber auch hinten rausspielen. Das Pressing bringt natürlich auch viele Zweikämpfe mit sich, die ein bisschen Schärfe haben.“ Schwarz gedenkt gegen den nächsten Gegner kompakt zu stehen: „Hoffenheim hat viele Spieler im Zentrum. Daher werden wir versuchen dort die Räume eng zu machen. Ich erwarte ein emotionales und schnelles Spiel. Unter Flutlicht wollen wir hohe Zweikampfschärfe zeigen.“

Personell müssen beide Teams Abstriche machen. Während die Nordbadener weiter auf die Offensivkräfte Serge Gnabry und Adam Szalai verzichten müssen, fehlen bei den Gastgebern Quaison und Abdou Diallo.

Die Bilanz spricht für die Gastgeber: In den bisherigen 18 Ligaduellen konnten die 05er sieben Mal gewinnen, fünf Mal verließen die Nordbadener den Platz als Sieger. Nur ein Mal konnte die TSG in Mainz gewinnen. Dies war vor fast genau sechs Jahren im neuen FSV-Stadion am 5. Spieltag  mit einem eindrucksvollen 4:0-Sieg. In der vergangenen Spielzeit gelang Hoffe in Mainz eine starke Aufholjagd: ein 1:4-Pausenstand wurde noch zu einem 4:4 gedreht. Mark Uth mit einem Doppelpack und Adam Szalai trafen in der 2. Hälfte.

Etwas über 500 TSG-Fans machen sich auf die Reise nach Mainz, in der Hoffnung ein erneutes Torfestival zu erleben, bei dem am Ende drei Auswärtspunkte im Gepäck sind.
Am Samstag empfangen die Nagelsmänner in der Sinsheimer WIRSOL-Rhein-Neckar-Arena den FC Schalke 04 (15:30 Uhr). Mainz empfängt zeitgleich Hertha BSC Berlin.

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