Bild: TSG/Presseportal

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Der sport-kurier im Interview mit Hoffenheims Neuzugang Florian Grillitsch

TSG Hoffenheim | erstellt am Di. 15.08.2017

sport-kurier. Florian Grillitsch wechselte 2013 in den Nachwuchs von Werder Bremen. Über die U19 und Bremen II spielte er sich zu den Profis und hat bereits mit 21 Jahren mehr als 50 Bundesliga-Spiele absolviert. In seiner Heimat durchlief er ab der U17 alle Jugend-Nationalmannschaften, ehe er im März 2017 für das A-Team debütierte.

Seinen Wechsel zur TSG Hoffenheim im Sommer 2017 begründete der Mittelfeldspieler mit den „von Julian Nagelsmann und Alexander Rosen aufgezeigten Perspektiven“.

Manager Alexander Rosen bezeichnete Sie als Wunschtransfer fürs Mittelfeld, Trainer Nagelsmann lobte Ihre Spielintelligenz. Das ehrt einen doch, oder?

Florian Grillitsch: Natürlich. Wenn sie mein Spiel nicht schätzen würden, hätten sie sich sicherlich nicht darum bemüht, mich nach Hoffenheim zu holen. Aber diese Wertschätzung will ich mir auch erarbeiten. Sie soll wachsen. Dafür muss ich auf dem Platz abliefern – im Training und dann auch im Spiel.

Sie nannten bessere Perspektiven als Grund für Ihren Wechsel von Bremen nach Hoffenheim. Können Sie dies konkretisieren?

Grillitsch: Ich hatte sehr gute Gespräche mit Alexander Rosen und Julian Nagelsmann. Sie haben mir sehr klar aufgezeigt, wo sie mit der TSG hinmöchten und welche Rolle ich dabei spielen kann. Das war sehr überzeugend. Der Klub hat unter Julian Nagelsmann eine unglaubliche Entwicklung genommen und ist auf allen Ebenen sehr gut aufgestellt. Das hat mich überzeugt. Davon wollte ich ein Teil sein.

War es eher die Aufbruchsstimmung mit dem internationalen Fußball, statt möglicherweise Abstiegskampf an der Weser?

Grillitsch: Wir sind mit Werder in der vergangenen Saison Achter geworden und ich denke, Bremen wird auch in der neuen Saison eine gute Mannschaft stellen. Es ging tatsächlich um meine persönlichen Perspektiven. Als ich unterschrieben habe, stand ja nicht fest, dass die TSG sicher den Einzug ins internationale Geschäft schaffen wird.

Sehen Sie sich als Nachfolger von Sebastian Rudy im zentralen Hoffenheimer Mittelfeld?

Grillitsch: Sebastian Rudy ist deutscher A-Nationalspieler und 27 Jahre alt. Er war in der vergangenen Saison ein prägender Spieler der TSG. Ich bin 21 und ganz neu beim Verein. Wenn ich eine Entwicklung nehmen kann wie Sebastian Rudy in den vergangenen Jahren, dann wäre das sehr gut. Wenn ich einmal das Spiel der TSG entscheidend mitprägen kann, wäre das großartig, aber ich sehe mich sicherlich nicht als Nachfolger.

Ist das Spiel gegen Bremen für Sie ein Spiel wie jedes andere oder doch etwas Besonderes?

Grillitsch: Natürlich ist das etwas Besonderes. Ich kam im Sommer 2013 nach Bremen und habe dort zunächst in der U19 gespielt und mich dann über die zweite Mannschaft nach oben zu den Profis gekämpft. Das waren insgesamt vier Jahre. Die sind nicht einfach zu wegzuwischen. Ich werde viele Menschen treffen, die ich kenne. Ich freue mich auf das Spiel.

Nachdem Sie alle österreichischen Nachwuchsteams durchlaufen haben, feierten Sie im März Ihr Debüt im Dress der österreichischen A-Nationalmannschaft.

Grillitsch: Das war ein besonderer Moment für mich. Es ist eine große Ehre, dass ich für mein Land spielen darf. Wir haben damals 1:1 gegen Finnland gespielt. Ich habe mich aus meiner Sicht gut eingefügt, habe aber sicher noch Luft nach oben. Nun hoffe ich, dass ich mich bei der TSG weiter für die Nationalmannschaft empfehlen kann und in Zukunft noch mehr Einsätze bekomme.

Gibt es für Sie ein sportliches Vorbild und einen Wunschverein?

Grillitsch: Ein richtiges Idol gibt es nicht, aber natürlich gibt es Spieler, an denen man sich orientiert. Toni Kroos ist für mich der beste „Sechser“ der Welt. Ich schaue ihm gerne zu, weil er immer weiß, was er tut und immer die Kontrolle behält.

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