5b3fcb22d3e02b022e01423605fbc9e7-7ee

5b3fcb22d3e02b022e01423605fbc9e7-7ee

SV Waldhof vs. 1899 Hoffenheim U23 / Ein Remis der besseren Sorte

TSG Hoffenheim II | erstellt am Do. 25.09.2014

Foto: SV Waldhof Mannheim – TSG Hoffenheim II, Regionalliga, Waldhofs Philipp Förster zwischen den Hoffenheimern Russell Canouse (li.) und Florian Ruck (re.)

Um ein richtiges Derby handelte es sich beim Duell gegen die TSG Hoffenheim II auch nicht, aber um ein gutes Fußballspiel, das am Ende gerechterweise 1:1 (1:0)-Unentschieden endete, weil die Waldhöfer in der ersten Halbzeit besser waren und die Kraichgauer in der zweiten.

 

Kenan Kocak verteilt für erste 60 Minuten großes Kompliment

„Ich muss meiner Mannschaft für die ersten 60 Minuten ein Riesenkompliment machen, leider mussten wir dann wechseln und die Ordnung in der Zentrale ging verloren“, analysierte Kenan Kocak. Der Waldhof-Trainer musste seine Mannschaft erneut umbauen, denn neben Lutz Radojewski fielen auch Daniel di Gregorio aus und Marco Müller fehlte wegen der fünften Gelben Karte. Und deshalb feierten Dennis Kopf als rechter Verteidiger und Philipp Förster als offensiver Mittelfeldspieler ihre Debüts.

Foto: Kenan Kocak war mit den ersten 60 Minuten hochzufrieden.


Und Förster brauchte nicht lange, um seine Qualitäten einzubringen, schon nach zwölf Minuten spielte er den Ball in die Gasse zu Marcel Sökler, der frei vor dem Hoffenheimer Tor auftauchte. Etwas überhastet schob der beste Mannheimer Torschütze die Kugel allerdings knapp am langen Pfosten vorbei.

Doch nur eine Minute danach gab es die nächste Chance, als Förster die Kugel erneut auf Sökler (Foto rechts) durchsteckte, der aus zwölf Metern diesmal cool blieb und zum 1:0 einschoss. „Philipp Förster hat ein gutes Spiel gemacht, allerdings hatte er später keine Kraft mehr“, lobte Kocak den lange verletzten Debütanten, der nach 64 Minuten für Nico Seegert Platz machte.

 

Waldhofs Sökler trifft zum 1:0  und Kocak-Elf verpasst es nachzulegen

Bis dahin hatten die Mannheimer mehr vom Spiel, weil sie in der Defensive – gewohnt – sicher standen und die Hoffenheimer mit gutem Umschaltspiel überraschen wollten. Die große Chance zum 2:0 gab es aber in der 44. Minute nach einer Ecke, die Steffen Straub auf den Kopf von Frederic Brill geschlagen hatte, dessen Kopfball aber von einem Hoffenheimer Feldspieler auf der Linie geklärt wurde.

Auch wenn Jesse Weippert in der 28. Minute eine gute Chance für die Hoffenheimer besaß, die Markus Krauss mit beiden Fäusten abwehrte, wäre ein 2:0 zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient gewesen.

„Die erste Halbzeit von uns war nicht gut, wir sind nicht konsequent in die Zweikämpfe gegangen“, grantelte Marco Wildersinn. Immerhin steigerte sich seine Mannschaft nach der Pause und verteidigte nun laut dem Trainer „besser in der Gruppe“.

Je länger das Spiel dauerte, desto stärker merkte man den Mannheimern den Kräfteverschleiß an und als neben Förster auch Brill entkräftet vom Platz musste, wurde der Druck der Hoffenheimer immer größer. In der 46. Minute hatte der SVW noch Glück, dass ein Schuss von Marcus Mann an den linken Außenpfosten klatschte und den Schuss von Nadiem Amiri lenkte Krauss mit den Fingerspitzen zur Ecke.

 

Hoffenheimer in der 2. Halbzeit stärker und mit verdientem Ausgleich

In der 72. Minute war es jedoch soweit, als der eingewechselte Lucas Röser einen Ball in Bedrängnis gut verarbeitete und dann volley ins Tor schoss. Die Waldhof-Defensive sah in diesem Moment nicht gut aus.

„Im Endeffekt war der Punkt für Hoffenheim verdient“, sagte Kocak nach dem Spiel. „Wir hatten in der letzten halben Stunde keine Dominanz mehr in der Zentrale.“ Dennoch hatten die Zuschauer eine gute Begegnung beider Mannschaften gesehen.

Die nächste Chance für einen Dreier gibt es bereits am Samstag (14 Uhr), wenn der SVW auf Eintracht Trier trifft. Bis zu dem Duell wird Kocak seinem Team Ruhe verordnen, um frische Kraft zu tanken. Und vielleicht kommen gegen die Trierer ja auch wieder ein paar Zuschauer mehr ins Stadion.

SV Waldhof: Krauss – Kopf, M. Seegert, Neupert, Mühlbauer – Lindner, Brill (68. Mesfin) – Nag, Förster (64. N. Seegert), Straub – Sökler (74. Bari).

TSG Hoffenheim II: Schwäbe – Weippert, Akpoguma, Ruck, Rieble – Mann, Canouse – Hamad (84. Thermann), Haberer (61. Röser), Amiri (67. Özkan) – Atik.

Tor: 1:0 Sökler (13.), 1:1 Röser (72.).
Gelbe Karten: N. Seegert, M. Seegert – Hamad, Özkan.
Zuschauer: 2127.
Schiedsrichter: Timo Gerach.

 

Foto 1: Berno Nix           Foto 2+3 Sörli Binder AS Sportfotos

zurück