1.BL - 19/20 - TSG 1899 Hoffenheim vs. Bor. Dortmundv. li. im Zweikampf Dennis Geiger (Hoffenheim) und Lukasz Piszczek (Dortmund). Bild: Siegfried Lörz Kraichgaufoto
Borussia Dortmund trifft auf den formschwachen Angstgegner TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim | erstellt am Fr. 12.02.2021
sport-kurier. Die Hoffenheimer sind inzwischen nur noch Bundesliga-Mittelmaß und in unmittelbarer Nähe der Abstiegszone. Dass das überdurchschnittlich große Verletzungspech sowie die vielen Coronaerkrankungen der Mannschaft stark zusetzten, ist unbestritten, doch inzwischen steht dem Cheftrainer wieder ein breit aufgestellter Kader zur Verfügung, was sich aber in sportlichem Erfolg nicht widerspiegelt.
Ständige Aussagen, wie „wir bekommen zu einfache Gegentore“, „uns fehlt die Durchschlagskraft im Spiel nach vorn“ oder „wir schaffen es nicht, im letzten Drittel unsere Chancen zu nutzen“ wiederholen sich und werden inzwischen eher als Ausreden wahrgenommen.
Überraschend deutliche Kritik äußerte zuletzt auch Hoffes-Torgarant Andrej Kramaric, als er in einem kroatischen Interview seinen Unmut preisgab: „Ich bin mit unserer Spielweise nicht zufrieden. In den vergangenen Spielzeiten war sie attraktiv und gut, in dieser sind wir nicht einmal nah dran.“ Man hat seinem wichtigsten Spieler diese Aussage nicht übelgenommen und diese auch nicht länger thematisiert, da man um die Wichtigkeit des Torjägers für das Team weiß. Nicht auszudenken, wo die Nordbadener aktuell stehen würden, wenn Kramaric nicht in Trefferlaune wäre.
Jetzt steht am Samstag (15.30 Uhr) ein besonders wichtiges und richtungsweisendes Spiel beim Tabellensechsten Borussia Dortmund auf dem Programm. Das Duell zwischen den beiden gleichaltrigen Trainern Edin Terzik und Sebastian Hoeneß steht unter besonderer Beobachtung, denn mit jeder weiteren Niederlage wird die Kritik an ihnen größer.
Die Hoffnungen bei den Gästen ruhen ganz besonders auf Torjäger Kramaric, der beim letzten Gastspiel im Signal-Iduna-Park mit einem Viererpack dem BVB im Alleingang seine höchste Bundesligaheimniederlage (0:4) zuführte. Allgemein haben sich die Hoffenheimer zu einem Dortmunder Angstgegner entwickelt, da sie nur eines der letzten sechs Bundesligaduelle gegen die Schwarz-Gelben verloren haben. Diese eine Niederlage resultierte aus dem Hinspiel, bei dem letztmals Zuschauer zugelassen waren. Dank eines Treffers von Marco Reus siegten die Westfalen glücklich mit 1:0.
Beim letztjährigen Vizemeister ist nach der achten Saisonniederlage der Meisterschaftszug bei aktuell 16 (!) Punkten Rückstand zum Tabellenführer FC Bayern längst abgefahren. Das Augenmerk liegt nun darauf, sich unter allen Umständen für die nächstjährige Champions League-Saison zu qualifizieren. Dafür gilt es die Erfolglosigkeit schnellstens abzulegen, was drei Niederlagen aus den letzten vier Ligaspielen zementieren. Beim Duell der beiden Krisenklubs am 21. Spieltag steht viel auf dem Spiel: Bei einer Niederlage rutscht der BVB aus den Europapokalrängen, die TSG würde sich bei ausbleibendem Erfolg den Abstiegsregionen gefährlich nähern.
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