Die Erwartungshaltung der Dortmunder Fans ist in dieser Spielzeit groß. Bild: Marc Schüler Sportpics
Borussia Dortmund will gegen Angstgegner TSG Hoffenheim die starke Heimbilanz fortsetzen
TSG Hoffenheim | erstellt am Do. 26.08.2021
Für die Kraichgauer, die seit neun Bundesligaspielen saisonübergreifend ungeschlagen sind, wird das Duell im Signal-Iduna-Park zum ersten großen Härtetest der noch jungen Saison. Der BVB hat die letzten fünf Bundesliga-Heimspiele alle gewonnen und möchte sich für die 1:2-Niederlage am vergangenen Wochenende beim SC Freiburg rehabilitieren.
Das Team des neuen Trainers Marco Rose möchte den Abstand zur Spitzengruppe nicht größer werden lassen und wird im heimischen Stadion alles daransetzen, damit drei Punkte eingefahren werden. Die Dortmunder sind wahre Freitagabendspezialisten. In über 16 Jahren haben sie keines ihrer 29 Liga-Heimspiele verloren (21 Siege, acht Remis).
Dennoch sind die Ostwestfalen vor den Hoffenheimern gewarnt, die sich immer mehr zu einem Angstgegner entwickeln. Nur eine der letzten sieben Bundesligapartien konnten die Schwarz-Gelben gegen die Nordbadener für sich entscheiden. Im Duell der beiden treffsichersten Teams (jeweils sechs Tore) stehen die jeweiligen Top-Stürmer und aktuellen Top-Scorer nach zwei Spieltagen Erling Haaland (zwei Tore, zwei Torvorlagen) und Andrej Kramaric (vier Torvorlagen) im Fokus.
Kramaric hat besonders gute Erinnerungen an die Dortmunder Spielstätte, denn hier erzielte er in der Saison 2019/20 beim 4:0-Auswärtssieg der TSG alle vier Treffer. Der Kroate war in jedem seiner vergangenen sieben Bundesliga-Einsätze mindestens an einem Tor direkt beteiligt (6 Tore, 6 Assists). Kein Spieler im TSG-Trikot war bislang am Stück erfolgreicher.
Auch ein anderer Hoffenheimer Offensivspieler ist momentan in guter Form: Jacob Bruun Larsen. Der dänische Nationalspieler traf jeweils an den ersten beiden Spieltagen und erzielte damit genauso viele Treffer wie in seinen bisherigen 46 Bundesliga-Einsätzen. Der 22-Jährige wird gegen seinen ehemaligen Verein, für den er von 2016 bis 2020 unter Vertrag stand, besonders heiß sein. Auf Dortmunder Seite wird vor allem Weltmeister Mats Hummels besonders motiviert ins Spiel gehen, der Innenverteidiger steht vor einem 400. Pflichtspiel für die Borussia.
Von der Spielanlage sind beide Teams zwar recht unterschiedlich, doch ein Blick auf die Statistik zeigt, dass beide Teams an den ersten zwei Spieltagen jeweils fünf Mal aus dem laufenden Spiel heraus durch das Spielfeldzentrum trafen.
Kurz vor Schließung des Sommer-Transferfensters konnten die Blau-Weißen ihren großen Spielerkader etwas verdünnen. Trainer Sebastian Hoeneß möchte den Kader etwas schlanker gestalten, damit jeder Spieler die Chance hat, Spielzeiten zu bekommen. Bislang konnten mit Innenverteidiger Konstantinos Stafylidis nach Bochum, Maximilian Beier nach Hannover, Justin Hoogma nach Fürth und Ilay Elmkies nach Mödling (Österreich) vier Profis verliehen und mit Ishak Belfodil ein wechselwilliger Stürmer für eine halbe Million Euro Ablöse zu Hertha BSC Berlin transferiert werden.
Im aktuellen 26 Feldspieler umfassenden Kader stehen mit Kasim Adams und Joshua Brenet noch zwei Akteure vor dem Absprung, die in den Hoeneß-Planungen keine Rolle mehr spielen. Ob der Österreicher Florian Grillitsch zum AC Mailand wechselt oder doch noch seinen bis Juni 2022 laufenden Vertrag erfüllt, bleibt weiter eine spannende und offene Personalie.
Auch die Zukunft des heißumworbenen kroatischen Torjägers Kramaric, dessen Vertrag ebenfalls am Saisonende ausläuft, ist völlig offen. Bei beiden Stammspielern hängt es eindeutig an den Ablösesummen, die zu Pandemiezeiten ihre besondere Eigendynamik haben. Gut möglich, dass die von Hoeneß gewünschte Verpflichtung des Münchner Innenverteidigers Chris Richards (Bayern fordert 10 Millionen Ablöse) erst durch eventuelle Transfererlöse realisierbar ist.
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