Bild: S. Lörz
Den ersten Hoffenheimer Europapokal-Sieg soll es in Bulgarien geben
TSG Hoffenheim | erstellt am Di. 26.09.2017
sport-kurier. Nach dem glücklichen 2:0-Heimsieg über den FC Schalke 04 kletterte die TSG Hoffenheim in der Bundesliga-Tabelle auf den zweiten Tabellenplatz. Nachdem bisher meist die Stürmer trafen, konnten sich gegen die Königsblauen mit dem jungen Dennis Geiger und Lukas Rupp zwei defensive Mittelfeldspieler in die Torschützenliste eintragen.
Rupp, 26-jähriger gebürtige Heidelberger, kam über die TSG Weinheim, den Karlsruher SC, Borussia Mönchengladbach, den SC Paderborn und VfB Stuttgart im Sommer 2016 nach Hoffenheim. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Kerem Demirbay sind seine Chancen sich in der Mittelfeldzentrale zu etablieren deutlich größer geworden. Der Lohn für seine starke Leistung gegen Schalke war der erlösende Treffer zum 2:0 in der Nachspielzeit.
Rupp: „Ich habe mich sehr über mein erstes Saisontor gefreut. Letztmals habe ich auch gegen Schalke im September 2016 getroffen – lang ist es her.“
Beim Dorfverein will man sich auf den positiven Liga-Ergebnissen nicht ausruhen und blickt auf die nächsten Aufgaben. Nach den beiden Niederlagen in der Champions-League-Quali gegen den FC Liverpool sowie der vermeidbaren Niederlage im ersten Europa-League-Spiel gegen Sporting Braga wollen die Nagelsmänner am Donnerstagabend (21:05 Uhr) beim bulgarischen Serienmeister der First League Ludogorez Rasgrad die ersten drei Punkte in der Europa League entführen.

Lukas Rupp erzielte gegen den FC Schalke 04 das erlösende 2:0. Bild: Siegfried Lörz.
Sportchef Alexander Rosen gibt dabei die Marschrichtung vor: „Unser Etappenziel ist die Gruppenphase zu überstehen.“ Ein Sieg in der 31.000 Einwohner-Stadt Rasgrad wäre hierfür schon Voraussetzung. Das Team von Trainer Georgi Dermendschiew, indem gleich neun Brasilianer stehen, ist die große Unbekannte in der Gruppe C. Die Stimmung in der 2011 eröffneten Ludogorets Arena, die lediglich nur 8.808 Plätze bietet, ist außergewöhnlich. Die rund 150 Hoffe-Fans, die die Mannschaft zu ihrem ersten Europa-League-Auswärtsspiel begleiten, werden es schwer haben, sich akustisch bemerkbar zu machen.
Die Chance sich über die Gruppengegner Sporting Braga, Ludogorez Rasgrad und Istanbul Basaksehir sich für die Endrunde zu qualifizieren sind für Rupp groß: „Auch wenn die Gegner nicht so klangvolle Namen wie Arsenal London oder sonst wer haben, so ist es aus sportlicher Sicht sehr gut um weiterzukommen. Ziel ist es über die Gruppenphase hinaus zu kommen – egal wie der Gegner heißt.“
Zu einem Problem könnte die hohe Belastungsphase mit der dritten englischen Woche in Folge werden. Während die Pause zwischen dem letzten Ligaspiel und dem Europapokalauftritt ausreichend ist, so ist die anschließende nur dreitägige Regeneration vor dem Baden-Derby am Sonntag in Freiburg extrem kurz.
Rupp ist hierbei jedoch nicht bange: „Wir sind in der Lage dies gut zu kompensieren. Wenn wir mal fußballerisch nicht so dominant sind wie gewohnt, können wir uns auf unsere Mentalität verlassen. Sie war schon in der vergangenen Saison unserer großes Plus.“
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