Zuletzt führte Reiner Hollich den VfB Gartenstadt 2016/2017 in die Verbandsliga Baden. Bild: Lothar Fischer

Zuletzt führte Reiner Hollich den VfB Gartenstadt 2016/2017 in die Verbandsliga Baden. Bild: Lothar Fischer

„Ich bin bei dem Verein groß geworden.“ ++ Der sport-kurier im Gespräch mit Reiner Hollich

Fussball | erstellt am Mi. 28.03.2018

sport-kurier. Reiner Hollich und der SV Waldhof, das ist eine ganz besondere Verbindung. Als Spieler war der mittlerweile 62-Jährige von 1975 bis 1978 für die Blau-Schwarzen am Ball. Unvergessen wird er am Alsenweg aber vor allem auch wegen seiner Fähigkeiten als Trainer bleiben.

2011 machte er den Waldhof so richtig glücklich. Hollich führte den Kultverein nach einer sensationellen Aufholjagd von der Oberliga in die Regionalliga. Insbesondere das damals letzte Spiel gegen den FV Illertissen hat sich ins Gedächtnis eingebrannt. Mit 6:0 schossen die Mannheimer den Gegner aus dem Carl-Benz-Stadion. Und das vor knapp 19000 Zuschauern, was gleichzeitig ein neuer Zuschauerrekord für die fünfte Liga war.

Ab der neuen Saison ist Hollich nun zurück am Alsenweg. Er wird die U19 des Traditionsvereins übernehmen.

Der sport-kurier sprach mit ihm.

Hallo Herr Hollich, wie kommt es denn zu Ihrer Rückkehr zum SV Waldhof?

REINER HOLLICH: Simon Landa, der ja als Jugendkoordinator beim SV Waldhof arbeitetet, hat mich letzte Woche angerufen und gefragt, ob ich mal auf einem Kaffee vorbeikommen will. Im Verlauf des Gesprächs hat er mich dann gefragt, ob ich schon wüsste, was ich in der neuen Saison mache. Da das nicht der Fall war, hat er mich gefragt, ob ich es mir vorstellen könnte, die U19 zu übernehmen. Gerechnet hatte ich damit nicht. Ich habe mir dann ein paar Tage Bedenkzeit erbeten und dann habe ich zugesagt. Denn es ist eine schöne und sehr interessante Aufgabe.

Der SV Waldhof ist für Sie ohnehin ein besonderer Verein, oder?

REINER HOLLICH: Klar, denn wenn man so will, bin ich bei diesem Verein groß geworden. Ich war dort als Spieler, dann habe ich fünf Jahre die Amateure in der Verbandsliga trainiert, kam dann wieder zurück, trainierte wieder die Amateure und später dann die erste Mannschaft. Man kann schon sagen, dass ich den Verein sehr gut kenne.

Ist es für Sie jetzt das erste Mal, dass Sie im Nachwuchsbereich als Trainer arbeiten?

REINER HOLLICH: Ja. Andererseits muss man eben auch sagen, dass eine A-Jugend wie die des SV Waldhof nicht mit kleinen Buben spielt. Das ist schon fast mit dem Erwachsenenbereich gleichzusetzen und auch schon ein höherer Leistungsbereich. Die Jungs werden sehr wissbegierig sein und wollen etwas lernen. Meine Aufgabe wird es sein, sie an unsere U23 oder eben auch an die Regionalliga-Mannschaft heranzuführen.

Links Reiner Hollich, rechts Günther Sebert. Mit ihm zusammen führte er den SV Waldhof 2010/2011 in die Regionalliga. Bild: Fischer

Wie lauten denn die Ziele mit der U19?

REINER HOLLICH: Wir spielen in der Oberliga Baden-Württemberg, was nur eine Klasse unter der Bundesliga ist. Und es wäre sicher schön, wenn es uns mal wieder gelingen würde, die Mannschaft in diesen elitären Kreis vorzuschieben. Zum jetzigen Zeitpunkt wäre es aber vermessen, wenn ich über Ziele sprechen würde. Dazu muss ich erst einmal die Spieler kennenlernen, mit denen ich dann arbeiten werde und natürlich auch die Gegner. Wenn ich mir hier ein entsprechendes Bild gemacht habe, kann ich über Ziele reden. Aber das wird wohl noch ein paar Monate dauern. Aber natürlich geht es für uns darum, uns auf die vorderen Tabellenplätze zu schieben.

Als Trainer der U19 werden Sie sicher auch in einem engen Kontakt zur U23 und der ersten Mannschaft stehen, oder?

REINER HOLLICH: Sicherlich. Wir werden uns da regelmäßig austauschen. Es geht ja auch darum, dass wir diesen Mannschaften zuarbeiten. Die Spieler sollen in der U19 den nächsten Schritt machen, um sich dann für den Erwachsenenbereich empfehlen zu können. Im Optimalfall soll es für sie dann natürlich auch beim SV Waldhof weitergehen. Mit jüngeren Spielern hatte ich ja auch immer wieder zu tun. Ob das damals ein Dennis Broll oder auch ein Daniel Herm waren, um nur zwei Beispiele zu nennen.

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