Das aktuelle Mannschaftsfoto des Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim Bild: BWA

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Hoffenheims Neuzugang Fabian Schär ++ Der Schweizer Nationalspieler im Interview mit dem Sportkurier

Archiv 1. Bundesliga (Fußball) | erstellt am Mi. 15.07.2015

Der 23- jährige Innenverteidiger, der von vielen Vereinen umworben war, erhielt einen Vier-Jahresvertrag. Taxiert wird die Ablöse auf ungefähr acht Millionen Euro.

In der Zeit seit 2012 sammelte Schär bereits internationale Erfahrung, spielte sowohl Europa League als auch Champions League und wurde unter Ottmar Hitzfeld Nationalspieler in der Schweizer Nati. In 110 Pflichtspielen für den FC Basel erzielte Schär 15 Tore und wurde 2013, 2014 und 2015 Schweizer Meister, 2015 Schweizer Pokalsieger.

Sportkurier: Was hat Sie an der Bundesliga gereizt?

Schär: Die Bundesliga ist eine Top-Liga. Es war schon immer ein Traum von mir, im Ausland zu spielen – besonders gerne in der Bundesliga. Wenn einem dann die Möglichkeit eröffnet wird, dort spielen zu können, muss man diese nutzen und das habe ich gemacht.

Sportkurier: Was sprach letztendlich für den Perspektivklub Hoffenheim?

Schär: Die Bedingungen, die ich hier antreffe, passen extrem gut. Ich glaube, ich kann mich in Hoffenheim sehr gut weiterentwickeln. Der Verein hat eine perfekte Infrastruktur und kann einem Spieler alles bieten. Das ist für die Entwicklung eines Spielers sehr wichtig. Von daher war der Schritt zur TSG für mich der richtige.

Sportkurier: Was sind Ihre Vorsätze für die neue Aufgabe?

Schär: Im Moment steht noch die Vorbereitung im Vordergrund. Zudem möchte ich noch die Mannschaft besser kennenlernen. Ich bin hierhin gekommen, um in der Bundesliga zu spielen. Ich möchte mich mit den Besten messen und versuchen, mich zu etablieren und eine gute Saison zu spielen.

Sportkurier: Sie bringen viel internationale Erfahrung mit, haben im August 2013 auch in der Schweizer A-Nationalmannschaft debütiert. Das war ein guter Einstieg für Sie…

Schär: Ja, das kann man so sagen. Es war ein besonderes Spiel. Wir haben zuhause gegen eine Topauswahl aus Brasilien 1:0 gewonnen und ich durfte dabei sein. Das ist natürlich ein gutes Gefühl und ein guter Start in die Nationalmannschaft.

Sportkurier: Sie haben fünf Tore in 12 Länderspielen für die Schweiz erzielt – als Innenverteidiger eine gute Ausbeute.

Schär: Ich bin öfters am richtigen Ort gestanden. Ich glaube nicht, dass die Quote noch sehr lange halten wird (lacht). Bei Standards versuche ich eben meine Kopfballstärke auszuspielen und das hat ein paar Mal ganz gut funktioniert.

Sportkurier: Die Innenverteidiger werden immer mehr in die Spieleröffnung integriert. Ist auch das eine Ihrer Stärken?

Schär: Ich glaube, das war schon immer meine Stärke und es wurde in den vergangenen Jahren auch immer mehr gebraucht. In Basel hatten wir auch viele Spiele, in denen sich der Gegner hinten reingestellt hat. Dann ist man schon als Innenverteidiger gefordert, gute und präzise Pässe in die Spitze zu spielen und das Spiel damit zu eröffnen.

Sportkurier: Wie weit sehen Sie sich in ihrer sportlichen Entwicklung?

Schär: Ein Entwicklungsprozess ist niemals abgeschlossen. Ich durfte mit internationalen Einsätzen und in der Nationalmannschaft schon sehr viel Erfahrung sammeln. Trotzdem glaube ich, dass ich mit 23 Jahren noch relativ jung bin und mich noch weiterentwickeln kann. Bei der TSG ist das mit den tollen Trainingsbedingungen auch gut möglich und das gehört auch zu meinen Zielen.

Sportkurier: Mit Bayer Leverkusen und Bayern München warten gleich zu Saisonbeginn schwere Gegner auf Sie. Wie ist ihre Einschätzung und freuen Sie sich auf Duelle gegen Stefan Kießling oder Robert Lewandowski?

Schär: Es ist ein harter Start, aber man muss sowieso gegen jede Mannschaft spielen. Vielleicht ist es auch ein Vorteil für uns, gegen die beiden Teams gleich am Anfang zu spielen, weil auch bei diesen Klubs die Abläufe zu Beginn vielleicht noch nicht so stimmen. Wir werden alles daran setzen, dass wir trotz dieses schwierigen Starts unsere Punkte einfahren können. Ich freue mich natürlich auf alle Begegnungen, nicht nur wegen den Spielern auch, sondern auch wegen den Stadien. Das werden sicher sehr interessante Spiele.

Sportkurier: Auf was für einen Typen dürfen sich die TSG-Fans freuen?

Schär: Grundsätzlich bin ich ein ruhiger Typ, was auf dem Platz aber anders ist. Auf und neben dem Platz sind ja immer zwei Paar Schuhe. Ich versuche auf dem Platz auch Akzente zu setzen, meinen Mitspielern zu helfen. Ich möchte von Anfang an Gas geben.

Zur Person:

Fabian Schär
Geb.: 20.12.1991 in Will (Schweiz)
Größe: 187 cm
Position: Innenverteidiger

Vereine in der Jugend:
FC Will

Vereine als Aktiver:
2010-2012 FC Will (52 Spiele/9 Tore)
2012-2015 FC Basel (73/9)
Seit 2015 TSG 1899 Hoffenheim

Nationalmannschaft:
2010-2011 Schweiz U20 (3/0)
2012-2013 Schweiz U21 (5/1)
2012          Schweiz U23 (3/0)
Seit 2013   Schweiz A-Team (12/5)

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