Tim Krohne ist ein Dauerbrenner. Seit der Saison 2008 ist er sportlich erfolgreich im Fußballkreis Mannheim und darüber hinaus unterwegs. Bild: Alfio Marino MA.Photography

Tim Krohne ist ein Dauerbrenner. Seit der Saison 2008 ist er sportlich erfolgreich im Fußballkreis Mannheim und darüber hinaus unterwegs. Bild: Alfio Marino MA.Photography

Dauerbrenner Tim Krohne ++ Kapitän des VfB Gartenstadt mit Saisonverlauf zufrieden

Verbandsliga | erstellt am Fr. 26.10.2018

Dem SV Sandhausen 2, dem VfB Gartenstadt, Fortuna Heddesheim und dem VfR Mannheim.

Alles Teams, die derzeit auch ganz oben dabei sein.

Gründe für den Höhenflug der Gartenstädter gibt es einige: Trainer Dirk Jörns macht einen sehr guten Job und hat etliche sehr gute Fußballer in seinen Reihen. Im Sommer kamen acht neue Kicker dazu. Einer der wichtigsten ist hingegen schon seit 2016 in Gartenstadt. Gemeint ist Tim Krohne. Kapitän und Identifikationsfigur in einem. Das zentrale Mittelfeld ist sein zuhause. Dort ist er der Sechser, der Mann, der für Ruhe und Ordnung sorgt. „Vieles mache ich über meine Schnelligkeit. Ich bin keiner, der alles spielerisch löst, das weiß auch der Trainer“, betont Krohne.

Doch der Trainer ist auch froh, wenn sich der 28-Jährige ab und an weiter vorne mit einschaltet. Denn im Tore schießen ist er auch nicht so schlecht. 5 sind es bislang schon. „Ehrlich gesagt überrascht mich diese Quote zu diesem frühen Zeitpunkt selbst“, lacht er, „normalerweise habe ich nie mehr als 3 oder 4 Tore pro Saison geschossen.“

Ähnlich wie sein einstiges Vorbild. Gennaro Gattuso ist einer, dem er immer nachgeeifert hat. Vom Italiener hat sich Krohne schon viele Videos angeschaut. „Seine Zweikampfstärke und seine Mentalität haben mich immer beeindruckt“, verrät Krohne, der in Zinedine Zidane noch einen zweiten Jugendheld hatte.

Gartenstadts Tim Krohne kommt vor seinem Schwetzinger Gegenspieler an den Ball. Archiv-Bild: Berno Nix

Ganz so weit hat er es selbst nie gebracht. Allerdings hat auch Krohne schon nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht. Seine ersten Spuren im Erwachsenenbereich hinterließ er 2009 in der Oberliga. Damals war er noch bei der TSG Weinheim am Ball, wo er sich 2012 schwer verletzte. Ein Knorpelschaden im Sprunggelenk setzte es ihn ein knappes Jahr außer Gefecht. Nach einem einjährigen Gastspiel in Wallstadt zog es ihn zur Fortuna aus Heddesheim. Mit der er innerhalb von zwei Spielzeiten von der Landes- bis in die Verbandsliga marschierte, ehe es ihn nach Gartenstadt zog.

Schön war es laut ihm überall, jeder Verein war ein eigenes interessantes Kapitel. Mit dem VfB Gartenstadt stieg er gleich in seiner ersten Spielzeit ebenfalls in die Verbandsliga auf. Dort fühlt er sich auch pudelwohl. Krohne schätzt den familiären Aspekt beim VfB: „Wir sitzen dort auch nach dem Training noch im Klubhaus zusammen. Da sind dann alle dabei. Vom Betreuer über die Spieler bis hin zum Trainer.“ Selbst der große Umbruch im Sommer schadete dem Teamgeist nicht. Entscheidend dafür war für Krohne vor allem das kurzfristig angesetzte Trainingslager im Sommer: „Dort sind wir wirklich sehr schnell zusammengewachsen. Das war schon richtig gut.“

Und wo soll es nun hingehen? Vielleicht sogar in die Oberliga? Krohne: „Ein festgeschriebenes Ziel haben wir gar nicht. Wir möchten so lange wie möglich oben dabeibleiben und können das mit unserem Kader auch schaffen. Den Druck sehe ich aber bei anderen Mannschaften.“

Allerdings wäre eine Rückkehr in die Oberliga auch für Krohne sicher nicht ganz reizlos. Oder etwa doch? „Ehrlich gesagt habe ich mir darüber noch gar keine Gedanken gemacht. Man muss einfach auch sagen, dass mein Beruf als Unternehmensberater in der IT-Branche mittlerweile an erster Stelle steht.“ Und weiter: „Ich kann mir jedenfalls vorstellen, meine Fußballkarriere in Gartenstadt zu beenden und mal schauen, wo uns der Weg da noch hinführt.“

 

 

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