Kollektiver Jubel bei den Akteuren des VfR Mannheim. Zur Winterpause stehen die Rasenspieler an der Tabellenspitze. Bild: Berno Nix

Kollektiver Jubel bei den Akteuren des VfR Mannheim. Zur Winterpause stehen die Rasenspieler an der Tabellenspitze. Bild: Berno Nix

Hinrunden-Rückblick Verbandsliga Baden 2017/2018 – Teams Platz 1 bis 8

Verbandsliga | erstellt am Mi. 03.01.2018

Anfang Dezember fielen einige Spiele wegen der Witterungsverhältnisse aus und müssen nun in der Rückrunde nachgeholt werden.

Statistische Werte:
Insgesamt wurden 122 Spiele ausgetragen, dabei gab es 56 Heimsiege, 25 Remis und 41 Auswärtssiege. 397 Tore entsprechen einem Schnitt von 3,25 Tore je Spiel. Die Heimmannschaften trafen 224 Mal, die Auswärtsteams erzielten 173 Tore.

Den höchsten Heimsieg sicherte sich der VfR Mannheim durch einen 7:0 Erfolg über Español Karlsruhe. Die höchsten Auswärtssiege holten Germania Friedrichstal bei der SpVgg. Durlach-Aue und der VfB Gartenstadt bei Español Karlsruhe mit jeweils 1:5 Toren. Die meisten Treffer (8) in einem Spiel gab es bei der Partie des FV Heddesheim – SpVgg. Neckarelz (6:2) zu sehen.  

Herbstmeister VfR Mannheim (34 Punkte) steht zur Winterpause auf dem „Platz an der Sonne“. Knapp dahinter tummeln sich gleich mehrere Teams. Germania Friedrichstal (32 Punkte), 1. FC Bruchsal, VfB Eppingen (jeweils 31 Punkte) und Fortuna Heddesheim (30 Punkte) haben allesamt gute Aufstiegschancen.

Das breite Mittelfeld führt der VfB Gartenstadt (6.) mit 22 Punkten an. Bis Platz 12, auf dem der FC Zuzenhausen steht (17 Punkte), herrscht dichtes Gedränge.
Der ASV Durlach steht mit bislang 14 Spielen auf dem Abstiegs-Relegationsrang. Auf direkten Abstiegsplätzen überwintern TuS Bilfingen (14./14 Punkte), Español Karlsruhe (15./13 Punkte) und VfR Gommersdorf (16./4 Punkte).

Eppingen vs FC Zuzenhausen – Torjubel Soner Bostan VfB Eppingen nach seinem 2:0. Rechts Pascal Münzer und Fabian Kirsten (VfB Eppingen). Bild: Siegfried Lörz

     
Kurz-Analyse der Teams

VfR Mannheim (1.) 34 Punkte/36:11 Tore
Die Elf von Hakan Atik hat eine starke Hinserie gespielt (10-4-1), bei der insbesondere die Heimstärke beeindruckend war (7-0-0/25:4). Im Rhein-Neckar-Stadion sind die Mannheimer eine wahre Macht. Marc Haffa (9 Tore) und Ajdin Zeric (7 Tore) trafen am häufigsten. Nur beim FC Germania Friedrichstal (3:1) mussten die Mannheimer eine Partie ohne Punktgewinn beenden. 11 Gegentore ließ die Defensiv-Abteilung in 15 Spielen zu, das ist Bestwert. Einschätzung: Der VfR wird am Ende der Saison auf einem der ersten beiden Plätze stehen.

FC Germania Friedrichstal (2.) 32 Punkte/38:22 Tore
Die Friedrichstaler begannen die Saison sensationell gut. Alle Spitzenteams, bis auf den VfB Eppingen, wurden distanziert. Nach 11 Spieltagen führten die „Kicker vom Stutensee“ die Liga souverän an (9-1-1). Danach kam ein kleines Tief (1-1-2), so dass der FCG die Tabellenführung einbüßen musste. Top-Torjäger Patrick Roedling kam auf 16 Treffer. Mit 38 erzielten Saisontoren zeigte sich die Augenstein-Truppe bislang am offensivstärksten. Einschätzung: Die Friedrichstaler werden bis zum letzten Spieltag um den Aufstieg spielen.

1. FC Bruchsal (3.) 31 Punkte/27:19 Tore
Unter den TOP 5 haben die Bruchsaler eine Partie mehr ausgetragen, als die Konkurrenz. Nach einem überragenden Saisonstart (5-1-0), ließen die Bruchsaler in der Folge zu viele Punkte liegen. Gegen die Spitzenteams VfR, Friedrichstal und Heddesheim holten die an sich heimstarken Bruchsaler auf eigenem Platz nur einen Zähler. Auswärts ist der 1.FC bislang das stärkste Team der Liga (5-1-1). Ursino Lima (8 Tore) und Izzeddine Noura (7 Tore) waren am treffsichersten. Einschätzung: Bruchsal spielt gegen alle Top-Teams auswärts – für die Aufstiegsplätze wird es nicht ganz reichen.

Heddesheims Salih Özdemir (blau) setzt sich gegen seinen Gegenspieler von Espanol Karlsruhe durch. Bild: Simon Hofmann.

VfB Eppingen (4.) 31 Punkte/27:19 Tore
Etwas überraschend sind die Kraichgauer in der Tabelle weit oben platziert. Der Kader ist wesentlich breiter, als im Vorjahr und auch die Qualität ist vorhanden. Das große Plus war bisher die Heimstärke (7-1-0). Auswärts hingegen, trat man nicht meisterlich (3-0-4) auf. Bester Schütze ist Kevin Haas (7 Tore). In der Rückrunde geht es gegen durchweg alle Spitzenmannschaften auf eigenem Platz zur Sache. Eppingen wird daher die starke Heimstatistik nicht halten können. Wenn doch, könnte es durchaus für ganz oben reichen. Einschätzung: Der VfB wird die Runde auf einem guten 6. Platz beenden.

FV Fortuna Heddesheim (5.) 30 Punkte/33:16 Tore
Der Vorjahres-Vizemeister hatte einen „Stotterstart“. Nach 6 Spieltagen stand die Gölz-Elf auf Platz 8 und hatte 9 Punkte Rückstand auf die Spitze. Danach starteten die Heddesheimer eine Serie (7-2-0/20:4 Tore). Mittlerweile zählt man wieder zum engsten Favoritenkreis. Bester Torschütze ist Cihad Ilhan (16 Tore). In der Rückrunde werden die Heddesheimer wieder auf Hartmann (verletzt) und Wöppel (Auslandsstudium) zurückgreifen können. Kuloglu (Phönix MA) und Schmitt (Wald-Michelbach) kamen, Nsowah und Siby verließen den Club. Einschätzung: Heddesheim spielt bis zum Saisonende um die ersten beiden Plätze mit.

VfB Gartenstadt (6.) 22 Punkte/28:24 Tore
Der Aufsteiger hat in die Spur gefunden. Nach schwachem Saisonstart (0-2-4), ging es danach steil aufwärts (6-2-2). Trainer Dirk Jörns beerbte Vorgänger und Aufstiegs-Coach Rainer Hollich am 7. Spieltag. Der Einstand war mit einem 6:0 Sieg über den SV Schwetzingen eine „echte Ansage“. Der Kader des VfB ist gespickt mit namhaften und erfahrenen Spielern, so dass die Mannheimer auch in der Rückrunde erfolgreich spielen werden. Ob es noch für ganz oben reichen wird, ist angesichts des Rückstandes auf die Ligaspitze eher unwahrscheinlich. Bester Torschütze ist Darnell Hill (10 Tore). Einschätzung: Die Gartenstädter beenden die Saison auf Platz 4-5.

VfB Gartenstadt – SV Schwetzingen, Verbandsliga, v.l. Gartenstadts Tim Krohne gegen Schwetzingens Jonas Can. Foto: Berno Nix

SpVgg Durlach-Aue (7.) 21 Punkte/24:22 Tore
Schlechter hätte die Saison für Durlach-Aue nicht beginnen können. Nach 4 Spieltagen standen null Punkte auf der Habenseite. Verletzte und gesperrte Akteure, aber auch etwas Pech bei der Chancenverwertung waren für den Fehlstart ursächlich. In der Folge lief es immer besser (6-3-2), auch bei Top-Torjäger Fabian Geckle (12 Tore), der sich wie in der Vorsaison als „Lebensversicherung“ der Auer erweist. Trainer Patric Gondorf wird auch in der Rückrunde auf einen nicht geraden breiten, aber dafür eingespielten Kader setzen können. Einschätzung: Die SpVgg. wird die Saison auf einem gesicherten Mittelfeldplatz beenden.

FC Olympia Kirrlach (8.) 21 Punkte/14:19 Tore
Die Aufsteiger aus Kirrlach gelten als die Minimalisten der Liga. Nur 14 Saisontore in 15 Spielen zeigen die Schwachstellen der Kirrlacher auf. Die Offensive ist nicht gerade das Prunkstück der Mittelbadener. Dafür steht die Defensive meist sehr kompakt und lässt wenig zu (19 Saisontore). Auf eigenem Platz (3-2-3) und auswärts (3-1-3) hat der FC eine ausgeglichene Spielbilanz. Das RR-Auftaktprogramm hat es in sich, ein guter Start wird richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf sein. Einschätzung: Kirrlach wird den Klassenerhalt ganz knapp schaffen.

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