VfR-Coach Marcel Abele will mit seinem Team den großen Coup landen und ins Finale des BfV-Pokals einziehen. Bild: Berno Nix
VfR Mannheim fordert den höherklassigen Regionalligisten SV Sandhausen im Halbfinale des bfv-Pokals
Regionalliga | erstellt am Di. 10.03.2026
(mk) Am Mittwochabend (19 Uhr) ist es soweit: Der VfR Mannheim gastiert in der Vorschlussrunde des bfv-Pokals beim höherklassigen Regionalligisten SV Sandhausen. Erstmals seit zwölf Jahren stehen die Blau-Weiß-Roten wieder im Halbfinale des Verbandspokals. Alle wichtigen Infos zur Partie sind im Folgenden zusammengestellt.
Der Gegner
Zwischen 2012 und 2023 konnte sich der SV Sandhausen elf lange Jahre in der 2. Bundesliga halten, ehe der Abstieg in die 3. Liga folgte. Besonders schmerzhaft war jedoch das vergangene Jahr 2025. Nach gerade einmal acht Punkten aus der Rückrunde folgte der Absturz in die viertklassige Regionalliga. Folgerichtig blieb am Hardtwald während des Sommers gefühlt kein Stein auf dem anderen liegen. Unter dem erfahrenen Trainer Olaf Janßen formte der SVS einen komplett neuen Kader, ohne dabei den sofortigen Wiederaufstieg als Ziel auszurufen. Im Fokus steht stattdessen eine nachhaltige sowie positive Entwicklung der Mannschaft.
Gegenwärtig rangiert der SVS auf dem neunten Tabellenplatz der Regionalliga Südwest. Der Auftakt in das neue Pflichtspieljahr verlief jedoch holpriger als geplant. Auf die schmerzhafte 1:2 (0:2)-Heimniederlage im Nachbarschaftsduell gegen Walldorf folgten zwei Punkteteilungen beim SC Freiburg II (2:2) sowie gegen das Tabellenschlusslicht Bahlinger SC (1:1). Speziell das jüngste Remis gegen Bahlingen stieß Cheftrainer Janßen sauer auf. Nach der Partie fand der 59-jährige Coach klare Worte und entschuldigte sich beim Anhang für die Leistung. „Ich schäme mich, Cheftrainer dieser Mannschaft zu sein, die heute auf dem Platz gestanden ist“ (SV Sandhausen, 2026), erklärte er nach Abpfiff und monierte vor allem die Einstellung seiner Mannschaft. Schlüsselspieler Pascal Testroet weiß mit 15 Treffern aus 21 Partien bisher jedoch vollumfänglich zu überzeugen. Lediglich Großaspachs Fabian Eisele netzte in der Liga häufiger ein als der 152-fache Zweitligaprofi. Aufgrund muskulärer Probleme musste Sandhausen auf seinen Leader zuletzt jedoch verzichten.
Stimmen zum Spiel
Beim VfR Mannheim überwiegt vor der Halbfinalpartie am Hardtwald die Vorfreude. Ein Pflichtspiel in Sandhausen klang vor einiger Zeit aus blau-weiß-roter Perspektive fast noch wie eine Utopie. Nun wird es Realität. „Vor ein paar Jahren spielten wir noch in der Verbandsliga, während Sandhausen ein etablierter Zweitligist war. Damals haben uns Welten getrennt“, betont VfR-Coach Marcel Abele und fährt fort: „Jetzt liegt zwar nach wie vor eine Liga zwischen beiden Vereinen, doch wir haben uns angenähert.“
Abeles Ausführungen verdeutlichen, dass der VfR am Mittwochabend dem favorisierten Regionalligisten keineswegs den roten Teppich ausrollen möchte. Im Mannheimer Lager rechnet man sich durchaus Chancen auf den Finaleinzug aus. „Natürlich ist der Respekt vor dem Gegner aber groß“, schiebt der Cheftrainer hinterher. „In Sandhausen wird schließlich unter Profibedingungen gearbeitet.“ Nichtsdestotrotz ist in der Quadratestadt das Vertrauen in die eigene Stärke groß.
Der jüngste 6:2 (2:2)-Ligasieg in Bietigheim-Bissingen generierte zusätzliches Selbstvertrauen. „Wir wissen, wozu wir in der Lage sind, wenn an einem sehr guten Tag eine herausragende Leistung abgeliefert wird“, betont Abele, der dem kommenden Flutlichtspiel mit maximaler Vorfreude entgegenblickt. „Ich bin wirklich sehr, sehr heiß auf dieses Spiel und hoffe, dass wir uns vor einer ordentlichen Kulisse top präsentieren werden.“
Am Dienstag wird die Mannschaft nochmals viel investieren, ausführlich analysieren und sich einen erfolgversprechenden Matchplan zusammenstellen. „Wir werden schauen, wie wir uns die größtmögliche Chance ausrechnen, um am Ende den Finaleinzug perfekt zu machen. Denn dieses Ziel steht über allem“, erklärt der Chefcoach. Aus Mannheimer Perspektive ist die Partie in Sandhausen auch eine Art Belohnung für die positive sportliche Entwicklung in den vergangenen Monaten. Die Tatsache, dass erstmals seit mehr als einer Dekade wieder das Halbfinale im Verbandspokal erreicht wurde, unterstreicht die rapide steigende Formkurve. „Es ist nicht selbstverständlich für den Verein, im Halbfinale zu stehen“, betont auch Abele, dass die Partie in Sandhausen einen ganz besonderen Charakter hat.
Personalsituation
In Sandhausen werden dem VfR Robin Becker, Marvin Kadner, Lennart Thum und Enes Tubluk weiterhin nicht zur Verfügung stehen. Raphael Akoto kehrt in die Mannschaft zurück.
Pressemitteilung VfR Mannheim
zurück