Hoffenheims Belfodil war einer der Aktivposten im Spiel der TSG. Bild Siegfried Lörz

Hoffenheims Belfodil war einer der Aktivposten im Spiel der TSG. Bild Siegfried Lörz

75 Prozent Ballbesitz, 19:0 Ecken, aber keine Tore ++ Hoffenheim ermauert sich Remis in Leverkusen

TSG Hoffenheim | erstellt am So. 01.09.2019

In einer wenig unterhaltsamen und, bis auf die Schlussphase chancenarmen Partie, erkämpften sich die Kraichgauer mit einer sehr defensiven Herangehensweise einen glücklichen Auswärtspunkt.
 
Leverkusen hat über die insgesamt 96 Spielminuten bei 75 Prozent Ballbesitz und dem außergewöhnlich einseitigen Eckenverhältnis von 19:0 zwar viel Aufwand betrieben, musste sich aber am Ende aufgrund fehlender Durchschlagskraft und eines aufopferungsvoll verteidigenden Gegners mit dem Remis vor 26.000 Zuschauern begnügen.

 
Die defensiv eingestellten Gäste operierten mit einer Viererkette und drei Sechser davor, aus einem kompakten Defensivverbund, das Leverkusen vor große Probleme stellte. Bei Temperaturen von über 30 Grad entwickelte sich ein eher gemächlicher Bundesliga-Kick, bei dem Torszenen Mangelware blieben.
 
Nach einer Viertelstunde hatte die TSG Pech, als Kaderabek mit einem Schuss unglücklicherweise Mitspieler Bebou traf (14.). Ansonsten war die Bosz-Elf am Drücker, die es aber nicht verstand, Lücken in der dichtgestaffelten Hoffenheimer Hintermannschaft zu finden oder sich durch Überraschungsaktionen in Szene zu setzen.
 
Nach einer halben Stunde hatte Belfodil die große Chance zur Gästeführung, doch anstatt frei vor Torhüter Hradecky den Torabschluss zu suchen, passte er in den freien Raum, wo kein Mitspieler stand (29.). Das Bayer-Team enttäuschte. Der erwartete spektakuläre Offensivfußball fand nicht statt. Es fehlte dem Bayer-Starensemble an Effektivität, Kreativität und Schnelligkeit, um die gegnerische Kompaktheit ernsthaft in Gefahr zu bringen.
 
Die weiterhin gut gestaffelten Hoffenheimer konnten sich zu Beginn der zweiten Hälfte besser aus der kompakten Defensive befreien und einige Konter fahren. So bot sich erneut Belfodil eine gute Möglichkeit, als er von halbrechts zum Torschuss kam, aber an Keeper Hradecky scheiterte (47.). Auf der anderen Seite hatte Bailey Pech, als er mit einem Vollspannschuss von links nur das Außennetz traf (57.).
 
Bei Leverkusen ging der enttäuschende Ex-Hoffenheimer Volland, der nach seinen tollen Leistungen an den ersten beiden Spieltagen überhaupt nicht ins Spiel kam und nur zu einem Torabschluss kam. Zudem ging Demirbay, für ihn kam Amiri für die Gastgeber. Der ehemalige Hoffenheimer sorgte für frischen Wind. Dem 22-Jährige wäre kurz nach seiner Einwechslung beinahe der Führungstreffer gelungen, als er nach einem Stellungsfehler von Torhüter Baumann aus spitzem Winkel den Ball übers Tor jagte (64.).
Nach einem Bellarabi-Distanzschuss war Posch kurz vor der eigenen Torlinie zur Stelle und klärte mit dem Unterleib für den bereits geschlagen Baumann (69.).
 
Eine Viertelstunde vor dem Ende drängten die Gastgeber die Blau-Weißen, die nur noch den Punkt verteidigten, völlig in die Defensive. Doch weder die an diesem Tag seltenen Havertz-Dribblings noch die Torabschlüsse von Lars Bender (82.), Aranguiz (87.) und Wendell (90.+4) fanden den Weg ins Tor.
 
 
 
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